Vom Pech verfolgt: Libyen bringt die „Golfo Azzurro“ auf.

(Foto: Screenshot/Youtube
Ab nach Hause? (Foto: Screenshot/Youtube)

Aus irgendeinem Grund, der sicher nichts mit diesem Schiff zu tun hat, haben sämtliche Behörden im Mittelmeer die „Golfo Azzurro“ der NGO „Proactiva Open Arms“ im Visier. Erst kürzlich pendelte sie etwas ziellos zwischen Malta und Italien hin- und her, weil sie in keinem der beiden Länder ihre illegalen Migranten abladen durfte.

Von Maritime Schlepper und Schleuser

Offenbar hat „Open Arms“ nichts weiter aus diesem Debakel gelernt, außer vielleicht, dass man mit einem vorgetäuschten Motorschaden nach drei Tagen doch noch seinen Willen bekommt. Warum sie nach dieser frechen Aktion trotzdem wieder auslaufen durften, ist eine überaus spannende Frage, auf die wir momentan auch keine Antwort haben. Immerhin, die nächste Überraschung wartete schon, und es war kein Empfang mit offenen Armen:

„Ein ‚Flüchtlingsrettungsschiff‘ der spanischen ‚Hilfsorganisation‘ Proactiva Open Arms ist nach Angaben der ‚Helfer‘ im Mittelmeer von der libyschen Küstenwache mehrere Stunden beschlagnahmt worden. Der Vorfall habe sich am Dienstag ‚in internationalen Gewässern‘ ereignet, teilte die Organisation im Kurznachrichtendienst Twitter mit. ‚Sie drohen, auf uns zu schießen, sollten wir ihre Befehle nicht befolgen‘, hieß es.“ [1]

Womit hätten sie auch sonst drohen sollen? Mit Liebesentzug oder Fernsehverbot? Leider haben die Spanier die Befehle befolgt. Also wer wegen des Unterhaltungs-Faktors gekommen ist: „Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen!“ Abgesehen von ein paar Krokodilstränen und Unterwäsche, die dringendst mal gewechselt werden müsste, ist offenbar nicht viel passiert:

„Am Abend gab die NGO Entwarnung: Das Schiff sei wieder freigegeben worden, nachdem die Crew zwei Stunden lang massiv bedroht worden sei.“ Schade eigentlich. Es wäre sicher hilfreicher gewesen, zumindest das Schiff einzubehalten. Dessen Besatzung hätte die in der Nähe befindliche „C-Star“ von Defend Europe sicher gerne und wohlbehalten in ihren europäischen Heimathafen überführt.

Wir können nur hoffen, dass sich die Mitarbeiter dieser außergewöhnlich lernresistenten NGO nicht noch in größere Schwierigkeiten bringen. Irgendwie verstehen sie den Wink mit dem Leuchtturm nicht…

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