„Vielleicht müssen wir all das erdulden“

(Bild: Screenshot Twitter)
Douglas Murray (Bild: Screenshot Twitter)

Der islamkritische, britische Autor Douglas Murray zeigt sich überzeugt, dass wir es in Europa mit einem geistigen Leere zu tun habe, die mit der Sonderstellung des Islams und der spirituellen Schwäche der Kirchen zu tun habe. Politische Verantwortliche und deren ergebene Eliten werden sich nicht frühzeitig eingestehen, dass Angela Merkels Immigrationspolitik Verheerendes gebracht habe. „Vielleicht müssen wir all das erdulden“, so die wenig optimistische Bewertung der aktuellen Zustände.

Douglas Kear Murray, britischer Autor und Publizist politischer Themen, sowie Leiter der politischen Denkfabrik „Centre for Social Cohesion (CSC)“, der sich selbst als „christlicher Atheist“ bezeichnet, zeigt sich äußerst besorgt über die Zustände in Europa. Zum einen erkennt er eine geistige Krise, die sich auch durch der Sonderstellung des Islams in Europa zeige. Murray, der für konservative Debattenmagazine wie Spectator und Standpoint schreibt, hat jetzt sein Buch mit dem Titel „The Strange Death Of Europe“ (der seltsame Tod Europas) veröffentlicht (JouWatch berichtete).

Viele Deutsche sterben lieber, als nach ehrlichen Antworten zu suchen

Darin kritisiert der Autor die Politiker Europas, die sich wissentlich gegen die Interessen der Bevölkerung handeln. Diese würden zwar sehen, dass sie in der Vergangenheit das Falsche getan haben. Eingestehen wolle sich das aber keiner, so Murray in einem aktuellen Interview mit der Basler Zeitung. Jedes Mal, wenn es in Deutschland einen Anschlag gebe, sei Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin, darauf angewiesen, dass die Schuld daran nicht ihr angelastet werde. Der jeweilige Attentäter dürfe also auf gar keinen Fall einer sein, der vor Kurzem auf ihre Einladung hin nach Deutschland gekommen sei, so die klaren Analyse des Autors.

Die „Einhelligkeit der politischen Klasse“ im Thema „Flüchtlingsfrage“ sei ebenso gestaltet. Es werde so getan, als könne man vernünftigerweise nur einer Meinung sein. All die Probleme, die Murray in seinem Buch beschreibe, werde Deutschland als letztes Land Europas verstehen. Bevor nicht die totale Katastrophe eintrete, werde Deutschland keine anständige Sprache finden, um überhaupt darüber zu reden. Viele Deutsche würden lieber sterben, als nach ehrlichen Antworten zu suchen.

Die Auswirkungen von Merkels Politik lässt sich an der schwindenden Zahl junger Männer auf der Straße ablesen

Wenn man eine liberale und harmonische Gesellschaft behalten wolle, dann könne man nicht die ganze Welt retten. Er könne verstehen, dass Merkel Bilder von zurückgewiesenen Immigranten an der deutschen Grenze vermeiden möchte. „Aber ist es richtig, etwas zu tun, für das die Gesellschaft über Generationen hinweg leiden könnte, nur um eine Woche schlechte Presse zu vermeiden?“, so die Frage des islamkritischen Autors, der feststellte, dass es grotesk sei zu behaupten, Europa wäre seinen Muslimen nicht gerecht geworden. Es sei mehrfach offensichtlich geworden, dass es der Islam ist, der Europa nicht gerecht wurde.

Murray zeigte sich im Interview überzeugt, dass Europa die Immigrationskrise ähnlich wird lösen müssen, wie es Australien getan hat, indem sie jene, die in ein Boot steigen, wieder zurückschicken müsse. „Ich war dieses Jahr in Nigeria. Passanten erzählten mir, man habe sofort gemerkt, dass nun mehr Leute gingen. Die Auswirkungen von Merkels Politik ließen sich an der schwindenden Zahl junger Männer auf der Straße ablesen“, so Murray, der in seinem aktuellen Buch ebenfalls die spirituelle Leere in Europa beklagt. Das bestehende Vakuum sei durch das Fehlen einer moralischen Instanz entstanden. Die Kirche habe vor Langem bereits aufgehört, irgendeinen Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.

Kirchen werden eine Art Greenpeace mit Gebeten 

Es fehle eine Kirche, die auf der Wahrheit ihrer eigenen Behauptungen beharre. „Die Pfarrer reden nun von sozialer Gerechtigkeit, von Ungleichheit und vielleicht noch darüber, unseren Nächsten zu lieben. Was sie sich noch vor zwanzig Jahren zu sagen getrauten, würden sie jetzt nicht mehr sagen. Sie sind versehrte Kreaturen. Ich sehe nicht, wie das Christentum bestehen soll, wenn der Islam die einzige geschützte Religion ist und die einzige, die ihre Prinzipien verteidigt, während alle anderen eine Art Greenpeace mit Gebeten werden.“

Murray hält es für möglich, dass Europa all das zur Gänze erst wird erdulden müssen. Wenn das der Fall sein wird und es wirklich so schlimm kommt, dann wäre die EU nicht viel mehr als eine Fußnote im Schlusskapitel des großen europäischen Geschichtsbuchs. Er hoffe zumindest, dass er ein paar Leute dazu bringen kann, zu realisieren, was derzeit in Europa geschehe. Aber wirklich rechnen tue er nicht damit. „Meine Erfahrung mit Politikern ist, dass diese Leute Entscheidungen, die sie gestern hätten treffen müssen, immer weiter hinausschieben“.

Douglas Murray VS Islam (in Englisch)

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