Sinneswandel oder nur Überlebensstrategie bei der „Welt“?

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Das neue Dream-Team: Defend Europa und die "Welt" (Foto: Collage)

Ich weiß wirklich nicht genau, was die „Welt“ manchmal reitet. Zum einen geben die Redakteure alles, damit es unter der Kanzlerin des Grauens so weiter geht, wie bisher. Zum anderen hauen sie in letzter Zeit Beiträge raus, die eigentlich wegen „rechtsradikaler Umtriebe“ im Newsroom dieser Zeitung den Verfassungsschutz auf den Plan rufen müsste.

Von Thomas Böhm

Hier mal zwei Beiträge, die direkt von der AfD oder der Indenitären Bewegung verfasst hätten werden können.
Die islamische Lehre spielt einer Studie zufolge bei der Radikalisierung junger Moslems in Europa eine größere Rolle als vielfach angenommen. Frust und Mangel an beruflichen Perspektiven allein seien jedenfalls kein Motiv für die Wandlung vom Moslem zum Islamisten, heißt es in der Studie des an der Universität Wien tätigen islamischen Theologen Ednan Aslan, aus der die Zeitung „Die Tagespost“ am Mittwoch zitierte.

Die weit verbreitete Ansicht, radikale Moslems hätten meist nur eine geringe Kenntnis ihrer Religion, habe sich nicht bestätigt, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten, 310 Seiten umfassenden Untersuchung. Ihr liegen 29 biografische Interviews mit straffälligen Moslems in Österreich zugrunde…

Diese Studie und der Bericht darüber, bestätigt nur das, was Islamkritiker und Aufklärer seit Jahren wissen und dafür – auch von Medien wie der „Welt“  – als Moslemfeinde und Nazis beschimpft werden.

Vielleicht wäre das anders gelaufen, hätten die werten Chefredakteure mal früher zum Koran gegriffen, statt ihr Wissen aus Automagazinen und Donald-Duck-Sonderheften zu beziehen.

Der zweite Beitrag ist noch krasser. Er kommt von Dirk Schümer, einer der Besten in der „Welt-Redaktion“, sozusagen wie Broder der Alibi- bzw. Quoten-August:

Es kann nicht so weitergehen mit der Massenflucht nach Europa über das Mittelmeer. Diese Einsicht verbreitet sich langsam, aber sicher sogar bei politischen Eliten, die bisher mangels Macht, Antrieb oder Alternativen dem unwürdigen Menschentransport zwischen Libyen und Italien tatenlos zugesehen haben…

Die privaten, mit viel Geld ausgestatteten Organisationen wie Save the Children oder Ärzte ohne Grenzen wollen naturgemäß weitermachen. Immerhin haben auch sie dafür gesorgt, dass in diesem Jahr bereits bald 100.000 Migranten übers Meer den Schengenraum erreicht haben.

Doch auch eingefleischte Humanisten müssen sich mit dem bösen Fluch ihrer vermeintlich noblen Taten auseinandersetzen: Über zwei Prozent der Bootsflüchtlinge sind 2017 nach Berechnungen der Vereinten Nationen bereits ertrunken. Voriges Jahr starben über 5000 Menschen den nassen Tod, in den Jahren davor regelmäßig mehr als 2000.

Bei der derzeit modischsten Variante für Menschen aus Afrika und Nahost, ins ersehnte Europa zu gelangen, wurde also längst eine ganze Kleinstadt den Haien zum Fraß vorgeworfen. Wenn dieses schreckliche Faktum kein Grund ist, um über die moralische Fragwürdigkeit der Retterei zu sprechen, was dann?

Selten hat ein vorgeblich menschenfreundliches Handeln so viel Leid und Elend verursacht. Man muss sich fragen, ob es den Helfergruppen mehr um ihre eigenen Abenteuerurlaube und ein kurzlebiges ethisches Hochgefühl geht als um Hilfe. Bisher gilt jedenfalls die traurige Formel: Mehr Boote, mehr Tote…

Schümer könnte mit diesem Beitrag direkt auf der C-Star von Defend Europe als Leichtmatrose anheuern.

Eigentlich könnte man sich nun freuen, dass zumindest bei der „Welt“, wenn auch Jahre zu spät, der Blick auf die Realität endlich frei wird, weil der ideologische Schleier beiseite geschoben wurde. Wenn da nicht der Verdacht aufkäme, hier ginge es lediglich darum, der immer erfolgreicher und einflussreicher werdenden Gegenöffentlichkeit das Wasser abzugraben.

Spielt aber keine Rolle, denken wir wie Journalisten: Hauptsache, das Ding ist auf dem Markt.

 

 

 

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