GoogleGate: Das Manifest des Frauenhassers

(Foto: Collage/Basis Shutterstock
Wenn die Linken das Internet übernehmen ist es aus mit der Freiheit (Foto: Collage/Basis Shutterstock)

„Ich lege Wert auf Vielfalt und Inklusion, will nicht leugnen, dass Sexismus existiert, und lehne Stereotypen ab.“ So beginnt das #GoogleManifesto, wegen dem der junge Ingenieur James Damore gestern gefeuert wurde.

 Von Collin McMahon

Die Medien titelten jedoch, „Google entlässt Mitarbeiter wegen sexistischem Text“ (Die Zeit), „Google-Entwickler nach sexistischem Schreiben gefeuert“ (Die Welt) und „Google feuert Frauenhasser“ (Blick).

„Sexismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz stehen für viele Frauen leider immer noch an der Tagesordnung,“ behauptete Jessica Tomala bei Giga.de ohne Belege anführen zu müssen. „Vielleicht schlug deshalb ein – wie ich finde – ziemlich sexistisches Manifest eines Google-Mitarbeiters ein, wie eine Bombe. Seine Meinung mal heruntergebrochen: Frauen haben eigentlich nichts im Tech-Bereich zu suchen. Und schuld daran sind natürlich unsere Gene. Einen größeren Mist habe ich selten gelesen.“

Ein glatte Lüge, natürlich. Vielleicht hätte die Tagesspiegel-Autorin, die es trotz allgegenwärtigem Rape Culture Patriarchat und himmelsschreiendem Sexismus immerhin zur erfolgreichen Journalistin mit knallhart recherchierten, emanzipatorischen High-Tech-Themen wie „Hip Hop Yoga: So hart ist der Trendsport!“ und „Durch Yoga ist Cathy Hummels noch glücklicher“ geschafft hat, tatsächlich mal das „sexistische Manifest“ lesen sollen, bevor sie es als „Mist“ abtut.

Im Grunde geht es um die Frage, warum – nach 50 Jahren Gleichberechtigung und allen möglichen Quoten und Förderungen für Frauen in Technik – 80% der Ingenieure bei Firmen wie Google immer noch Männer sind.  Unter dem selbstironischen Titel „TL;DR“ („zu lang; nicht lesen“) elaborierte James Damore in seinem internen Papier auf stereotyp pedantischer Nerd-Manier seine Kernthese:

– Die politischen Vorurteile bei Google setzen Freiheit vor Beleidigung mit psychischer Sicherheit gleich. Die Mitarbeiter durch Furcht zum Schweigen zu bringen ist jedoch das Gegenteil von psychischer Sicherheit.

– Dieses Schweigegebot schafft eine ideologische Echokammer, wo manche heilige Kuh nicht mehr offen und ehrlich diskutiert werden kann

– Diese fehlende Dikussionskultur begünstigt die extremeren, autoritären Elemente dieser Idelogie.

– Extrem: Alle Ungleichverteilungen sind das Resultat von Unterdrückung

– Autoritär: Wir sollten diskrimieren, um diese Unterdrückung wettzumachen

– Unterschiedliche Veranlagungen bei Männern und Frauen könnten erklären, warum wir keine 50%ige Beteiligung von Frauen in Technik und Management erreichen

– Diskriminierung zum Zweck der Gleichverteilung ist unfair, trennend und schlecht fürs Geschäft

Diese durchaus diskutablen Punkte belegt Damore auf 10 Seiten mit Fußnoten und Quellen anerkannter wissenschaftlicher Forschung. Er geht auf Wege ein, wie eine höhere Beteiligung von Frauen in der IT-Industrie zu erreichen wäre, und geht auf die professionellen und menschlichen Defizite der männlichen „Nerds“ ein: „Frauen interessieren sich im Allgemeinen mehr für Menschen und Männer für Dinge… Männliche Geschlechterrollen sind inflexibel. Wenn wir eine Feminisierung der Männerrolle erreichen, würde der Gender Gap schrumpfen.“

So klingt also das „sexistische Manifest“ (nicht zu lang; lohnt sich zu lesen!) des „Frauenhassers“. Nun wurde er wegen seiner Meinung entlassen, es gäbe keine Meinungsfreiheit bei Google. Stattdessen würden „Mitarbeiter durch Furcht zum Schweigen“ gebracht, da „manche heilige Kuh nicht mehr offen und ehrlich diskutiert werden kann.“

Der kanadische Komiker Gavin McInnes sagte dazu, „Die politische Korrektheit begann für mich 2005, als der Präsident von Harvard Larry Summers es wagte zu fragen, ober es vielleicht mehr Männer in MINT-Berufen gäbe, weil es ihnen von der Veranlagung mehr liegt. Er wurde gefeuert. … Das ist wirklich ein Krieg gegen die Wahrheit, gegen Fakten, der hier geführt wird. Wenn es einen Ort gibt, wo man Daten und Fakten kennt, ist es Google. Die haben dort ein paar der klügsten, fähigsten Typen, im Grunde sind das Mathe-Genies, die den besten Weg gefunden habe, mit diesen Unmengen von Daten umzugehen. Ich war bei Google in New York zu Besuch. Da sind nur weiße Männer und Asiaten. Die einzigen Schwarzen und Latinos dort sind die Securities. Das liegt daran, weil es nur um Begabung ging, die Fähigkeit, mit diesem fast unermesslichen Datenstrom fertig zu werden. Das ist wie bei der Basketballliga NBA: Dort gibt es wahnsinnig viel große schwarze Typen. Ist mir egal wieso – Hauptsache sie können richtig gut Basketball spielen! Aber bei Google ist das wie bei „Jäger des verlorenen Schatzes“: Sie haben die Bundeslade irgendwo versteckt, und wissen, wenn sie sie aufmachen, wird die ganze linke Agenda dahinschmelzen wie die Gesichter der Nazis bei Indiana Jones.“