Weltbürger vs. Reichbürger

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Das deutsche Unterfankerierungsdrama (Foto: Screenshot)

Portobetrug durch Reichsbürger. Die Linke ermittelt. Und stellt genau die Fragen, die die Reichsbürger auch stellen. Wie ist eigentlich die Rechtslage?

Von Volker Kleinophorst

Die „Weltbürger“ der Partei „Die Linke“, früher bekannt als SED, machen sich Sorgen um Deutschlands Finanzen. Laut Medien, so in einer kleinen Anfrage vom 18.7. dieses Jahres, häuften sich die Fälle, wonach Personen aus dem sogenannten Reichsbürgermilieu Briefe mit nur vier Cent unterfrankieren oder sogar nicht frankierte Briefe mit dem Vermerk „Gebührenfrei Kriegsgefangenenpost“ verschicken.

Die „Weltbürger“ in dem Fall die Sarah, der Dietmar und die ganze Fraktion: Nach Medienberichten sollen vereinzelt solche Briefe tatsächlich zugestellt worden sein. Die Post könne nicht ausschließen, dass wohl „Einzeltäter“ durchgerutscht seien.

Ein paar Fakten vorweg:

  1. Bei den „Reichbürgern“ handelt es sich um maximal 8.500 Personen, wahrscheinlich eher nur 5.000. Kurz: Sie zweifeln die Rechtmäßigkeit der BRD an.
  2. Es gibt schon lange keine 1 und 2 Cent-Marken mehr. 3 Cent ist die kleinste Größe. Wie man damit 4 Cent frankieren will, kann nur jemand berechnen, der Marxismus-Leninismus studiert hat.
  3. Es hat eine Schießerei zwischen einem „Reichsbürger“ und Polizei gegeben. Der “Reichsbürger“ wurde erschossen. Ein ziemlich undurchsichtiger Einzelfall. Traumatisiert gilt aber bei Deutschen nicht, obwohl es hier um eine Zwangsräumung ging.

Rechnen wir also mal hoch, was mag da für ein Schaden entstanden sein, bei sagen wir ruhig 10.000 Reichsbürgern? Wie viele Briefe mögen die wohl schreiben, so pro Tag. Die haben doch sicher auch e-mail, sms, den ganzen Quatsch, den jeder hat. Wie viele Briefe schreiben Sie pro Woche?

Da es keine belastbaren Zahlen gibt, muss man schätzen. Ich wäre überrascht, wenn es um mehr als 5.000 € geht. Dafür kann man gerade mal einen MUFL, einen dieser ewig 17jährigen mit Vollbart, einen Monat unterhalten.

Ich hätte zur Anfrage ein paar Fragen an die „Linke“:

  1. Habt ihr keine anderen Sorgen?
  2. Wie viel Zeit und damit Steuergeld in die kleine Anfrage geflossen und in welchem Verhältnis steht es zu einem „vermeintlichen Schaden“.
  3. Es werden sehr viele Fragen zum völkerrechtlichen Status Deutschland gestellt und den daraus resultierenden Regeln für den Postverkehr. Wenn Sie nicht wissen, wie die Rechtslage ist, worin irren sich die „Reichbürger“ eigentlich genau?
  4. Nach dem aktuellen Verständnis sind die Reichsbürger ja eine Minderheit. Wieso genießt diese Minderheit keinen Schutz?
  5. Wo ist das Geld der SED, deren Rechtsnachfolger die Linke ja ist? (Diese Frage sollte man grundsätzlich stellen.)

Die „Weltbürger“ kommen ja auf 14 Fragen. Mein Favorit, die 6.:

„Inwieweit hat das Abkommen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und dem Weltpostverein aus dem Jahre 1875 noch Gültigkeit bzw. welche Nachfolgeabkommen sind an seine Stelle getreten?“

Sieht aus wie: Von nix eine Ahnung. Hab ich übrigens auch nicht, in diesen „Reichbürger“-Fragen zwischen Haager Landkriegsordnung und irgendwelchen Postabkommen. Kompliziert, etwas für einen Fachanwalt. Würde ich dazu allerdings eine Anfrage stellen, hätte ich mich sicher schlau gemacht. Aber den „Weltbürgern“ geht es ja nicht ums Geld. Es geht um den Kampf gegen Rechts, was immer das heute noch ist. Ach ja, jeder der die schwachsinnige Politik des Allparteienkartells ablehnt.

Man kämpft also weiter ungerührt dafür, jeden ins Land zu lassen, ungeprüft, ohne Papiere, verteilt Steuergelder an die Antifa und richtet hier mit den anderen Mitgliedern der Einheitspartei, die eben heute CDU heißt statt SED, einen Milliardenschaden an, nicht nur in der Migrationspolitik übrigens, und ruft zum Halali auf Portobetrüger.

Genau Portobetrüger, nicht etwa Asylbetrüger, Sozialbetrüger oder gar Terroristen.

Hier gibt man den Rächer der Enterbten wegen ein paar tausend Euro, deren Eintreiben mehr Geld kostet, als es bringt.

Portobetrug hat die Linke natürlich nicht nötig. Das zahlt ja alles der Steuerzahler. Und sicher reden wir da von mehr als ein paar Tausend Euro.

Im Volksmund steht „link“ für unehrlich, hinterlistig, verschlagen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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