Schluss mit Halal-Supermarkt

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Halal-Geschäfte auf dem Vormarsch, jetzt werden auch die Londoner Krankenhäuser beliefert (Bild: JouWatch)

Paris – Einen astreinen Halal-Supermarkt will die Pariser Stadtverwaltung nun zwingen, auch Produkte zu verkaufen, die nicht in das muslimische Leben gehören und somit „haram“ sind. Die Verwaltung beruft sich hierbei auf den Pachtvertrag der vorsieht, dass in einem Gemischtwarenladen auch ein gemischtes Sortiment angeboten wird. Die Behörde wolle eine „soziale Mischung“, damit es in Paris weder reine muslimische, noch solche Gegenden gibt, in denen keine Muslime leben. 

Mitten in Paris betreibt Soulemane Yalcin einen Halal-Supermakt, in dem er –streng nach islamischen Recht und nach dem Geschmack seiner ebenso islamischen Kundschaft – weder Alkohol noch Schweinefleisch anbietet.

Keine Muslim-freien Gegenden in Paris erwünscht

Wohl weniger gewollt, macht die Pariser Stadtverwaltung durch eine mehr als hilflose Aktion auf sich und die bereits weit fortgeschrittene Islamisierung der französischen Hauptstadt aufmerksam. Denn die Verwaltung will den Halal-Laden so nicht dulden und argumentiert: Der Pachtvertrag sehe einen Gemischtwarenladen vor – mit eben dementsprechend gemischten Sortiment. Den Anwohnern könne nicht zugemutet werden, dass für bestimmte Produkte – die bis jetzt noch zum europäischen Lebensstil gehören wie Schweinefleisch oder Alkohol – auf einen anderen Laden in größerer Entfernung auszuweichen. Insbesondere ältere Anwohner hätten sich nach der Umwandlung in einen „Halal-Supermarkt“ vor einem Jahr beschwert, nun für ihre Einkäufe längere Wege zurücklegen zu müssen.

Die Pariser Stadtverwaltung schiebt laut dem Independent noch die Begründung hinterher, dass ihnen eine „soziale Mischung“ wichtig sei und man keine Gegenden haben wolle, die nur muslimisch seien. Man wolle aber auch keine Gegenden, in der es keine Muslime gebe. Der Wunsch nach rein muslimischen Wohngegenden in Paris ist der politisch-korrekten Stadtverwaltung bereits seit längerem erfüllt. Die Wunscherfüllung nach einem Aus für Muslim-freien Gegenden in Paris wird sich sicherlich zeitnah anschließen.

Läden die Alkohol verkaufen, haben oft Ärger

Der Betreiber des Halal-Ladens lehnt es indes ab, auch „harame“ Artikel anzubieten, da die Formulierung „Lebensmittelladen mit damit verbundenen Tätigkeiten“ seine reine Halal-Klitsche nicht ausschließe. Es komme ja ganz darauf an, wie „verbundene Tätigkeiten“ interpretiert werde, so der geschäftstüchtige Muslim, der marktliberal argumentiert, dass sein islamkonformes Sortiment sich nach den Kunden richte und sein Geschäft gut laufe.

Läden die Alkohol verkaufen, hätten zudem oft Ärger, so der Pächter, der in erschreckender Weise und wohl ungewollt über die realen Verhältnisse in einer angeblich noch europäischen geprägten Stadt berichtet. Der Pachtvertrag laufe noch bis 2019, die Behörden seien laut Medienberichten jedoch bemüht, den Vertrag vorher aufzulösen. Ob dies möglich ist, werde Mitte Oktober vor Gericht geklärt. (BS)