Trump: Bei Einwanderung Bürger an erster Stelle setzen

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Trump mit den RAISE-Initiatoren Tom Cotton und David Perdue (Foto: Screenshot/Youtube)

Auch am Tag 195 der Trump-Regierung werden die ehemals objektiven deutschen Medien nicht müde, das Ende, oder wenigstens den Anfang vom Ende seiner Präsidentschaft vorherzusagen. Trump verkündet derweil ein neues Einwanderungsgesetz, das nach Qualifikation und sprachlicher Eignung entscheiden soll.

Von Collin McMahon

Chaos im Weißen Haus!“ freut sich der Spiegel. „Trumps PR-Desaster“, nennt es die BILD. „Im Weißen Haus regiert das Chaos“, findet die FAZ. Was war passiert? Erst ging am 21.7. Pressesprecher Sean Spicer aus Protest gegen die Ernennung des hemdsärmeligen Hedgefonds-Managers Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor am selben Tag.

Dann kündigte Stabschef Reince Priebus, der als Vertreter des republikanischen Establishments eigentlich für die Zusammenarbeit des Parteiaußenseiters Trump mit der republikanischen Mehrheit im Kongress zuständig sein sollte. Nach dem dramatischen Scheitern einer Gesundheitsreform im zweiten Anlauf am Widerstand von Vietnam-Kriegsheld und Trump-Gegner John McCain war dieser Schritt keine Überraschung gewesen.

Scaramucci war bekannt als Gegner von Reince Priebus und Trump-Chefstratege Steve Bannon. Nach einer Reihe von peinlich-obszönen Ausfällen gegenüber dem New Yorker Magazin hat er sich für Trump untragbar gemacht. Noch vor seiner offiziellen Ernennung war Scaramucci wieder draußen. Ein logischer Schritt, auch wenn es wirkte wie etwas aus Trumps Reality-TV-Show „The Apprentice“ mit dem berühmten Motto, „You’re fired!“

Doch während die deutschen Medien Trump in „schwieriger Imagekrise“  sehen, scheint das seine Wähler nicht weiter zu stören. Bei einem Auftritt in Youngstown, Ohio letzte Woche wollten 20,000 Zuschauer ins Stadion mit 6.000 Plätzen. Dave Torrance (71) aus Hermitage, Pennsylvania sagte: „Viele verstehen nicht, warum ich finde, dass er einen guten Job macht. Sie denken, nur weil ich schwarz bin sollte ich gegen ihn sein. Ich sage dann höflich, dass es mir nicht um Hautfarbe geht, dass ich denke, dass Trump das Richtige macht.“

Was Trump richtig macht, demonstrierte er am Freitag, 28.7. mit der Ankündigung in Brentwood, New York, der ultrabrutalen salvadoranischen Straßengang MS-13 „den Krieg zu erklären“. Das Motto von MS-13 ist “mata, viola, controla” – „Töten, Vergewaltigen, Herrschen“. „Diesem Motto werden sie durch schockierende Gewalttaten gerecht, die Angst verbreiten sollen: Brutale Machetenattacken, hinrichtungsartige Erschießungen, Massenvergewaltigungen und Menschenhandel.” Während Trumps Kriegserklärung gegen MS-13 von vielen Latinos und Einwanderern begrüßt wurde, schafften es linke Akademiker sogar, MS-13 zu verteidigen.

Brutale Messerattacken durch gefährliche illegale Einwanderer sind jedoch nicht der einzige Punkt, in dem Trumps Politik an unsere gegenwärtigen Probleme in Deutschland erinnert: Gestern, am 2.8. verkündete Trump im Weißen Haus sein neues Einwanderungsgesetz RAISE (Reforming American Immigration for a Strong Economy), mit dem Migranten nach ihren Qualifikationen und sprachlichen Fähigkeiten ausgewählt werden sollen:

„Seit Jahrzehnten vergeben wir rekordverdächtig viele Green Cards an geringqualifizierte Einwanderer. Diese Politik belastet die amerikanischen Arbeitnehmer, Steuerzahler und Gemeinden. Sie ist nicht fair unserem Volk, unseren Bürgern und unseren Arbeitnehmern gegenüber.

 Das RAISE-Gesetz wird die Kettenmigration durch Nachzug beenden und die Zuwanderung Geringqualizierter durch ein Punktesystem ersetzen, das englische Sprachkenntnisse belohnt, sowie finanzielle Unabhängigkeit und die Fähigkeit sich und seine Familie zu ernähren, und nachweisbares Fachwissen, das unserer Wirtschaft nutzt.

 Das RAISE-Gesetz wird ausschließen, dass Migranten und Einwanderer von der Sozialhilfe leben, und US-Arbeitnehmer vor Arbeitsplatzverlust schützen. Wir wollen unqualifizierter Arbeit einen Riegel vorschieben, und damit den Lohndruck auf US-Arbeitnehmer wegnehmen. Amerikanische Familien haben ein Einwanderungsrecht verdient, das ihre Bedürfnisse und die Amerikas an erster Stelle setzt.“

Was für ein Glück, dass wir keinen Trump in Deutschland haben, der es wagt, die Interessen der eigenen Bürger, Familien und Arbeitnehmer an erster Stelle zu setzen, oder?

Virales Video: Schlagabtausch zwischen Trump-Sprecher Stephen Miller und Jim Acosta von CNN