Geschafft: JouWatch überholt im Online-Ranking erste Springer-Zeitung

(Foto: Durch melis/Shutterstock
Hoch die Tassen in der Küchenredaktion von JouWatch (Foto: Durch melis/Shutterstock)

Es hat etwas länger gedauert als geplant, aber nun ist es amtlich: JouWatch hat laut Alexa-Ranking mit der BZ die erste Springer-Zeitung im Online-Ranking Deutschland überholt.

Sicherlich, die BZ ist eine Lokalzeitung und die gibt es auch noch in gedruckter Form, aber wenn man den Etat und die Redaktionsstärke vergleicht, ist das schon ein Hammer.

Hier steht JouWatch

 

Und hier steht die BZ

Im BZ-Impressum tummeln sich auf der Chefebene mehr Typen rum, als in der „Küchenredaktion“ von JouWatch. Bei der „BZ“ gibt es einen Vorsitzenden der Chefredaktion, eine Chefredakteurin, zwei stellvertretende Chefredakteure, diverse Blattmacher, eine Textchefin, mehrere Mitglieder der Chefredaktion, einen Chef vom Dienst und natürlich noch jede Menge leitende Redakteure.

Das nennt man auch „umgekehrte Pyramide“ – nach unten hin, dort, wo das Blatt gemacht, also mit Inhalten gefüllt wird, wird es immer dünner. Nicht mehr mein Problem.

Pikantes Detail: JouWatch-Chefredakteur Thomas Böhm (also ich) hatte 13 Jahre lang für diese größte Boulevardzeitung in Berlin als Redakteur und Redaktionskasper gearbeitet.

Das waren noch Zeiten: Thomas Böhm als Titelfigur der BZ

Und ohne die BZ hätte es JouWatch gar nicht gegeben. Denn es war einer der ehemaligen Chefredakteure der Bild und BZ, der mich auf den Pfad der Islamkritik geschickt hatte und es war einer meiner ehemaligen, von mir immer noch hoch geschätzten Kollegen, der dann die notwendigen Kontakte knüpfte. Letzterem habe ich es zu verdanken, dass ich mich der ersten islamkritischen Partei Deutschlands, „Die Freiheit“, angeschlossen habe und dann in meiner Freizeit, ehrenamtlich als Pressesprecher tätig wurde.

Was wiederum zur Folge hatte, dass ich von den „BZ-Bossen“ zur Person non grata erklärt wurde und nicht mal mehr als freier Autor (der ich zu diesem Zeitpunkt war) tiefschürfende Analysen für die Tierseite über das Liebesleben der Bartagame schreiben durfte.

Auch von den anderen Mainstream-Medien wurde ich ab diesem Zeitpunkt geächtet und sogar Kollegen, mit denen ich über den Redaktionsalltag hinaus befreundet war, wandten sich angewidert von mir ab.

Aber ich war natürlich nicht der einzige, der ob seiner islamkritischen Einstellung vom Springer-Verlag ins Abseits gekickt wurde. Einen stellvertretenden Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ erwischte es ebenso wie mich.

Ein Schicksal, dass eher ermutigt, als resignieren lässt.

Denn was macht jemand, dem der Journalismus im Blute steckt, dessen Leidenschaft das Schreiben ist und der ein Berufsverbot erhalten hat und gesellschaftlich isoliert werden sollte?

Genau, er macht sein eigenes Blatt – und so entstand JouWatch.

Und Jouwatch wurde in relativ kurzer Zeit zu einem der Leitmedien der Gegenöffentlichkeit. Sozusagen das Nachrichtenergänzungsmittel mit garantiert politischen Nebenwirkungen.

Und darauf bin ich stolz. Stolz auch auf mein kleines Team, ohne das JouWatch nicht so schnell so erfolgreich geworden wäre.

Schadenfreude allerdings kommt bei mir nicht auf, vielleicht sogar eher etwas wie Traurigkeit, denn einst war die „BZ“ die größte und beste Boulevardzeitung Berlins.

Nun fristet sie eher ein klägliches Dasein im Schatten der gierigen und gnadenlosen Schwester „Bild“, leiden die Redakteure und Reporter unter der ideologischen Knute der Ewig-Kanzlerin.

Deutlich wird das wieder im Impressum. Denn als Vorsitzender der BZ-Chefredaktion wird kein Geringerer als Bild-Mann Julian Reichelt gemeldet.

Von daher wünsche ich meinen Ex-Kollegen gute Besserung und wir knöpfen uns dann als nächstes die Berliner Morgenpost vor.

PS: Ganz persönlich freut es mich, dass ich dem ehemaligen 5-Millionen-Leser-Chefredakteur der „Bild“ in den Arsch treten kann, wenn er mal wieder zu spät abliefert, oder einen Kommafehler zu viel hat…

Und dafür danke ich ihm!

 

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