Die Agent*In geht vorübergehend offline

(Bild: Screenshot)
Der Online-Pranger „Agent*In“ soll weitergeführt werden (Bild: Screenshot)

Der Online-Prager „Agent*In“ der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, der „antifeministische“ Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen“ im Stil der Amadeu-Antonio-Stiftung denunzierte, ist nach massiver Kritik jetzt erst mal „vorübergehend offline“. „Wir kommen aber wieder!“, so die unverhohlene Drohung.

Das zur Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung gehörende Gunda-Werner-Institut veröffentlichte Ende Juni unter dem richtungsangebenden Namen „Agent*In“ ein „Anti-Gender-Network“ (JouWatch berichtete) . Auf dieser, im Lexikonstil aufgemachten Webseite, wurden „antifeministische“ Personen, Parteien, Organisationen, Ideologien und Kampagnen aufgelistet, die den „Agent*Innen“ unangenehm aufgefallen sind.

Nachdem der Denunziantenstadel loslegte, habe die Zahl der Kritiker bereits in kürzester Zeit die Zahl jener überstiegen, die von den linken Gesellen an den öffentlichen Pranger gestellt worden waren, so Tichys Einblick.

Nun ist auf der Agent*In- Internetseite zu lesen:

Wir kommen wieder!

Die Agent*In geht vorübergehend offline.

Die Agent*In hat intensive Debatten ausgelöst und zeigt: unser politisches Anliegen ist hochaktuell und notwendig. Unser Ziel ist es, dass unterschiedliche Lebensentwürfe selbstbestimmt und in Freiheit gelebt werden können.

Bedauerlicherweise hat die gewählte Form die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu Antifeminismus überlagert.

Deshalb werden wir die Seite erweitern und überarbeiten.
 Wir werden sie verständlicher und vielfältiger machen. Anregungen dazu können über [email protected] eingebracht werden.

Wir sind ein ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk aus etwa 180 Menschen, die sich wissenschaftlich, theoretisch und aktivistisch mit Antifeminismus auseinandersetzen.

Antifeminismus ist wesentliches Element der rechtspopulistischen Ideologie und Bewegung. Zunehmend finden sich jedoch gender- und feminismusfeindliche Argumentationen in den Diskursen der gesellschaftlichen Mitte.

Für uns bleibt die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung dazu eine Aufgabe, der wir uns stellen.

Die Redaktion

Euch vermisst keiner

Wirklich vermisst werden die linken Meinungsdiktatoren mit linientreuem Denunziationswillen mutmaßlich wohl nur von Heiko Maas und seinen Genossen aus der gleichgesinnten Amadeu-Antonio-Stiftung.

Menschen mit gesundem Verstand haben offensichtlich die Nase langsam aber sicher gestrichen voll von dieser abartigen Mischpoke. (BS)

Bedauern klingt anders: Kommentarbereich des Online-Prangers (Bild: Twitter)