Streifenpolizisten bekommen Titanhelme

Polizeieinsatz in der "Hölle von Hamburg" - G20-Gipfel (Bild: JouWatch)

Wenn wieder einmal ein islamischer Schützbedürftiger durchdreht, ein Dschihadist seinem religiösen Auftrag nachkommt oder sonstiger Terror auf Deutschlands Straßen tobt, dann ist der Streifenpolizist meist der erste am Einsatzort. Bislang völlig unzureichend geschützt. Nun sollen diese „First Responder“, die für ein lächerliches Gehalt ihr Leben riskieren, mit „ballistischen Schutzhelmen“ ausgerüstet werden.

12 der 16 deutschen Bundesländer haben sich laut einer Pressemitteilung für die Beschaffung ballistischer Titanhelmen der österreichischen Firma ULBRICHTS Protection für Streifenpolizisten entschieden. Weitere Bundesländer prüfen derzeit eine Beschaffung ballistischer Helme für den Streifeneinsatz. Auch in Österreich sowie einigen Kantonen der Schweiz wird die persönliche Schutzausrüstung der Streifenbeamten derzeit um ballistische Titanhelme erweitert. Tschechien, Frankreich, Finnland und andere europäische Länder erwägen dies ebenfalls.

Titanhelme – wirksamster Schutz gegen direkten Kugelbeschuss

Denn meist seien es Streifenpolizisten, die zuerst am Einsatzort eintreffen („First Responder“). Viele Einsatzszenarien, insbesondere die mittlerweile zu unserer Realität gehörenden islamischen Amok- oder Terrorlagen, erlauben es nicht, zunächst auf die Beamten vom SEK zu warten. Denn das kann zwischen 30 und 60 Minuten dauern. Neue Einsatzkonzepte sehen ein sofortiges Eingreifen vor. Eine große Bedrohung gehe dabei von Projektilen aus, die aus kurzer Distanz auf den Polizeibeamten abgefeuert werden.

Titanhelm HOPLIT F 1200 von ULBRICHTS Protection. (Bild: obs/ULBRICHTS Witwe GmbH/ULBRICHTS Protection)

Titanhelme sollen den wirksamsten Schutz gegen direkten Kugelbeschuss, zum Beispiel aus einer Maschinenpistole bieten. Das Material verhindere den sogenannten tödlichen „Trauma-Effekt“, den der Helmträger durch die Verformung des Helms erleiden kann, auch wenn das Geschoss durch den Helm gestoppt wurde. Zusätzlich schützen Titanhelme gegen Explosionen, Stiche, Schläge und Chemikalien. Darüber hinaus sind alle Bauteile brandhemmend ausgeführt. Das Innenhelmsystem ist per Drehknauf von außen mit einem Handgriff exakt auf den jeweiligen Nutzer einstellbar. So lässt sich der „First-Response-Helm“ in wenigen Sekunden auf 14 unterschiedliche Kopfgrößen anpassen.

Hintergrund der Beschaffungsinitiative: Islamischer Terror und Hamburg 

Hintergrund der Beschaffungsinitiativen seien die Terroranschläge der jüngeren Vergangenheit, die uns eine unverantwortliche Politik ins Land getragen haben. Diese hätten zu einer Neubewertung der Bedrohungslage sowie einer Anpassung der Einsatz- und Ausrüstungskonzepte geführt.

Zusätzliche Relevanz hat das Thema besserer Schutz für Polizisten im Einsatz nicht zuletzt durch die linksextremistische Gewalteskalation beim diesjährigen G20-Gipfel in Hamburg erhalten.

Schutzkleidung auf eigene Rechnung kaufen

Bereits letztes Jahr wurde zum wiederholten Male massive Kritik an der maroden, veralteten und unzureichenden Ausrüstung von Steifenpolizisten geübt. Rainer Wendt, Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), machte nachfolgendes Beispiel auf: „Stellen Sie sich folgende Situation vor: Täter fliehen nach einem Anschlag in Brüssel und werden an der Grenze aufgehalten. Deutsche Polizisten könnten auf Terroristen treffen, die an Kriegswaffen ausgebildet sind und davon Gebrauch machen. Wir haben Schutzwesten gegen Pistolen, Schirmmützen und einen VW-Bus. Da müssen wir doch vernünftigerweise alles dafür tun, das hohe Risiko, dem Beamte ausgesetzt sind, durch Schutzausrüstung zu verringern“, so Wendt damals im Focus.

Es gebe  in Deutschland tausende Polizisten, die ein privates Handy benutzen, weil Funkgeräte nicht gehen und kein Diensthandy zur Verfügung stehe. Gegenüber JouWatch wurde von Polizeibeamten mehrfach bestätigt, dass sich diese auf eigene Kosten hochwertige Schutzkleidung kaufen, um im Einsatz ihr Leben effektiver schützen zu können. (BS)

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