Refugees Welcome – Touristen raus!

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Von wegen Weltoffenheit und grenzenlose EU - das gilt nur noch für Flüchtlinge (Foto: Screenshot/Youtube)

Während Hunderttausende Afrikaner ungehindert übers Mittelmeer und die südlichen Länder den Kontinent stürmen, werden die Hunderttausenden zahlenden Urlauber, die den Einheimischen mit ihrem Geld Arbeit und somit Einkommen sichern, immer unbeliebter.

In den „schönsten Wochen des Jahres“ machen viele von ihnen in diesem Jahr die bittere Erfahrung, nicht mehr länger erwünscht zu sein. Das Motto lautet: „Refugees Welcome, Tourists go home!“

Von Marilla Slominski

In Europa weiten sich die Proteste gegen Touristen immer weiter aus. Wütende linke Demonstranten beklagen, dass „Touristen ihre Städte fluten“.

Angefangen hatten die Demos in Spanien, in den Touristen-Hochburgen Barcelona, Palma und Bilbao.

Dort hatten Vermummte der linken Jugendorganisation Emai ein Touristeninformationscenter verwüstet, es mit roter Farbe und mit Slogans beschmiert.

Auch in Palma auf Mallorca und in Barcelona weisen diverse Graffities an Gebäuden die Besucher darauf hin, dass sie nicht länger erwünscht sind. In Palma sahen sich zahlende Besucher eines Restaurants Vermummten mit Fackeln gegenüber, die ihnen so zu verstehen gaben, sie sollten das Land lieber verlassen und nicht wiederkommen..

In Barcelona stürmten wütende Einheimische einen Strand und hielten den Urlaubern Banner und Plakate entgegen. Sie behaupten, die „Fremden“ würden ihre Städte übernehmen.

In Palma zogen genervte Inselbewohner mit Leuchtpistolen bewaffnet zu einem Restaurant im Hafen, schrien die Urlauber an „Tourismus tötet die Städte“, „Touristen, geht nach Hause“.

Auch in Dubrovnik in Kroatien haben die Anwohner die Nase voll von den Touristen. Seit die Altstadt 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist sie zum Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt geworden. In der Altstadt leben nur 1.157 Einwohner. Im vergangenen Jahr brachten 529 Kreuzfahrtschiffe fast 800.000 Besucher in die Stadt. Inzwischen hat der Bürgermeister der Stadt entschieden, pro Tag nur noch 8000 Menschen in die historische Altstadt zu lassen. Überwacht wird der Strom von mehr als 100 Kameras an den Eingängen des mit einer Mauer umgebenen Weltkulturerbes.

Auch in Venedig demonstrieren die Einwohner gegen die Touristenmassen.

„In den kommenden Jahren wollen 40 Millionen Chinesen Venedig besichtigen. Wo sollen wir mit denen hin?“ fragt Marco Gasparinetti, Führer der Initiative „Veneziamiofuturo“.

Florenz hat unter dem Motto #EnjoyRespectFirenze eine Initiative ins Leben gerufen, die von den Feriengästen mehr Respekt einfordert: „Diejenigen, die unsere Stadt besuchen, müssen sich respektvoll gegenüber der Stadt, ihren Kulturdenkmäler und Einwohner verhalten“, fordert Anna Paola Concia, Sprecherin der Initiative. „Wir wollen etwas gegen die Grundstimmung unternehmen, dass jeder, der nach Italien kommt, machen kann, was immer er will. Es ist Zeit, dass etwas passiert. Florenz ist eine der schönsten Städte der Welt und sollte erhalten werden, dass ist auch die Verantwortung der Touristen“, so Concia.

Hotels in Italien können steigende Buchungen verzeichnen, nachdem viele aus Angst vor Terror Ägypten und der Türkei den Rücken kehren.

Auch in Rom geht man gegen Touristen vor. Ab zehn Uhr abends darf auf den Straßen kein Alkohol mehr getrunken werden, Supermärkte dürfen ihn ab dann nicht mehr verkaufen. Ab 2 Uhr nachts gilt auch für die Innenräume der Bars: es darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Im Mailand sind mittlerweile Selfie-Sticks, Glasflaschen und Imbissstände verboten, um dem Müll und dem „asozialen Verhalten“ der zahlenden Besucher Herr zu werden.

 

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