Umwelthilfe beantragt 110-Millionen-Euro-Bußgeld gegen Porsche

(Bild: JouWatch)
Jetzt geht es Porsche an den Kragen (Bild: JouWatch)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat wegen unzulässiger Abgassysteme bei Dieselfahrzeugen beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Geldbuße von 110 Millionen Euro gegen Porsche beantragt. Damit wolle man einen „Präzedenzfall“ schaffen, so der DUH-Chef des klageberechtigten Vereins.

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), ein klageberechtigter Verbraucherschutzverband, gab am Mittwoch bekannt, wegen unzulässiger Abgassysteme bei Dieselauto beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Geldbuße von 110 Millionen Euro gegen Porsche beantragt zu haben.

DUH-Chef Jürgen Resch begründete den Schritt damit, dass die Umwelthilfe damit einen „Präzedenzfall“ schaffen wolle. Die DUH, die 2005 kein Problem damit hatte, von  Dieselrußfilter-Herstellern Spenden anzunehmen, ist im Zuge des Diesel-Skandals für zahlreiche Klagen gegen Autobauer wegen überhöhter Abgaswerte bekannt. Ebenfalls fordert der Verein, dem Kritiker vorwerfen, „ein von Abmahnungen lebender Interessenverein“ zu sein, ein Fahrverbot in Städten.

Ende Juli hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für europaweit 22.000 Fahrzeuge des Typs Porsche Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Motor einen Pflicht-Rückruf angeordnet. In den Autos sei eine illegale Abgas-Software eingesetzt. Es dürfen vorerst auch keine neuen Wagen des Typs auf die Straße. (BS)