Deutschland und Frankreich wollen Online-Unternehmen höher besteuern

(Bild: Screenshot Aribnb, Screenshot Twitter)
Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire will Onlineportale zusammen mit Angela Merkel besteuern (Bild: Screenshot Aribnb, Screenshot Twitter)

Frankreich/Deutschland – Die Regierungen von Deutschland und Frankreich arbeiten an Vorschlägen, Internet-Unternehmen wie Airbnb und andere Onlineplattformen höher zu besteuern. Die EU-Kommission arbeite zwar am Thema, das dauert aber Frankreich und Deutschland zu lange.

Marcons Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire bezeichnete die aktuelle Situation, dass Online-Plattformen in Frankreich einen Umsatz von „Dutzenden Millionen“ Euro generieren, ihren Gewinne beim französischen Fiskus aber nur mit „einige Zehntausend Euro“ abführen, als „inakzeptabel“. Die Tageszeitung „Le Parisien“ hatte am Montag berichtet, Airbnb habe im vergangenen Jahr in Frankreich weniger als 100.000 Euro Steuern gezahlt, obwohl mehr als zehn Millionen Franzosen die Plattform nutzten. Es sei das gute Recht von Airbnb, in Frankreich aktiv zu sein. Es sei aber auch das Recht der französischen Regierung, von Airbnb und anderen Online-Plattformen einen gerechten Beitrag zu den öffentlichen Kassen zu verlangen, so Frankreichs Finanzminister.

Die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeite zwar bereits an dem Thema, sagte Le Maire. Dies dauere aber zu lange und sei „zu kompliziert“. Deutschland und Frankreich würden deswegen beim nächsten Treffen der EU-Finanzminister am 15. September in Tallinn einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen. (BS)

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