Richtfest für neue Wohnhäuser für Flüchtlinge gefeiert

Engagement für die, die noch nicht solange hier leben (Symbolbild: JouWatch)

NRW/ Willich: Die nordrhein-westfälische Stadt Willich mit rund 50.000 Einwohner hat das eingelöst, was Angela Merkels Gästen versprochen wurde: Neue Häuser für die Hereingeflüchteten. Das  flüchtlingsaffine, CDU geführte Rathaus unter Bürgermeister Josef Heyes (CDU) freute sich deshalb ganz besonders, drei hübsche nigelnagelneu Doppelhaushälften, bezahlt vom Steuerzahler, an seine „Flüchtlinge“ spätestens im Oktober diesen Jahres übergeben zu können. Aber auch Menschen, „die schon länger hier wohnen“, sollen Wohnraum erhalten. 

Erbaut für die „Neubürger“ wurden drei anderthalbgeschossigen Häuser, mit Wohnflächen zwischen 105 und 110 Quadratmeter und einem „moderaten“ Baukostenpreis von 1.600 Euro pro Quadratmeter. Ein Keller sei nicht vorhanden, dafür verfügt ein jedes Haus über eine Garage und einen Hausarbeitsraum. Nochmals fünf Häuser gleichen Typssollen bis  Anfang 2018 fertig gestellt werden. Das Richtfest, zudem sich die Stadtprominenz, der ausführende Architekt und die am Projekt Beteiligten eingefunden und sich gegenseitig beglückwünschten, hatte Ende Mai stattgefunden, so rp-Online.

„Der freie Blick über die Felder war schön gewesen“

Das gesamte hierfür benötigte Gebiet wurde von der Stadt als Baugebiet ausgewiesen. Bauherr der „Flüchtlingshäuser“ ist die Stadt selbst. Hinzu zu der steuergeldfinanzierten städtischen Bautätigkeit kommt noch ein neues „Flüchtlingshaus“, das die Stadt mit dem Geld seiner Bürger von der GWG anmieten und den „Flüchtlingen“, die größtenteils ein befristetes Bleiberecht haben, zur Verfügung stellen wird.

„Der freie Blick über die Felder sei schön gewesen“, so der CDU-Bürgermeister. Jedoch sei es immer klar gewesen, dass dort einmal gebaut werden würde. Und die Nachbarn können mit der „neuen Situation gut leben“, so das selbstgefällige Resümee eines Bürgermeisters, dessen private Wohnheimat mutmaßlich nicht in dem von Steuerzahlern berappten „Flüchtlingwohnsidyll“ liegen wird.

Rundumsorglospaket für die Neubürger

Die Stadt Willich engagiert sich in wohl vorher noch nicht gesehenem Ausmaß für die „Neubürger“: Das „Team Wohnungsstelle“ wählt die „Flüchtlinge„, die eine hohe Integrationsbereischaft zeigen aus. Die Wohnungszuweisungen werden eng mit dem Angebot der Kindergarten- sowie Schulplätze verzahnt, so die zuständige städtisch Mitarbeiterin. Die „Flüchtlinge“ werden von einem Hausmeister sowie einem Sozialarbeiter betreut. Zudem gebe es weitere ehrenamtliche Angebote zur Integration der Flüchtlinge.

Nach einem kurzen Zeitraum der Unterbringung können dann die Mietverträge durch die „Bewohner“ selbst abgeschlossen werden, bezahlt auch hier vom Steuerzahler. Bevor die „Flüchtlinge“ einziehen, wird die Stadt Bewohner in der umliegenden Nachbarschaft suchen, die bereit sind, Kontakt mit den späteren Nachbarn aufzunehmen und zu pflegen, um sich schon vor dem Einzug kennenzulernen, damit ein nachbarschaftlich zugewandtes Miteinander optimiert werden kann. Dies soll im Rahmen eines Bürgerforums geschehen.

Auch Menschen, „die schon länger hier Wohnen“, sollen Wohnraum erhalten

Aber nicht nur für die sakrosankten neuen Gäste soll laut der Stadt Willich gesorgt sein. Wichtig sei es der Stadt auch, dass nicht nur für „Flüchtlinge“, sondern auch Menschen, „die schon länger hier Wohnen“, günstiger Wohnraum geschaffen werde. Auch ein Haus mit weiteren, „normalen“ Sozialwohnungen“ soll entstehen.  (BS)

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