„Liebe Gay Community – Deine Kinder leiden!“

Gleichgeschlechtliche Elternpaare (Bild: Emily Walker from Wellington, New Zealand - Nuclear Lesbian Family #2
Nuclear Lesbian Family; CC BY-SA 2.0

Die US-Amerikanerin Heather Barwick wuchs bei ihrer Mutter und deren lesbischer Freundin auf. Als junge Frau kämpfte sie für die Homo-Ehe. Inzwischen selber verheiratet und Mutter von vier Kindern will sie die »Homo-Ehe und gleichgeschlechtliche Elternschaft nicht mehr unterstützen«. In einem offenen Brief an die Gay Community erklärt sie warum.

Heather Barwick  wurde von ihrer Mutter und deren gleichgeschlechtlicher  Partnerin großgezogen. Barwick engagierte sich in der Gay-Community als Heiratsanwältin für Homosexuelle und Kinderrechtsaktivisten. Nun ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Ihr Engagement für die „Homo-Ehe und gleichgeschlechtliche Elternschaft“ stellte Barwick ein und erklärte 2015  in einem offenen Brief, warum sie diese Art der Elternschaft nicht mehr unterstützen möchte:

Als sie drei Jahre alt war, habe sich ihre Mutter von ihrem Vater getrennt. Die Mutter sei immer homosexuell gewesen und nach der Scheidung mit ihrer Freundin zusammengezogen. Mit ihrem Vater habe sie von da an keinen Kontakt mehr gehabt. Sie sei in einem Umfeld von lauter Frauen aufgewachsen, die alle »sagten, dass sie keinen Mann brauchen oder wollen.« Sie aber habe ihren Vater »so dringend gebraucht« Noch heute würde ein Teil in ihr »über diesen Verlust trauern«.

Kinder brauchen Vater und Mutter

Trotzdem setzte sie sich viele Jahre für die Homo-Ehe ein. Jetzt, da sie erlebe, wie sehr ihre vier Kinder ihren Vater liebten und umgekehrt, habe sie erkannt, wie »schön und sinnvoll die traditionelle Ehe und Erziehung« und wie bedeutsam der Vater für seine Kinder sei. Auch wenn in traditionellen Familien nicht immer alles perfekt laufen würde, so sei doch »im Großen und Ganzen die beste und erfolgreichste Familienstruktur diejenige, in der die Kinder von Vater und Mutter großgezogen werden.«

Damit wolle sie aber keineswegs behaupten, dass gleichgeschlechtliche Paare keine guten Eltern sein könnten. Das können sie durchaus. Und Herther habe einer der besten gehabt. Aber wenn Kinder in einer solchen Konstellation aufwachsen, dann würde ihnen »zwangsläufig etwas Kostbares und Fundamentales verweigert«. Sie habe die Freundin ihrer Mutter geliebt. Sie konnte aber dennoch »niemals den Vater ersetzen, den ich verloren hatte.«

Es gebe viele Möglichkeit, warum Familieneinheiten zusammen brechen: Scheidung, Verlassenwerden, Untreue, Missbrauch oder Tod. Aber dennoch sei die beste und erfolgreichste Familienstruktur jene, in der Kinder von ihrer Mutter und ihrem Vater erzogen werden.

Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren dürfen nicht ehrlich sein

Vielen würde es ähnlich wie Barwick gehen, trauten sich aber nicht darüber zu sprechen und von ihrem Leid zu erzählen. Während Scheidungs- und Adoptivkinder über ihren Schmerz sprechen könnten, weil sie ihren Vater oder ihre Mutter vermissen, habe man Kindern von gleichgeschlechtlichen Paaren dieses Recht entzogen. Kinder von geschiedenen Eltern dürfen sagen:  „Hey, Mama und Papa, ich liebe euch, aber die Scheidung hat mich zermalmt und mein Vertrauen zerschmettern und ich fühle mich schuldig. Kinder, die adoptiert wurden, dürfen sagen: „Hey, Adoptiveltern, ich liebe euch. Aber es sich trotzdem schwer für mich, weil die Beziehung zu meinen ersten Eltern zerbrochen ist. Ich bin verwirrt und ich vermisse sie, obwohl ich sie nie getroffen habe.

Aber Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern haben nicht das gleiche Recht. Und es gehe nicht nur Barwick so. Es gebe viele „von uns“, denen es so geht. „Wenn wir sagen, dass wir verletzt sind, weil wir bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufgewachsen sind, werden wir entweder ignoriert oder als (Homo-)Hasser bezeichnet.“

Petition gegen das Eheöffnungsgesetz 

Nachdem Bundespräsident Steinmeier das Eheöffnungsgesetz inzwischen unterzeichnet hat, können ab dem 1. Oktober 2017 nun auch in Deutschland die ersten Homo-„Ehen“ geschlossen und dann auch Kinder adoptiert werden. Mit einer Normenkontrollklage könne die Bayerische Staatsregierung das noch verhindern, so das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE, die dazu aufruft die Petition »Eheöffnung kippen – Bayern voran!« zu zeichnen.  (BS)

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