Allianz Deutscher Produzenten fordert: „Der Rundfunkbeitrag muß steigen“

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Christoph E. Palmer ist Geschäftsführer der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen in Berlin und sagt:                                                                                            „Dass wir ein solches Qualitätsfernsehen haben mit dieser Verlässlichkeit und Relevanz, das ist etwas, auf das wir stolz sein können. Und das uns auch etwas wert sein sollte.“

Was der werte Herr Palmer mit „Qualitätsfernsehen“ meint, erschließt sich mir nicht ganz.

Ein Kommentar von Thomas Schlawig

Ich tue mir dieses „Qualitätsfernsehen“, was immer sich dahinter verbergen soll,  schon seit gut zwei Jahren nicht mehr an. Weder das der öffentlich-rechtlichen Sender und schon gar nicht das der privaten Anbieter. Denn beide haben eines gemeinsam. Sie sind nicht mehr zu ertragen. Wozu soll dann der ohnehin schon über Gebühr geplagte Verbraucher eine Erhöhung der Rundfunkgebühren hinnehmen. Die derzeitige Rundfunkgebühr liegt pro Haushalt und Monat bei 17,50 €. Das ist eine Jahresgebühr von 210,00 €. In der Summe ergab das im Jahr 2015  8,131 Mrd. Euro, welche an die GEZ flossen. Da diese Gebühr alles andere als unumstritten ist, wird deren Zahlung zunehmend verweigert. Aus, wie ich finde, gutem Grund:

  • das angebotene Programm ist grottenschlecht,
  • es besteht nahezu vollständig aus Wiederholungen,
  • es bedient sich zunehmender Propaganda,
  • es wird gelogen und zensiert, daß sich die Balken biegen.

Den Qualitätsverlust im Deutschen Fernsehen hat Bundestagspräsident Lammert bereits im Jahr 2013 kritisiert. Er sagte, Zitat: „Im Fernsehen gehe es nur noch um die Quote und immer weniger um seriöse Informationen,[….].  Er stellte deshalb das System der staatlichen Rundfunkgebühren in Frage.“

Auch wurden bereits am 27.12.2009 im „Stern“ die ständigen Wiederholungen angeprangert. Zitat: „Obwohl sie über jährlich sieben Milliarden Euro Einnahmen verfügen, laufen in den öffentlich-rechtlichen Programmen ständig Wiederholungen.“

Zum Thema Propaganda habe ich mich bereits hier geäußert. Es ist unerträglich, wie von Seiten der Medien eine derartige Staatsnähe vollzogen wird, um Erstwählern den Weg zur „richtigen“ Partei zu weisen.

Die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten haben die Zensur  in einem Artikel vom 15.05.2015 thematisiert. Zitat:  „Offenbar entscheidet bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die Kanzlerin, was gedreht werden darf. Merkels Besuch in einer Berliner Schule erinnert an die Besuche Honeckers bei den Jungen Pionieren.“

Wie in ARD und ZDF gelogen wird, darüber kann sich der Leser in diesem Video ein Bild machen.

Wozu soll nun also der Rundfunkbeitrag steigen? Um neue Produktionen kann es ja wohl nicht gehen. Liegt der Grund nicht eher in den Kosten, welcher dieser Moloch selbst produziert und welche ihm allmählich über den Kopf zu wachsen drohen? Zitat: Viel zu lange haben ARD und ZDF ihren Mitarbeitern üppige Renten versprochen. Nun ersticken die Sendeanstalten an den hohen Kosten – und schielen schon auf die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag.“

Ganz besonders bunt treiben es in diesem Spiel die Intendanten, belaufen sich doch ihre Bezüge in einer Größenordnung von 237.000 Euro bis 399.000 Euro! Zum Vergleich, daß Gehalt von Frau Merkel liegt bei vergleichsweise niedrigen 225.840 Euro. Ob zu Recht oder Unrecht, ist hier nicht zu beachten.

Aus all diesen Gründen kann ich mich der Forderung der AfD, die Zwangsgebühr abzuschaffen, nur anschließen.

 

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