Pinocchio-Presse: „Unbekannter beleidigt zwei Somalier rassistisch und schlägt zu.“

Foto: Collage
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Zwei Somalier suchten Streit in Berlin-Köpenick, weil ihnen ein 34jähriger Mann beim Einsteigen nicht schnell genug Platz machte. An der nächsten Haltestelle zogen sie ihn mit aus dem Bus, und schlugen auf ihn ein.

Von Steffi Schloe

Ein zweiter Mann kam dem 34-Jährigen zu Hilfe, sagte abschließend den beiden Somaliern noch ein paar passende Worte und ging dann seines Weges. So steht es sinngemäß auch im Pressebericht; der interessierte Leser hatte sich so was ohnehin gedacht.

Die Berliner Zeitung titelt dazu: „Unbekannter beleidigt zwei Somalier rassistisch und schlägt zu.“

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Die Meldung der Berliner Polizei vom 30.7.:

„Eine körperliche Auseinandersetzung zwischen vier Personen trug sich in der vergangenen Nacht in Köpenick zu. Gemäß derzeitigem Ermittlungsstand stiegen ein 16- und ein 21-Jähriger an der Haltestelle S-Bahnhof Schöneweide in einen BVG-Bus der Linie N65. Dort kam es nach Zeugenangaben zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung der beiden mit einem 34-Jährigen, der sich bereits in dem Bus befand und nicht schnell genug Platz für die zusteigenden Fahrgäste gemacht haben soll. Im Verlaufe der Fahrt soll es weitere verbale Streitigkeiten gegeben haben. Am Köllnischen Platz stieg das Duo gegen 2.20 Uhr aus und soll dann den 34-Jährigen mit aus dem Bus gezogen haben. Es kam zu einer Rangelei, die sich bis auf den Gehweg fortsetzte. Der 34-Jährige wurde dabei nicht verletzt. Plötzlich sei dann ein Unbekannter aus dem Bus gestiegen, der die beiden jungen Männer geschlagen und dabei rassistische Äußerungen von sich gegeben haben soll. Danach flüchtete er unerkannt. Der Jugendliche und der 21-Jährige mussten anschließend wegen Verletzungen an Kopf und Oberkörper ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.“