Jusos erstatten Strafanzeige gegen AfD-Spitzenkandidaten

(Bild: Die Volksanwälte)
Im Namen des Volkes! Die Volksanwälte Brandner + Pohl (Bild: Die Volksanwälte)

Thüringen – Bei der Nachwuchsorganisation der SPD – den Jungsozialisten (Jusos) – geht die Aussicht auf ein Ende ihrer Karrierepläne offensichtlich nicht spurlos vorüber. Nun verdächtigen die Sozialisten in spe die Thüringer AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Stephan Brandner und Jürgen Pohl, des Führens falscher Titel und erstatteten Strafanzeige wegen Missbrauch.

Die beiden Thüringer AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Stephan Brandner und Jürgen Pohl, beide Rechtsanwälte, können den zunehmenden Verlust der Rechtsstaatlichkeit durch die „Willkürherrschaft der Regierung Merkel“ nicht mehr länger hinnehmen und versuchen, das Machtkarussell von CDU und SPD zu beenden, indem sie gemeinsam für die AfD antreten. Auf ihrer Internetseite „Die Volksanwälte“ erklären die beiden, warum und wie sie „Im Namen des Volkes“ für dessen Interessen kämpfen möchten.

Wichtigtuerische Aktion aus der sozialistischen Kinderstube

Die Jugendorganisation der SPD – die Jungsozialisten (Jusos) wollen im Werben von Brandner und Pohl das Führen eines falschen Titels erkannt haben und erstatteten am Montag Strafanzeige wegen Missbrauch einer ausländischen Berufsbezeichnung nach Paragraf 132a StGB bei der Polizei in Erfurt. Die SPD-Kinderstube beruft sich darauf, dass ein Volksanwalt ein, in Österreich tätiger parlamentarischer Ombudsmann, der zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung eingerichtet wurde, ist. Und das treffe ja, so die naseweise Schlussfolgerung, auf Brandner und Pohl nicht zu, so die Jusos, die es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so genau nehmen, wenn sie sich wieder einmal mit Linksextremisten aus den Reihen der steuerfinanzierten Antifa gemein machen (JouWatch berichtete).

Zudem, so die emsigen, kleinen SPDLer, seien die zahlreichen Plakaten und Großaufsteller der „Volksanwälte“ in Erfurt nicht auf den ersten Blick als Wahlplakate der AfD erkennbar. Statt dem sonst üblichen blau der AfD seien die Plakate von Brandner und Pohl in schwarz-weiß und ganz auf die beiden AfD-Kandidaten ausgerichtet. Erst auf der Homepage würden sich der Hinweis auf die AfD finden, so die rote Entrüstung.

Jusos ziehen das Nazi-Schwert

Und: Man prüfe zudem noch den Verstoß gegen das anwaltliche Werbeverbot laut der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO). Denn: Brandner und Pohl sind beide Rechtsanwälte. In ihren Internetvideos würden sich die beiden als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit darstellen. Daraus wollen die beiden laut den Jusos, die wie ihre großen Genossen glauben, dieses Engagement für sich gepachtete zu haben, nun im Bundestagswahlkampf politisches Kapital schlagen und durch die Kampagne nebenbei noch ihren Bekanntheitsgrad als Anwälte erhöht, so die Vermutung der Jungsozialisten.

Und außerdem: „Weiterhin erinnert ‚Volksanwälte‘ an den ‚Volksgerichtshof‘ der NS-Zeit, der für Schnellverfahren mit Todesurteilen berüchtigt war. In jedem Fall erscheint die Kampagne der AfD Thüringen ebenso misslungen wie ihre Kandidaten und Inhalte“, so die abgehalfterte und ausgelutschte Argumentation der Nachwuchssozialisten.

Na, dann liebe Ju-, Schwu- und alle anderen -sos

Stephan Brandner, mittlerweile über Thüringen hinaus bekannt für seine Angriffslust und politische Kampfbereitschaft, kommentiert den Vorgang auf Facebook mit den Worten:

Stephan Brandners Kommentar zur jüngsten Jusos-Aktion

Erst eine alberne Anzeige, dann damit zur Presse – und danach versuchten, das Plakat zu zerstören

Jürgen Pohl sieht in der der SPD die Partei der schlechten Verlierer. Zudem gehe laut Pohl die Aussicht auf ein Ende ihrer Karrierepläne offenbar auch bei den Jusos nicht ganz spurlos vorüber.

Die Plakate der AfD-Spitzenkandidaten Stephan Brandner und Jürgen Pohl, die mit dem Kunstbegriff »Volksanwälte« auf sich aufmerksam machen, haben es ihnen besonders angetan: Erst eine alberne Anzeige, dann damit zur Presse – und es war noch soviel Wut übrig, dass sie danach versuchten, das Plakat zu zerstören. (Die Abbildungen zeigen beide das Großflächenplakat in der Stauffenbergallee). Das wird zwar nicht verhindern, dass Brandner und Pohl in den kommenden Bundestag einziehen werden, aber mit Konzepten für erfolgreiche Problemlösungen hat die SPD ohnehin eher wenig Erfahrung…

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