Teilen lernen oder Mein und Dein

Symbolfoto: Durch Poznyakov/Shutterstock
Hier wird das teilen und das austeilen gelernt (Symbolfoto: Durch Poznyakov/Shutterstock)

Teilen ist toll. Aber nur wenn alle mitmachen. Und das ist das Problem. Das wissen schon Kinder. Nur die Erzieher kapieren es nicht. Die Volkserzieher schon gar nicht.

Von Volker Kleinophorst

In einem Gespräch mit einer Integrationsbeauftragten einer deutschen Großstadt, erklärte die mir: „Wir müssen alle teilen lernen.“

Das hallte bei mir länger nach und ich brauchte etwas, um zu merken, woran genau mich das erinnert.

An den Kindergarten.

Da mussten wir auch „teilen lernen“. Das war in der ersten Erfahrung etwas, das weiß ich noch ganz genau, dem ich gar nicht so ablehnend gegenüber stand.

Alle sind gleich und sollen das Gleiche haben, ist eben etwas, das man Kindern und geistig Junggebliebenen am Besten verkaufen kann. Deswegen wenden sich Ideologien auch immer an diese Zielgruppe.

Von Daheim war ich außerdem vorgebohrt. „Da gibst du aber deiner Schwester was von ab, war doch eigentlich der Standardsatz, wenn ich als Kind mal ne Mark von irgendeiner Tante in die Hand gedrückt bekam.

Doch gelernt habe ich eigentlich im Kindergarten und auch in der späteren Jugend was ganz anderes. Nämlich das diese Idee einfach nicht funktioniert.

So war es nämlich ab und an passiert, das ich, nachdem ich brav geteilt hatte, feststellen musste: Die Anderen teilen aber nicht mit mir. „Das ist meins.“ Argumente, dass man sich ja gerade noch bei mir bedient habe. „Schön blöd.“

Auffällig war außerdem, dass die gestopften Kinder weniger gern teilten, aber den „Sozialismus“ dennoch gern ausnutzten. Die waren offensichtlich weniger „blöd“.

Da sitzt du nun vor einem, der dir gerade die Limo ausgetrunken hat, und der gibt dir keinen seiner „Schaumköpfe mit nichtweisser Glasur“ ab.

Ihm den jetzt abzunehmen, wäre natürlich der gerechte Kampf der Arbeiterklasse gewesen, im Kindergarten hätte man es aber einfach als aggressiven Akt gewertet. Ich glaube, mit Sozialismus hätte ich auch nicht kommen können.

Vor allem aber die „Kindergartentante“ (ich liebe dieses Wort) hätte noch nicht einmal gesehen, geschweige denn eingesehen, dass die ganze Chose etwas mit ihrem unrealistischen Vorgaben zu tun hat.

Und so lernt man in der Regel schnell, das man sich um sich kümmern muss und Menschen, die einem wichtig sind und nicht einfach nebulös um ALLE. Weil ALLE sich eben auch nicht um dich kümmern ganz unnebulös.

Das ist das, was ich beim Teilen gelernt habe.

Die Dame aus der Migrationsindustrie kenne ich übrigens seit meiner Zivildienstzeit im Kindergarten. Sie war damals: Kindergartentante.

Dass meine Schwester, wenn sie etwas geschenkt bekam, nie belehrt wurde:

„Da gibst du deinem Bruder aber etwas ab“, war für den Bewusstseinsprozess ebenfalls hilfreich.

Natürlich gab sie mir später „freiwillig“ was, wenn ich mit ihr das spielte, was sie wollte.

Aber da sind wir ja schon fast beim Feminismus, Gender-Pay-Gap und der unfassbaren Benachteiligung der Frau in unserer Gesellschaft.

Wandere aus, solange es noch geht!
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