C-Star: Soros blockiert Häfen in Tunesien

„Spontane Demostration“ in Tunesien Foto: Twitter / Giulia Bertoluzzi
„Spontane Demostration“ in Tunesien Foto: Twitter / Giulia Bertoluzzi

„Lasst nicht das Rassismus-Schiff die Häfen besudeln“ titelte die ehemals konservative Die WELT aus dem Merkel-Lager. „Schiff von Rechstextremen sitzt erneut fest“ schrieb Schwestersender n-tv. „Kein Sprit für Rechtsextreme: C-Star hat Problem in Tunesien“ schrieb Der Westen der SPD-nahen Funke Mediengruppe. Alle hatten – mit wechselnden Überschriften – eine Meldung der AFP übernommen, die mittlerweile nicht mehr verfügbar ist:

In Tunesien hat sich eine mächtige Arbeiterorganisation an der Blockade eines Schiffs rechtsextremer Flüchtlingsgegner aus Deutschland, Frankreich und Italien beteiligt. Der mit dem Friedensnobelpreis 2015 ausgezeichnete Gewerkschaftsdachverband UGTT rief dazu auf, die Landung der von sogenannten Identitären gecharterten „C-Star“ abzuwehren. Zuvor hatten bereits tunesische Fischer in zwei Häfen verhindert, dass das Schiff dort anlegen konnte.

 In dem Gewerkschaftsaufruf hieß es: „Lasst nicht das Rassismus-Schiff die tunesischen Häfen besudeln! Vertreibt sie, wie es eure Brüder in Zarzis und Sfax getan haben!“ Die „C-Star“ befand sich unterdessen nach Angaben von Tracking-Portalen zur Auswertung maritimer Daten südöstlich des Hafens Sfax am Rand der tunesischen Hoheitsgewässer und bewegte sich nicht.

 Die rechtsextreme Identitäre Bewegung will Migranten mit dem Schiff „C-Star“ abfangen und in ihre Heimatländer zurückbringen…

 Die Aktion Defend Europe will in Zusammenarbeit mit der italienischen und libyschen Küstenwache die Arbeit der umstrittenen NGOs vor der Küste Libyens beobachten. Dafür dass die C-Star entgegen ihrem ausdrücklichen Bekunden Migranten „abfangen und in ihre Heimatländer zurückbringen“ wolle, liefern diese Zeitungen keinen Beweis, auch nicht dafür, dass die Identitäre Bewegung entgegen ihrer eigenen Aussage „rechtsextrem“ oder „rassistisch“ sei.

Momentan befindet sich die C-Star auf halber Strecke zwischen Sfax und Lampedusa. Möglich dass die Aktivisten lieber einen anderen Hafen anlaufen oder ein Versorgungsschiff nutzen, statt sich mit ein paar radikalisierten Demonstranten anzulegen. Man muss sich allerdings fragen, wieso eine Gewerkschaft das Recht hat einen Hafen zu sperren und der Mannschaft lebenswichtige Versorgungsgüter zu verwehren – vor allem da Tunesien nicht gerade dafür bekannt ist, selber viele „Flüchtlinge“ aufzunehmen.

Im Gegenteil stammen die LKW-Massenmörder Anis Amri (12 Tote am Breitscheidplatz) und Mohamed Lahouaiej-Bouhlel (86 Tote in Nizza), ebenso wie der Charlie-Hebdo-Drahtzieher Boubaker el Hakim (12 Tote in Paris) aus dem nordafrikanischen Staat.

Tunesische Gewerkschafter bekommen etwas Hilfe bei ihren Schildern Foto: Twitter / Giulia Bertoluzzi
Tunesische Gewerkschafter bekommen etwas Hilfe bei ihren Schildern
Foto: Twitter / Giulia Bertoluzzi

Man könnte sich fragen, wie eine solche Aktion so schnell entstehen konnte, nur weil die C-Star mehr oder weniger spontan Kurs auf Sfax nahm. Eng begeleitet und vielleicht etwas angestoßen wurde die Aktion durch eine freie Korrespondentin in Tunesien namens Giulia Bertoluzzi, die für die Portale Inkyfada und Nawartpress schreibt, und wohl auch für die AFP-Meldung verantwortlich ist, die alle deutschen Medien übernommen haben. Nawartpress bezeichnet sich als „Kollektive unabhängiger Journalisten“, die „Geschichten jagen“ und „NGOs Unterstützung, Medienpräsenz und Sichtbarkeit bieten“.

Inkyfada, dessen Name vermutlich Sympathie mit der gewaltsamen Intifada in Israel ausdrücken soll, war zusammen mit der Süddeutschen Zeitung und etwa 100 anderen, vornehmlich linken Medienpartnern wie Ha’aretz und The Guardian an der Aufdeckung der sog. Panama Papers beteiligt, die von George-Soros-Stiftungen International Consortium of Investigative Journalists und Open Society West Africa  finanziert wurde. Es gehört zur Mediengruppe Al Khatt, die laut eigener Website 2016 mit $110.196 und 2017 mit $112.232 von der Open Society Stiftung finanziert wurde.

Open Society unterhält in Tunesien ein Regionalbüro, um „unabhängigen Journalismus“ zu fördern sowie enge Verbindungen zur Gewerkschaft Union Générale Tunisienne du Travail, die jetzt den „spontanen Protest von Fischern“ in tunesischen Häfen organisiert haben sollen.

Open Society finanziert auch die englische NGO Hope Not Hate, die die falschen Anschuldigungen gegen Defend Europe im Suez-Kanal und auf Zypern lanciert haben.

Und so schließt sich der Kreis wieder.

Das Spendenaufkommen für Defend Europe hat jetzt $200,000 überschritten.