Dänemark schickt Soldaten an Grenze zu Deutschland

Lars Løkke Rasmussen (Venstre) (Bild: Venstre, Lars Løkke Rasmussen; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)
Lars Løkke Rasmussen (Venstre) (Bild: Venstre, Lars Løkke Rasmussen; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)

Dänemark – Nachdem Dänemarks Polizei der zunehmenden Bandenkriminalität im Land nicht mehr Herr wird, hat Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen (Venstre) beschlossen, Soldaten an der Grenze zu Deutschland aufzustellen und dort Grenzkontrollen durchführen. So könne die Polizei entlastet werden, die sich dann im Land um die ausländischen Banden kümmern könne.

Am Wochenende gab der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen von der liberalen Partei Venstre in Kopenhagen bekannt, dass ab September die Polizei durch das Militär entlastet werden solle und diese sich dann um die Bekämpfung der zuletzt stark angestiegenen Bandenkriminalität kümmern wird.  Løkke erklärte laut KN- Online: „Die Regierung hat beschlossen, dass das Militär der Polizei helfen soll. Wir haben die Chefs der Polizei und des Militärs darum gebeten, herauszufinden, wie dies am besten umzusetzen ist. Beispielsweise könnten Grenzkontrollen oder Bewachungsaufgaben übernommen werden“.

Schießereien in Kopenhagen nehmen zu

Wie KN-Online berichtete, lassen Schweden und Dänemark seit 2016 als Reaktion auf die rasant angestiegenen Immigrationszahlen die Grenzen kontrollieren. Dänemark setzte ab Mitte des vergangenen Jahres ergänzend die Heimwehr  – eine unbewaffnete Unterstützungsorganisation der Polizei -ein.  Diese soll nun weiter entlastet werden. Hintergrund: In Kopenhagen hatte es in den vergangenen Monaten mehr als 20 Schießereien gegeben.  (BS)

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