USA werden wichtiger für Russland als Handelspartner, mehrere europäische Länder verlieren

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Der Handel zwischen den USA und Russland blüht und die dumme deutsche Regierung schaut als Verlierer zu (Foto: Durch Travel mania/Shutterstock)

Es sind allerdings nicht nur die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die zu dieser Entwicklung führten, zumal die Vereinigten Staaten kürzlich ihre eigenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland verstärkt haben, sondern die allgemein niedrigen Rohstoffpreise, wie Forbes berichtet.

Von Ingmar Blessing

Vor allem die nach wie vor niedrigen Öl- und Gaspreise haben dazu geführt, dass der Russlandhandel für Europa relativ schwächer wurde. Auch der Handel zwischen Russland und den USA direkt verringerte sich um gut ein Viertel, allerdings fiel die russische Geschäftstätigkeit mit Europa noch viel stärker, wodurch die USA für Russland paradoxerweise nun wirtschaftlich bedeutender sind denn je.

Insgesamt fiel der russische Export aufgrund des hohen Rohstoffanteils mit allen Ländern, wobei der Tiefpunkt für russische Ausfuhen im vergangenen Jahr erreicht wurde und es wieder leicht nach oben geht, wenn auch nicht mit den westlichen Handelspartnern, von denen die meisten Russland noch immer Wirtschaftssanktionen belegt haben. Trotzdem sind die wichtigsten Handelspartner mit China (38 Millarden Dollar in 2017), Deutschland (22,9 Milliaden) und den Niederlanden (20,6 Millarden) die selben wie zuvor. Ohne die bestehenden Sanktionen wären die Exporte nach Deutschland und in die Niederlanden allerdings bedeutend größer als jene nach China. Die Exporte nach Italien dagegen fielen binnen eines Jahres um über die Hälfte auf knapp 11 Milliarden Dollar.

Der Handel mit den USA fiel um gut ein Viertel auf nun ebenfalls knapp 11 Milliarden Dollar. Aufgrund der viel größeren Verluste einiger eurpäischer Länder sind die USA laut russischen Zahlen nun aber der sechstwichtigste Handelspartner für Russland, wie Forbes berichtet.

Das einzige Land, das ganz von der Liste der wichtigsten Handelspartner fiel ist die Ukraine. Dort führte der aktuelle Stellvertreterkonflikt zwischen Russland und westlichen Mächten zu einem rabiaten Abbruch der wirtschaftlichen Verbindungen zum Westteil der Ukraine, da sich nach der Krim auch der gesamte Osten der Ukraine als „Neurussland“ abspalten will. Es heisst sogar, dass die Westukraine zukünftig sogar nicht mehr mit Kohle aus dem nebenan liegenden Donetskbecken beliefert werden soll, sondern den Rohstoff zukünftig aus den USA beziehen wird, was zur neuen kohlefreundlichen Wirtschaftspolitik der US Regierung passt, während Siemens etwa massive Probleme hat mit dem Verkauf von Turbinen auf der nun russischen Krim.

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