US-Militärs fürchten IS-Kämpfer in ihren eigenen Reihen

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Erkennen Sie den IS-Terroristen (Foto: Durch BPTU/Shutterstock)

Ermittler des amerikanischen Verteidigungsministeriums haben ein „mögliches Sicherheitsrisiko“ innerhalb der US-Streitkräfte ausgemacht.

Von Marilla Slominski

Das MAVNI Programm, dass unter Präsident Obama im Jahr 2009 durchgesetzt wurde und es 10 000 im Ausland geborenen und in den USA lebenden Migranten ermöglichte, bei den Streitkräften zu arbeiten, wird jetzt zum Problem.

Im Gegenzug für ihre Arbeit beim Militär erhielten die Migranten die amerikanische Staatsbürgerschaft. Das MAVNI Programm, das ursprünglich dazu gedacht war, Dolmetscher und Menschen mit anderen besonderen Fähigkeiten kurzfristig zur Unterstützung einstellen zu können, entwickelte sich unter Obama zum Erfolgsschlager und ermöglichte auch Ausländern als Fahrer, Mechaniker und Köche in militärische Bereiche vorzudringen.

Inzwischen wird befürchtet, ausländische Kräfte könnten auch kritische Bereiche infiltriert haben und so ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Das Verteidigungsministerium habe keine Antworten auf die Fragen „Wer sind die Leute, was wissen sie, wo genau arbeiten sie und wie viele sind es?“ erhalten und inzwischen überlegt, das Programm aus Sicherheitsgründen auszusetzen, heißt es in einem Bericht von Fox News.

Die größte Angst für die Sicherheitsbehörden ist, dass der IS, al-Qaida oder andere Terrororganisationen das Programm genutzt haben könnten, um ihre Kämpfer einzuschleusen.

„ISIS hatte immer das Bedürfnis, die Migration zu nutzen um in andere Länder einzudringen. Das haben sie in Europa durch die offenen Grenzen erfolgreich geschafft. In den USA ist ihnen das in diesem Ausmaß noch nicht gelungen. Wenn dieses Programm die Möglichkeit dazu bietet, muss es sorgfältig überprüft werden“, warnt der US General Jack Keane.

Auch in Deutschland liegen die Pläne zur Öffnung der Bundeswehr für Ausländer auf dem Tische. Laut Soldatengesetz ist derzeit die deutsche Staatsbürgerschaft Voraussetzung für eine Einstellung als Berufs- oder Zeitsoldat. Das soll sich nach den Vorstellungen der Bundesregierung bald ändern. „Nicht zuletzt böte die Öffnung der Bundeswehr für Bürgerinnen und Bürger der EU nicht nur ein weitreichendes Integrations- und Regenerationspotenzial für die personelle Robustheit der Bundeswehr, sondern wäre auch ein starkes Signal für eine europäische Perspektive“, heißt es im Kapitel zur künftigen Personalstrategie der Streitkräfte“, berichtete die Welt.