Anabel Schunke hat mal eine Frage an das ZDF

Ich habe mal für Euch das ZDF belästigt und schrieb am 06.08. folgende Mail an die Redaktion der Sendung 37 Grad:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Dokumentation „Rettung in letzter Sekunde“ im Rahmen der Sendung „37 Grad“ begleiten Sie den Studenten Titus, der sich aufgemacht hat, um im Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Hierbei begleiten Sie die „Retter“ intensiv bei Ihrer Arbeit auf dem Schiff Iuventa. Was allerdings schon damals etwas zu kurz kam, war meines Erachtens die kritische Betrachtung des Engagements dieser jungen Menschen, die schon damals im Verdacht standen, mit Schleppern zu kooperieren und erst Anreize für Migranten und Flüchtlinge zu schaffen, sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu begeben.

Die Iuventa wurde ja nun, wie Sie den Nachrichten der letzten Tage entnehmen konnten, von der italienischen Küstenwache beschlagnahmt. Der 147-seitige Bericht zur Begründung dieser Maßnahme legt eindeutige Beweise offen, dass der Verdacht begründet war und man nicht nur eng mit Schleppern kooperierte, sondern Migranten und Flüchtlinge teils nur 1,3 Kilometer vor der libyschen Küste abholte.

Wäre es vor diesem Hintergrund nicht eventuell angebracht, von Ihrer Seite Stellung zu beziehen und im Sinne der Ausgewogenheit der Berichterstattung und politischen Bildung vielleicht noch einmal über einen ergänzenden kritischen Beitrag nachzudenken, der diesen Sachverhalt aufarbeitet?

Über eine baldige Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
Anabel Schunke“

Daraufhin erhielt ich heute folgende Antwort:

„Sehr geehrte Frau Schunke,

Vielen Dank für Ihr Interesse an 37°. Wie Sie schon in Ihrer mail erwähnt haben, ging es in unserem Film darum, den Studenten Titus zu begleiten, dabei wurde das Geschehen auf dem Schiff zwei Wochen lang dokumentiert. In dieser Zeit wurde keine Zusammenarbeit mit Schleppern festgestellt. Wenn sich der Vorwurf, dass es doch eine Zusammenarbeit mit Schleppern gegeben hat, mit entsprechendem Urteil bestätigen sollte, werden wir diesen Sachverhalt aufgreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Silvia Schmidt-Kahlert“

Irgendwie sind diese Korrespondenzen mit dem Öffentlich-Rechtlichen immer unbefriedigend.