Zweierlei „Maas“ auch in den USA

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NetzDG: Wo ist der Verbrecher? (Foto: Pixabay)

In Estherwood, Louisiana, ist der stellvertretende Polizeichef Wayne Welsh zurückgetreten, wie die britische dailymail berichtet. Estherwood ist eine fast völlig weiße Gemeinde von weniger als 1.000 Einwohnern. Was war passiert?

Welsh hatte drei Tage vorher ein Facebook-Meme geteilt. Zu sehen war ein gemaltes Bild, das eine Mutter dabei zeigt, wie sie ihrer blonden Tochter in einer Badewanne den Kopf unter Wasser drückt. Bildunterschrift: „When your daughters first crush is a little n***o-boy“ (Wenn die erste Liebe Ihrer Tochter ein kleiner N***rjunge ist).

Daraufhin war bei Facebook die Hölle los und kurze Zeit später auch bei Twitter. Welsh´s geteiltes Meme wurde mehrere zehntausendmal retweetet, ein Shitstorm brach über ihn herein, obwohl Welsh sein geteiltes Meme inzwischen wieder gelöscht hatte. Vorher hatte der stellvertretende Polizeichef des kleinen Ortes aber durch einen Rechtfertigungsversuch dafür gesorgt, daß die Empörungswelle ins Gigantische anwuchs. Er schrieb: „Na ja, da habe ich etwas gepostet, das eine Menge Leute aufgeregt hat. Tut mir leid. Ich wünsche euch einen gesegneten Tag.“ Das ergänzte er wenig später durch: „Ich habe den Beitrag eines Anderen geteilt und jetzt sind alle böse auf mich, auch die Facebook-Polizei. Die Leute spielen eben gern die Rassenkarte, weil sie wollen, daß die Leute denken, du seist ein schlechter Kerl.“

Welshs Vorgesetzter und langjähriger Freund Ernest Villejoin, der Polizeichef des kleinen Ortes, zeigte sich entsetzt über das Facebook-posting seines nunmehrigen Ex-Stellvertreters Wayne Walsh. Aber er verteidigte seinen Freund auch: „Wayne hat das nicht gepostet, um irgendjemanden mit Absicht persönlich zu verletzen.“

So geschmacklos das Meme und das Teilen dieses Memes auch gewesen sein mag: Walsh hatte es nicht an irgendjemanden gerichtet, sondern eben der Allgemeinheit quasi zum Fraß vorgeworfen. Die Allgemeinheit jedoch hat sich dann sehr wohl auf eine bestimmte Person eingeschossen. Auf Wayne Walsh nämlich. Warum? Ganz offensichtlich deswegen, weil der politisch-korrekte Pöbel nicht mehr in der Lage dazu ist, einfach mit den Schultern zu zucken, sich „Arschloch“ zu denken und einfach weiterzuziehen. Das allerdings ist sehr viel besorgniserregender als der Umstand, daß es in einem kleinen, verschlafenen Nest irgendwo in Louisiana einen stellvertretenden Polizeichef gab, der ein geschmackloses Meme geteilt hat. Es gibt nach meiner Überzeugung kaum etwas Gefährlicheres, als die kollektive Selbstgerechtigkeit einer großen Masse, welcher der Sinn für den Segensreichtum von Gnade und Vergebung abhanden gekommen ist.

Aber warum schreibe ich das alles? Es gibt nämlich noch eine zweite Meldung in der dailymail. Hier geht es darum, daß etwas angeblich „islamophob“ gewesen wäre, wenn …

In den USA gibt es zur Zeit eine Debatte darüber, ob eine Untersuchung gegen die demokratische Politikerin Debbie Wasserman Schultz eingeleitet werden soll. Die Frau war Democratic National Chairwomen und sitzt heute im Kongress. Ein hoher Militär im Ruhestand hatte in der Tucker Carlson Tonight-Show behauptet, es gebe Beweise dafür, daß Wasserman-Schultz einen IT-Angestellten, den Pakistaner Imran Awan, im Vorwahlkampf 2016 dazu benutzt haben soll, ihrem Parteifreund Bernie Sanders auf bösartige Weise zu schaden und manipulative Behauptungen über ihn zu verbreiten.

Imran Awan wurde vor ein paar Tagen am Flughafen verhaftet, als er zu einem Besuch seiner Familie nach Pakistan ausreisen wollte. Ihm werden betrügerische Bankgeschäfte vorgeworfen. Das allerdings sind nicht die einzigen Vorwürfe gegen ihn. Bereits als IT-Angestellter für Debbie Wasserman-Schultz soll er Daten und Geräte gestohlen haben, ohne daß Wasserman-Schultz etwas dagegen unternommen habe. Frühere Arbeitgeber von Imran Awan haben inzwischen bestätigt, daß sie ihn schon vorher wegen Diebstahls gefeuert hatten. Aber wie erklärt nun Debbie Wasserman-Schultz, daß sie Imran Awan wegen der Daten- und Gerätediebstähle nicht gefeuert hat? Sagt sie etwa, daß sie hätte fürchten müssen, Imrad Awan packe über seine Auftragsdiffamierung von Bernie Sanders aus, wenn sie ihn gefeuert hätte? – Nein. Wasserman-Schultz behauptet einfach, es wäre „islamophobisch“ gewesen, Imrad Awan zu feuern.

Wir sehen also wieder einmal, wie das mit dem „Rassismus“ funktioniert. Ein weißer Vize-Polizeichef in einem kleinen Nest in Louisiana erfährt keinerlei Schutz, wenn er den vergleichsweise kleinen Bockmist baut, völlig geschmacklose Memes bei Facebook zu teilen. Er muß zurücktreten und sein Facebook-Profil wird komplett gelöscht. Ein richtig krimineller Fisch wie der Pakistaner Imrad Awan aber kann eigentlich tun und lassen, was er will. Daß ihn niemand angreift, liegt daran, daß er Pakistaner ist und jede Kritik an seinen kriminellen Aktivitäten als „islamophobisch“ denunziert werden kann. Sowohl die Gnadenlosigkeit gegen den „dämlichen Whitie“ Walsh, als auch die Tatsache, daß gegen den Pakistaner Awan erst dann etwas unternommen worden ist, als ihm betrügerische Bankgeschäfte zum Vorwurf gemacht wurden, zeigt, wie richtig meine These von der Gefährlichkeit eines indoktrinierten Pöbels ist, dem seine stinkende Selbstgerechtigkeit tagtäglich als „couragiert“, „menschlich“ und „anständig“ vorgespiegelt wird. Es zeigt außerdem, wie wichtig es ist, den salonbolschewistischen Indoktrinatoren in den Medien der vormals freien Welt endich ihr schändliches Handwerk zu legen.

Zwar ist „Islamophobie“ kein Rassismus, weil weder Koran noch Moslems einer bestimmten Rasse angehören, aber derlei feingeistige Unterschiede interessieren die wackeren „Antirassisten“ der Gegenwart nicht. Deswegen habe ich ihn hier auch nicht gemacht. Behandelt werden beide Fälle nämlich nach demselben Rassismus-Denkmuster. (ME)

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