„Befreie unser Land von der Umklammerung des Kommunismus!“

Venezuela - ein weiteres Opfer des Kommunismus und seinen Spielarten (Bild: JouWatch)

Venezuela – „Allerheiligste Jungfrau, Mutter von Coromoto, himmlische Fürsprecherin von Venezuela, befreie unser Land von der Umklammerung des Kommunismus und des Sozialismus“. Mit diesem dramatischen Tweet haben sich am Wochenende die Bischöfe von Venezuela via Twitter zu Wort gemeldet. Die venezuelanische Staatsanwaltschaft ermittel zwischenzeitlich wegen Wahlbetrug gegen den sozialistischen Präsident Nicolás Maduro. 

Anlass war die umstrittene Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung im sozialistischen  Venezuela am vergangenen Sonntag, die von der Opposition boykottiert wurde. Seit vielen Wochen bereits gibt es massive Proteste gegen die Regierung des sozialistischen Präsident Nicolás Maduro, der durch die neue Verfassung noch wesentlich  mehr Macht erhalten sollte. Bis jetzt sind bei Demonstrationen mindestens 100 Tote zu beklagen.

Generalstaatsanwältin ermittelt wegen Verdachts auf Wahlbetrug

Eindeutige Worte zu den Wahlen kamen bereits aus den USA: „Die betrügerische Wahl von Maduro ist ein weiterer Schritt in Richtung Diktatur. Wir akzeptieren keine unrechtmäßige Regierung“, erklärt die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, via Twitter. Laut der offiziellen Behörden sollen sich 8,1 Millionen Menschen an der Wahl beteiligt haben, das wäre eine theoretische Wahlbeteiligung von 41,53 Prozent. Auch viele lateinamerikanische Staaten wollen das Wahlergebnis nicht anerkennen, etwa Argentinien, Kolumbien, Mexiko, Panama und Paraguay, aber auch Kanada.

Am Mittwoch leitete die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz Ermittlungen wegen des Verdachts auf Wahlbetrug ein. Laut n-tv habe der Chef der Firma, die die Computer bei der Wahl zur »Verfassungsgebenden Versammlung« bereitstellte, Anzeige erstattet.

Venezuela, ein weiteres Opfer auf der langen Liste des Kommunismus und seinen Spielarten

Obwohl Venezuela – das ölreichste Land dieser Welt –über gigantische Erdölvorkommen verfügt,  sind die Dollarreserven des Landes auf ein Jahrhunderttief gesunken. Die einheimische Industrie schrumpfte, die Importabhängigkeit nahm zu. Allein 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt um rund 18 Prozent eingebrochen – innerhalb drei Jahren um insgesamt 35 Prozent. Die Inflation ist explodiert und aktuell bei 1.000 Prozent. Ein Großteil der Bevölkerung leidet Hunger.

The Economist bezeichnete Venezuela als die „wahrscheinlich schlechtest verwaltete Volkswirtschaft der Welt“ und bezog sich dabei auf die Unfähigkeit der Regierung, trotz eines unglaublichen Ölreichtums nicht defizitär zu wirtschaften. Venezuela und seine bedauernswerte Bevölkerung gibt ein weiteres Beispiel dafür ab, was die absolute Herrschaft des Kollektivs über den Einzelnen anzurichten und eben nicht zu leisten vermag. Venezuela, ein weiteres Opfer auf der langen Liste des Kommunismus und seiner Spielarten. (BS)