„Aufstehen gegen Rassismus“ in Verfassungsschutzberichten

https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/aktuelles/erklaerung-zur-nennung-von-aufstehen-gegen-rassismus-in-verfassungsschutzberichten/
Aufstehen gegen ... (Foto: Screenshot aufstehen-gegen-rassismus)

Genossin Paula hat eine besonders doofe Pressemitteilung des linksextremistischen Weckdienstes „Aufstehen gegen Rassismus“ verfasst. Paula ist empört, weil sie und ihre doofen Freunde des Aufstehens in Verfassungsschutzberichten erwähnt worden sind.

von Max Erdinger

Zitat: „Mit Erstaunen und Empörung haben wir festgestellt, dass „Aufstehen gegen Rassismus“* in mehreren Bundesländern in den neu veröffentlichten Verfassungsschutzberichten für 2016 genannt wird.“ – Zitatende.

Erstaunen und Empörung gehen nicht gleichzeitig, Paula. Erstaunen kommt vor Empörung.

Zitat: „„Aufstehen gegen Rassismus“ setzt sich für eine bunte und demokratische Gesellschaft ein.“ – Zitatende.

Da haben wir 50 Prozent Übereinstimmung, Paula. Meinereiner setzt sich für eine demokratische Gesellschaft ein. Eine demokratische Gesellschaft, Paula, ist eine, in der die Bürger über den Grad an Buntheit, den sie haben möchten, selbst entscheiden, anstatt sich einfach bunt anmalen zu lassen von Leuten, denen demokratisch nicht gut genug ist. Du kannst dich entweder für eine bunte oder für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Beides geht nicht. Wenn du Fragen dazu hast, Paula, notiere sie dir auf einem Zettel. Wir reden morgen darüber.

Zitat: „Dies bedeutet für uns auch, sich konsequent gegen die AfD und ihren Rassismus zu engagieren.“ – Zitatende.

Den Rassismus der AfD müsstest du belegen, Paula, nicht nur behaupten. In der AfD gibt es Archille Demagbo, einen Funktionär mit schwarzafrikanischem Hintergrund im Vordergrund. Wenn der etwas gegen Chinesen oder Bayern hätte, dann wäre das inzwischen bekannt geworden. Angegriffen wird der sympathische Neger übrigens von euch bunten Demokraten von „Aufstehen gegen Rassismus“. Besinnungsaufsatz bis morgen, Paula, Thema: Der Unterschied zwischen Beleg und Behauptung einerseits, die Gemeinsamkeiten von Sozialstunden und Enthauptung andererseits.

Zitat: „Mit der AfD ist eine Partei auf die politische Bühne der Bundesrepublik getreten, die unter vielen Gesichtspunkten nicht im Einklang mit der Verfassung steht.“ – Zitatende.

Schau´mal, Paula, das hier stammt aus einem Bericht des schleswig-holsteinischen Verfassungsschutzes: „Das linksextremistische Verständnis von Rassismus stützt sich auf die Überzeugung, dass der Staat in seiner Gesamtheit faschistisch und rassistisch sei“.

Zitat: „Die AfD will einen anderen, autoritären Staat.“ – Zitatende.

Paula, dieses Komma ist verwirrend. Meinst du einen „anderen autoritären“ oder „einen anderen, einen autoritären“? Wenn die AfD einen anderen Staat will, weil der gegenwärtige autoritär ist, dann hast du recht.

Zitat: „Sie hetzt öffentlich gegen alle, die nicht in das eingeschränkte Weltbild der Rechten passen und pflegt vielerorts enge Verbindungen in neonazistische Milieus. Mit diesen teilt sie ein völkisch-nationalistisches Weltbild. Dagegen machen wir mobil.“ – Zitatende.

Paula, Rechte sind im allgemeinen Verständnis Braunlinke. Mit dem Weltbild von Braunlinken hat die AfD viel weniger zu tun als ihr Rotlinken. Zum Thema „braunlinke Methoden der Aufsteher gegen Rassismus“ weiß der Verfassungsschutz nämlich Folgendes, Paula: „Ein wichtiges und aus extremistischer Sicht effektives Aktionsmittel zur Bekämpfung des politischen Gegners waren auch in diesem Berichtsjahr sogenannte „Outings“. Hierbei werden Personen nach Recherchearbeiten öffentlich einer rechtsextremistischen Gesinnung bezichtigt. Das geschieht in der Absicht, ihren Ruf nachhaltig zu schädigen und sie gesellschaftlich zu ächten. Zumeist werden die persönlichen Daten und der rechtsextremistische Werdegang der Betroffenen im Internet veröffentlicht bzw. dem Umfeld der Betroffenen durch Plakate und Flyer zugänglich gemacht. Diese Veröffentlichung wird in der linksextremistischen Szene als Aufruf zu weiteren Aktionen betrachtet, so dass es in der Folge von Outings nicht selten zu weiterführenden Aktionen wie Beschimpfungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen bis hin zu Körperverletzungen kommt. Im Berichtsjahr waren vermehrt AfD-Mitglieder (…) betroffen, nachdem Anfang Mai auf dem linksextremistischen Internetportal „www.linksunten.indymedia.org“ die Teilnehmerliste des Bundesparteitags in Stuttgart veröffentlicht worden war.“

Ihr steht also deswegen in den Berichten verschiedener Landesämter, weil ihr euch aufführt wie alte Nazis, Paula.

Zitat: „Im Gegensatz zur Kriminalisierung und Beobachtung durch die Verfassungsschutzbehörden stehen die Anerkennung und Preise, die wir für unsere Arbeit von zivilgesellschaftlichen und staatlichen Stellen erhalten. So hat „Aufstehen gegen Rassismus“ im Juli 2017 in Berlin das Band für Mut und Verständigung erhalten – eine Auszeichnung des regierenden Bürgermeisters von Berlin, Ministerpräsidenten Brandenburg, der Integrationsbeauftragten, Kirchen, Gewerkschaften und diversen Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.“ – Zitatende.

Erschütternd, was das für Ganoven sind, daß sie Leute auszeichnen, die sich aufführen wie Nazis und vom Verfassungsschutz in Berichten erwähnt werden, findest du nicht, Paula? Immerhin berichtet der Verfassungsschutz auch über die Braunlinken. Sich mit denen zusammen in den Berichten ein und desselben Verfassungsschutzes wiederzufinden, Paula, ich muß schon sagen. Du warst doch früher ein anständiges Mädchen?

Zitat: „Wir wehren uns gegen die Erwähnung in den Verfassungsschutzberichten und das Stigma, dass damit verbunden ist.“ – Zitatende.

Paula, wer sich gegen die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht wehrt, wird im nächsten Verfassungsschutzbericht genau deswegen erwähnt. Denk´doch mal nach, Mädchen.

Zitat: „Damit wird das ehrenamtliche Engagement vieler kriminalisiert.“ – Zitatende.

Na ja, wird halt ein kriminelles Ehrenamt sein. Was meinst du?

Zitat: „Die Arbeit des auf Spenden und Fördermittel angewiesenen Bündnisses wird behindert und damit letzten Endes der AfD geholfen.“ – Zitatende.

Soll nochmal einer sagen, der Verfassungsschutz tauge keinen Schuß Pulver.

Zitat: „Engagement gegen die rassistische, frauenfeindliche und undemokratische AfD ist nicht verfassungsfeindlich, sondern absolut notwendig.“ – Zitatende.

Das ist wie mit der Erwähnung von `Áufstehen gegen Rassismus`in Verfassungsschutzberichten: Nicht verfassungsfeindlich, sondern absolut notwendig.

Zitat: „Wir bleiben bunt und solidarisch mit allen, die unser Ziel teilen, die AfD und ihren Rassismus zu stoppen!“ – Zitatende.

Solidarisch sollte man schon sein mit allen, die gemeinsam das eigene Ziel teilen, Paula. Sonst schafft man es nur schwer in den Bericht des Verfassungsschutzes. Wegen einer einzigen, gänzlich unsolidarischen Paula gibt es dort keine Berichtsverfassungsfreigabe durch den Notizblockwart.

Zitat: >„Aufstehen gegen Rassismus“ ist ein bundesweites Bündnis aus verschiedenen Organisationen, Parteien und Verbänden. Neben vielen lokalen Akteur*innen und Einzelpersonen aus verschiedenen Organisationen, Gewerkschaften und Verbänden, sind Attac, die Grünen, Jusos, Naturfreunde, LINKE, VVN-BdA, interventionistische Linke, die IG-Metall, DGB-Jugend, ver.di, der Zentralrat der Moslems und andere am Bündnis beteiligt.< – Zitatende.

Wahnsinn, wie viele Leute und Organisationen es in Deutschland gibt, die mit Aufstehern zusammenarbeiten, welche vom Verfassungsschutz in Berichten erwähnt werden. Da mußt du mir einfach recht geben, Paula: Der Verfassungsschutz ist schon toll, weil er die Braunlinken voll unter Kontrolle hat. Stimmt, oder? Wenn so ein toller Verfassungsschutzverein Leute wie dich und dein Frühaufsteherbündnis in Berichten erwähnt, dann wird es wohl Gründe geben, oh-la-la …

Zitat: „Seit der Gründung im Frühjahr 2016 haben sich rund 30 lokale Gruppen der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus angeschlossen.“ – Zitatende.

Schrecklich, wie sich alle radikalisieren, findest du nicht, Paula? Gut, daß es den Verfassungsschutzverein gibt, der auf solche gefährlichen Entwicklungen ein wachsames Auge hat.

Zitat: „Aktivist*innen mit den unterschiedlichsten Hintergründen haben gemeinsam über eine Million Aufkleber, Plakate und Flyer mit Argumenten gegen Rassismus und die AfD verteilt. In hunderten Seminaren wurden über 6.000 Stammtischkämpfer*innen dazu ausgebildet, Rassismus in Alltagssituationen zu widersprechen. 20.000 Menschen haben den Aufruf „Aufstehen gegen Rassismus“ unterschieben.“ – Zitatende.

Meine Güte, wir brauchen eine Verfassungsschutzarmee! Danke, daß du mir das Problem in seiner ganzen Größenordnung so eindrücklich vor Augen führst, Paula! Soll keiner mehr behaupten, von Aufstehern könne man nichts lernen.

Zitat: „Mit unseren Aktivitäten stellen wir uns gegen die rapide Zunahme von Rassismus und rechter Gewalt, die mit dem Aufschwung der AfD einher gegangen ist. Wir werden nicht schweigend daneben stehen, wenn Mädchen wegen ihres Kopftuchs in der U-Bahn angepöbelt werden, wenn Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte zum Alltag werden und rechte Hetzer in der Presse oder auf Pegida-Demos ungestört ihren Hass verbreiten können. Die AfD ist der parteiförmige Ausdruck des rechten Potentials in Deutschland. Sie verbindet rechte Spektren vom bürgerlich-konservativen Milieu bis zur extremen Rechten und ist eine Gefahr im Parlament, in den sozialen Netzwerken und auf der Straße. Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. auftauchen, stellen wir uns ihnen entgegen.“ – Zitatende.

Siehste, und genau deswegen werdet ihr vom Verfassungsschutz in Berichten erwähnt. Außerdem reicht es ja schon, wenn ihr schweigend daneben steht, wann immer ein Deutscher zum Opfer eurer importierten Lieblinge wird. Da braucht ihr euer aufgestandenes Maul in den seltenen anderen Fällen auch nicht extra aufzureißen.

Aber ich sage dir jetzt, wie ihr, du und deine Aufsteher, wieder aus den Berichten des Verfassungsschutzes herauskommt: Einfach den Mund halten.

Oder ihr bleibt halt drin, so wie ich. Das geht. Ich lebe mit meinem prima Stigma ganz ohne Spenden, Ansehen und Unterstützung. Mir macht der Verfassungsschutzverein und seine Berichte nichts aus. Ich bin nämlich tolerant. Das sollte dir zu denken geben.

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