Vereinsmeierin? Gesellschaftliche Umerziehung mit der Brechstange

Schluss mit lustig - Reine Männerchöre verlieren Gemeinnützigkeit (Bild: Thomas Kohler; Men's choir; CC BY 2.0; siehe Link)

Zukünftig können Vereine nicht mehr die steuerlichen Vorteile der Gemeinnützigkeit genießen, wenn sie Frauen oder Männer als Mitglied ausschließen. Betroffen von diesem Urteil des Bundesfinanzhof (BFH) lässt Männergesangsvereine und Frauenchöre um ihre Existenz bangen. Was ist aber mit der katholischen Kirche, die Frauen das Priesteramt verwehrt oder Moscheevereinen, die Gläubige von Ungläubigen trennt?

Am 17. Mai urteilte der Bundesfinanzhof (BFH), dass Vereine, die Frauen oder Männer als Vollmitglieder ausschließen, nicht mehr die steuerlichen Vorteile der Gemeinnützigkeit geltend machen können.

Im vorgetragenen Fall Fall ging es um eine Freimaurerloge, die es Frauen verweigerte, an den Tempelritualen teilzunehmen. In seiner Pressemitteilung hatte der BFH explizit darauf hingewiesen, dass beispielsweise auch Schützenbruderschaften, Männergesangvereine oder Frauenchöre betroffen sein könnten.

Fast die Kaffeetasse aus der Hand befallen

„Beim Lesen dieser Meldung fiel mir fast die Kaffeetasse aus der Hand. Man muss sich diesen ideologischen Gleichmacherei-Unsinn einmal auf der Zunge zergehen lassen: In Zukunft bekommen reine Männer- oder Frauenchöre ihre steuerlichen Privilegien gestrichen, wenn sie nicht Gesangsliebhaber des anderen Geschlechts mitsingen lassen. Zudem können keine Spendenbescheinigungen mehr ausgestellt werden und eventuelle staatliche Förderung ist auch passé“, so Landtagsabgeordneter der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag und  Mitglied im Haushaltsausschuss.

(Bild: AfD)
Sächsischer AfD-Landtagsabgeordnete André Barth (Bild: AfD)

Wenn man diesen Nonsens auf weitere gesellschaftliche Bereiche überträgt, wird es immer irrer, so Barth weiter: „Fußballvereine müssten in letzter Konsequenz auch gemischte Mannschaften zulassen. Der katholischen Kirche werden alle Privilegien gestrichen, da nur Männer Priester werden dürfen. Und was ist mit dem türkischen Moscheeverein – dürfen jetzt auch wir Ungläubigen eintreten? Darf sich der Pferdeliebhaber in den Kaninchenzüchterverein einklagen? Scheinbar soll unsere Gesellschaft mit der Brechstange umerzogen werden, bis Genderideologie und Gleichheitsdogma in der letzten gesellschaftlichen Nische fest verankert sind.“

Im Fall der Kirche wird Gleiches nicht gleich behandelt

Deutschlands oberste Finanzrichtern stellten indes klar, Gleiches dann doch nicht gleich behandelt zu wollen.  Denn kirchliche Einrichtungen müssen nicht gemeinnützig sein, um steuerliche Vorteile zu genießen. So seien Klöster oder kirchliche Frauengemeinschaften nicht betroffen, da sie mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und einer Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts unterstehen, so WeltOnline. (BS)

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