Ceuta schließt die Grenzen

(Foto: Screenshot/Youtube
Der Sturm auf Europa (Foto: Screenshot/Youtube)

Die Lage in der spanischen Enklave Ceuta ist angespannt. Nachdem es am Montag 200 illegalen Migranten aus Afrika gelungen ist, die Grenzanlagen zu stürmen (In einem Video ist zu sehen, wie einem Polizisten beim Versuch die Masse aufzuhalten, das Bein gebrochen wird), sahen sich andere ermutigt, es auch zu versuchen.

Mit selbstgebauten Speeren, Stöcken, scharfen Gegenständen und Steinen bewaffnet versuchten etwa 1000 Migranten aus der Subsahara am Dienstag ihren Fuß auf spanischen Boden zu setzen. Der Polizei gelang es, die Angreifer zurückzuhalten. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Polizisten verletzt.

Nun haben die Behörden die Grenzen von Ceuta für eine Woche komplett geschlossen, da in Marokko immer mehr Afrikaner ankommen, die nach Europa wollen. Ceuta macht die EU für die steigende Zahl von illegalen Einwanderern verantwortlich. „Einwanderung ist ein europäisches Problem, kein spanisches“, geben die Betreiber eines Migrantencenters bekannt, die von dem Ansturm überfordert sind.

Der Regierungsdelegierte in Ceuta Nicolás Fernández Cucurull machte eine Sicherheitslücke in der Überwachung für die erfolgreiche Stürmung der Grenze am Montag verantwortlich und erklärt ebenso: „Es ist nicht unser Problem und wir werden es auch nicht lösen können. Es ist ein Problem der EU, weil die Einwanderer über unsere autonomen Städte die EU erreichen können. Sie wollen weiter nach Frankreich und Deutschland.“

Diese Woche verhaftete die spanische Polizei 19 Nordafrikaner, die sich nach einem Jahrmarkt in den Lastern der Veranstalter versteckt hatten, um auf diesem Weg auf EU-Gebiet zu gelangen

Ceuta entwickelt sich zum Magneten für afrikanische Einwanderer, da es neben Melilla die einzige Landgrenze zwischen Afrika und Europa hat. Sechs Meter hohe Zäune in drei Reihen, Geräusch-und Bewegungsmelder sollen die spanischen Frontstädte vor den afrikanischen Einwanderern schützen. (MS)

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