Die nächste Sau wird für die Jagd durchs Dorf vorbereitet: Der „Pay Gap“ nach Rasse und Behinderungsgrad

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Hier wächst zusammen, was zusammen gehört (Foto: Durch Delpixel/Shutterstock)

Eine der Konstanten linker politischer Forderungen besteht darin, dass es in der Regel nicht um das Lösen eines Problems geht und dann ist man zufrieden damit. Vielmehr folgt jeder egal wie gut oder schlecht begründeten aber erfolgreich durchgeboxten Forderung meist schnell ein Schwall weiterer Forderungen im selben Stil. Immer geht es ums große Ganze, ums Prinzip und um die Veredelung der Menschheit als solches. Genau diese Geschichte wiederholt sich nun offenbar auch beim sogenannten „Gender Pay Gap“.

Von Ingmar Blessing

Ihren Ursprung hat diese neuerliche Jagd nach Gerechtigkeit in einer britischen staatlichen Behörde namens Equality and Human Rights Commission (EHRC), die laut Eigenbeschreibung vom Parlament damit beauftragt wurde, „Großbritannien fairer zu machen“ und die Menschen „davor zu schützen, dass sie nicht Organisationen wie Unternehmen oder staatliche Stellen diskriminiert werden“. Da sich die Kommission auch schon für den „Gender Pay Gap“ einsetzte, ist anzunehmen, dass sie alle Menschen schützt außer gesunde weiße heterosexuelle Männer.

In einem neuen Bericht gibt die EHRC mehrere Handlungsempfehlungen an die britische Regierung weiter. Darunter:

  • Die Beendigung von „stereotypen“ Berufszuweisungen
  • Eine verbesserte Verteilung von Arbeitsangeboten im Land
  • Die „Flexibilisierung“ von besser bezahlten Arbeitsplätzen, weil es „überproportional viele Frauen und ethnische Minderheiten in schlecht bezahlter oder Teilzeitarbeit gibt“
  • Das stärkere Einspannen von Männern in die Kindererziehung und
  • Mehr Statistiken darüber, wem Unternehmen wie viel zahlen, damit „Pay Gaps“, also Entlohnungsunterschiede aller Arten besser erkannt werden können.

Das ist nur eine Vermutung, aber diesen Forderungskatalog findet man wohl bei jeder linker bis sehr linken Partei im Programm. Auf dem Papier ist die britische Regierung übrigens eine konservative und die Behörde staatlich, sie hat daher eigentlich nicht das Recht, eigene politische Brötchen zu backen.

In wie weit diese Gerechtigkeitslücken in der Realität überhaupt existieren, oder ob sie wie beim Gender Pay Gap bei näherem Hinsehen verschwinden, ist unbekannt. Die Kommission beschränkt sich auf das plakative Zählen von Erbsen und den Hinweis auf ihre unterschiedlichen Schattierungen.

Schaut man sich die beschriebenen Sachverhalte von weitem an, dann bestehen offenbar durchaus Lücken im System. PersonnelToday zitiert aus dem Bericht und meint, dass Bangladeschis nur gut die Hälfte dessen verdienen, was weiße männliche Briten an Entlohnung bekommen. Und weibliche Pakistanis und Bangladeschis verdienen 12 Prozent weniger als britische Frauen.

Insbesondere in Berufen mit sehr hohem Personalkostenanteil – etwa im Profifußball – wäre es daher nur logisch, wenn Manchester United und Chelsea London zukünftig nur noch auf Einwanderer vom Subkontinent zurückgriffen. Warum dem nicht so ist, kann kaum beurteilt werden. Eine Möglichkeit ist, dass die Verantwortlichen im Profifußball so rassistisch eingestellt sind, dass sie für ihre Spieler lieber das doppelte zahlen, als sich mit „bengalischen Untermenschen“ abgeben zu müssen.

Fast genauso schlecht wie Menschen vom Subkontinent werden laut Bericht auch Epileptiker und Personen mit Angststörungen behandelt. Sie bekommen 40 und 30 Prozent weniger Geld als weiße Briten, wie der Bericht herausfand. Die stellvertretende EHRC Chefin Caroline Waters meinte dazu, es bräuchte dringend „neue Ideen, um die Entlohnungslücken zu schließen“ und meint, dass es nicht ausreicht, wenn man Frauen in hochbezahlte Stellen drückt. Es braucht „radikale Veränderungen“, da die Entfernung der Lücken „schmerzlich langsam“ sei. Der Blick auf die obigen Handlungsempfehlungen zeigen, dass sie ganz im Stil einer Sozialingenieurin sie das Ziel mit sozialpädagogischen Mitteln und dem Umbau der Gesellschaft erreichen will.

Die pharmakologische Verbesserung von Epilepsiemitteln, damit Patienten ein beschwerdefreieres Leben führen und in der Folge einer höheren Karriere nachgehen können ist aber nicht Teil des EHRC Fahrplans zur Herstellung von Gerechtigkeit. Auch das Verabreichen von angsthemmenden Mitteln wie etwa Benzoylecgoninmethylester, damit auch Angstpatienten in hochprofitablem Drucksituationen mithalten können, steht nicht auf der Agenda.

Dies liegt vermutlich daran, dass man für diesen Weg eine intensive naturwissenschaftliche Ausbildung braucht und schon sehr ambitioniert sein muss, um es zu etwas zu bringen. Hinzu kommt, dass es in diesem Bereich ebenfalls massive Gerechtigkeitslücken gibt (das EHRC ist bestens darüber informiert), die mit einem staatlichen Sonderprogramm aufgrund des Zeitdrucks vermutlich nur noch verstärkt würden. Sozialingenieur dagegen kann jeder werden.

Beim EHRC sucht man derzeit übrigens fünf neue Mitarbeiter. Das mit Steuergeld finanzierte Abgrasen der Privatwirtschaft nach Gerechtigkeitslücken scheint eine Wachstumsbranche zu sein. Wir dürfen gespannt sein, wann diese Marktlücke auch in Deutschland besetzt wird – und von wem.

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