Trump schlägt ISIS: „Sie werden in Rakka sterben“

Foto: Gage Skidmore/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/
US-amerikanischer Präsident Donald Trump (Foto: Gage Skidmore/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Seitdem Donald Trump im Amt ist erzielt die anti-ISIS-Koalition enorme Fortschritte, berichtet die Trump-kritische Washington Post. Grund sei die größere Entscheidungskompetenz für Befehlshaber vor Ort und eine neue Umzingelungsstrategie.

Von Collin McMahon

Ein Drittel aller Geländegewinne seit Gründung der Koalition 2014 wurde in den letzten sechs Monaten erzielt, so Brett McGurk, der Abgesandte des US-Außenministeriums an die anti-ISIS-Koalition. Seit der größten Ausdehnung 2015 habe ISIS 70.000 km2 verloren, davon 21.000 km2 unter Trump.

Die anti-ISIS-Koalition habe bereits 45% der ISIS-„Hauptstadt“ Rakka befreit. Die etwa 2.000 in Rakka verbliebenen ISIS-Kämpfer würden „vermutlich dort sterben“,  sagte McGurk, der denselben Posten unter der Obama-Regierung innehatte.

Die raschen Erfolge gegen ISIS unter Trump seien auf zwei Faktoren zurückzuführen: Eine gesteigerte Entscheidungskompetenz der Kommandeure im Feld und weniger Mikromanagement aus Washington, sowie eine neue Strategie der „totalen Vernichtung“. Wenn eine ISIS-Hochburg angegriffen werde, würde nun dafür gesorgt, dass sie hermetisch abgeriegelt werde, damit die ISIS-Kämpfer nicht entkommen könnten.

Die diplomatischen Spannungen zwischen Washington und Moskau hätten keinen negativen Einfluss auf den Kampf in Syrien, so McGurk. Südlich von Rakka und am Euphrat habe man sich auf „Dekonfliktlinien“ geeinigt, damit die von Russland unterstützten Regierungstruppen nicht mit den von den USA geförderten Rebellen in Konflikt gerieten. Es gebe weiterhin eine „tägliche“ Abstimmung auf militärischer Ebene zwischen USA und Russland, so McGurk.

Quelle: U.S. State Department
Quelle: U.S. State Department