Flüchtlinge – die neuen Kapitäne der Landstraße?

(Symbolfoto: Durch Africa Studio/Shutterstock
Ein Kapitän der Landstraße (Symbolfoto: Durch Africa Studio/Shutterstock)

In den letzten Wochen und Monaten gab es ja immer wieder diese schrecklichen Meldungen, dass irgendwelche Pkw- oder Lkw-Fahrer aus unerklärlichen Gründen ungebremst in Menschenmengen gerast sind. Insofern ist der aktuelle Jubel-Artikel im Soester-Anzeiger eigentlich eher mit Vorsicht zu genießen:

Die Diakonie Ruhr Hellweg unterstützt zwar eine ganze Reihe von Projekten, um die Integration von Flüchtlingen zu unterstützen – die Idee, sie und andere Einwanderer zu „Kapitänen der Landstraße“ zu machen, wurde aber an einem Küchentisch geboren.

In der DSF-Verkehrsfachschule werden nun seit knapp drei Wochen 13 Teilnehmer aus verschiedenen osteuropäischen Ländern, aber auch aus Syrien und Eritrea, getestet, ob sie das Zeugs zum Berufskraftfahrer haben. Und die Ausbilder scheinen begeistert zu sein:

 „Die Teilnehmer sind hochmotiviert“, lobt Holger Forsboom von der Verkehrsfachschule. Dort wo es einmal Sprachprobleme gebe, könnten die in aller Regel schnell gelöst werden.

Im Dezember werden die Teilnehmer geprüft – in deutscher Sprache. Hoffen wir, dass die neuen Kapitäne der Landstraße bis dann wenigstens den Unterschied zwischen Gas- und Bremspedal kennen.

Aber vielleicht ist der Begriff „Kapitäne der Landstraße“ auch nicht wirklich gut gewählt – bei Menschen, die unter größten Schwierigkeiten gerade das Mittelmeer geschafft haben.

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