C-Star – Martin Sellner: „Wir werden wie Verbrecher behandelt, wie Terroristen“

Die C-Star auf Zypern Foto: Hope Not Hate
Die C-Star auf Zypern Foto: Hope Not Hate

Die Crew der Identitären Bewegung ist in Zypern an Bord der C-Star gegangen, die jetzt im Mittelmeer unterwegs ist, um die Aktivitäten der NGOs zu überwachen. Die C-Star befindet sich nun kurz vor Kreta.

In einem Video, das am 29.7. veröffentlicht wurde, sprach US-YouTuberin Brittany Pettibone mit den Aktivisten Clément Galant aus Frankreich, Patrick Lenart und Martin Sellner aus Österreich, Lorenzo Fiato aus Italien und Robert Timm aus Berlin.

Lorenzo Fiato: „Das Problem in Catania war nicht so sehr die linken Aktivisten des Schwarzen Blocks, die eine Sitzblockade veranstaltet haben, sondern die italienische Regierung, die versucht hat, uns auf bürokratischem Wege zu behindern. Der Innenminister hat nach uns suchen lassen und im Parlament wurde über uns diskutiert.“

Martin Sellner: „Der ursprüngliche Plan war am 19. oder 20.7. an Bord zu gehen. Am 16.7. haben wir dann erfahren, dass die C-Star im Suezkanal festgehalten wird. Sie durften dort keinen Hafen anlaufen oder Treibstoff tanken. Wir sind aber trotzdem nach Catania geflogen um auf das Schiff zu warten. Dann brach im Suezkanal die Hölle los.“

Robert Timm: „Diese NGO namens Hope Not Hate hat auf ihrer Website behauptet, das Schiff hätte ukrainische Söldner an Bord und Sturmgewehre, und wolle sogar Flüchtlingsschiffe angreifen. Die ägyptischen Behörden haben daraufhin verständlicherweise das Schiff durchsucht, was eine erhebliche Verspätung verursachte. Wie durch ein Wunder hat das Schiff es durch den Suezkanal geschafft, aber die Situation in Catania war schon so untragbar, dass wir beschlossen haben, lieber in Zypern an Bord zu gehen.

Bei der Reise nach Zypern wurden wir zweimal kontrolliert – erst folgte uns die Polizei in Catania zum Flughafen und unsere Pässe wurden kontrolliert. Bei der Ankunft auf Zypern hat dann jede Menge Polizei auf uns gewartet und uns vier oder fünf Stunden festgehalten.“

Martin Sellner: „In Catania wurden wir schon ständig von der Polizei beschattet. Sie hätten uns jederzeit durchsuchen und unsere ganze Ausrüstung und Banner konfiszieren können. Wir haben zwei mal das Quartier gewechselt. Es war der Wahnsinn.“

Patrick Lenart: „Wir haben ja überhaupt nichts Illegales gemacht. Aber die Polizei und der Bürgermeister waren hinter uns her, die hätten unsere Computer und Handys für Monate beschlagnahmen können.“

Martin Sellner: „Durch ihre falschen Anschuldigungen hat Hope Not Hate unsere Crew wirklich in Gefahr gebracht. Sie wurden mit vorgehaltener Waffen kontrolliert, das ist in Ägypten wohl normal. Wir mussten Treibstoff zu Schwarzmarktpreisen kaufen, weil alle wussten, wer wir waren und dass wir es brauchten. Es war wirklich ein Wunder, dass wir es geschafft haben.“

Robert Timm: „Gestern haben wir in Larnaka übernachtet, das ist auf der griechischen Seite von Zypern. Aber das Schiff war auf der türkischen Seite, und das war nicht so toll. Martin hat ein paar Videos gemacht, die die Türken als Erdogan-kritisch empfinden. Wir hatten also eine 50-50 Chance an der Grenze verhaftet zu werden. Deshalb waren wir sehr froh, als wir drüben waren. Dann tauchten Journalisten auf, die davon Wind gekriegt hatten. Die türkische Polizei hat zuerst die Crew kontrolliert, weil sie dachten, sie wären illegale Einwanderer. Dann hat jemand behauptet, das Schiff hätte Drogen an Bord und das Schiff wurde mit Spürhunden durchsucht.“

Patrick Lenart: „Das ist jetzt das sauberste Schiff der Welt, weil es so oft kontrolliert wurde.“

Martin Sellner: „Und das Bekannteste. Es ist das einzige Schiff mit einem eigenen Hashtag: #CStar. Jetzt sind wir wieder auf der griechischen Seite von Zypern, wo es sehr touristisch ist und voller betrunkener Engländer. Morgen werden wir versuchen, mit der C-Star abzulegen.“

Patrick Lenart: „Es ist echt hart für uns zu sehen, wie hier alle Urlaub machen und feiern, während wir hier im Hotelzimmer sitzen und arbeiten müssen.“

Clément Galant: „Wir versuchen einfach kein Aufsehen zu erregen.“

Martin Sellner: „Wir machen ja nichts Illegales. Wir planen ja nur eine Rettungsmission im Mittelmeer, genau wie die NGOs, nur dass wir uns an das Gesetz halten wollen. Aber wir werden wie Verbrecher behandelt, wie Terroristen. Wir müssen tricksen und planen als wenn wir Schwerverbrecher wären, sonst hätten wir es nie soweit geschafft. Aber wir hoffen, dass ein paar Leute dieses Video sehen und merken, was los it.“

Alexander Wallasch schrieb auf Tichys Einblick über die C-Star: „ Die (Überraschung) bestand nun darin, das Sellner und Co. nicht etwa in einem sizilianischen Hafen versuchten, an Bord der C-Star zu gelangen, sondern einfach mit einem Transportschiff auf offener See auf die C-Star überwechselten – zusätzlich ein kleinerer Tanker dabei, so dass man auch zum Tanken nicht in einem der Häfen festmachen musste. Die C-Star  will von nun an schauen, was die NGO-Schiffe vor der libyschen Küste treiben. Man will nach eigenem Bekunden keine Seenotrettung behindern, sondern beobachten und – so weit es die Mittel zulassen – darauf drängen, die Schlauchbootinsassen in die nahen libyschen Häfen „zu retten“.

Hier den Kurs der C-Star auf MarineTraffic verfolgen.

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