NGOs lehnen Italiens neue Regeln ab

Foto: Stefano Garau/ Shutterstock
Mit jeder "Schiffsladung" verschwindet ein Teil von Europa (Foto: Stefano Garau/ Shutterstock)

Fünf Hilfsorganisationen, die mit ihren Schiffen auf „Rettungsmission“ im Mittelmeer unterwegs sind, haben es abgelehnt, die neuen von Italien aufgestellten Regeln zu unterzeichnen.

In dem Regelwerk, wird ihnen unter anderem verboten, in libysche Gewässer zu fahren sowie gerettete Migranten auf andere größere Schiffe umzuladen, die diese dann nach Italien bringen. Unterschreiben sie den Kodex nicht, drohen ihnen die italienischen Behörden damit, ihre Schiffe nicht mehr in italienische Häfen einlaufen zu lassen.

Ärzte ohne Grenzen, die deutschen Organisationen Sea-Watch, Sea-Eye, Jugend rettet sowie die französische SOS Mediterranée, weigern sich, die neuen Vorgaben zu unterschreiben. Sie sehen sich in ihrer Arbeit eingeschränkt und finden eine Klausel, die Polizei an Bord erlaubt, gar nicht witzig.

„Für uns ist der umstrittenste Punkt, das Einverständnis für Polizei an Bord zu geben, und sie so bei ihren Ermittlungen zu unterstützen sowie die Möglichkeit, dass sie bewaffnet sind“, so die NGOs.

Save the Children, die Migrant Offshore Aid Station (MOAS) aus Malta und die spanischen Gruppe Proactiva Open Arms hingegen, haben keine Probleme mit den neuen Regeln der Italiener und unterzeichneten sie. (MS)