Ausstieg Italiens aus dem Euro immer wahrscheinlicher

Hans-Werner Sinn ist emeritierter Präsident am ifo Institut und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Bild: JouWatch)

Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige ifo-Chef, Hans-Werner Sinn, hält es für immer wahrscheinlicher, dass Italien aus dem Euro austreten wird. Die Rückkehr zur Lira wird wahrscheinlicher und das Land könne davon profitieren.

Laut Focus hält Hans-Werner Sinn, emeritierter Präsident am ifo Institut und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, den Ausstieg Italiens aus dem Euro für immer wahrscheinlicher. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Chef des Ifo-Instituts in München kann sich vorstellen, dass Italien wieder zur Lira zurückkehrt. Seiner Ansicht nach komme das Land mit dem Euro nicht zurecht, da sich Italien als Produktstandort um 42 Prozent gegenüber Deutschland verteuert habe. Zudem habe das Land seit Jahren nichts unternommen, um seine Lage zu verbessern.

Nach einer italienischen Studie bestätigt sich, dass die Rückkehr zur Lira einige Vorteile für das Land hätte. Dieser Austritt könne noch in diesem Jahr – entweder im Spätherbst – vermutlich aber eher im Frühjahr 2018 geschehen. Abhängig sei dies von den nächsten Parlamentswahlen in Italien. Die Euro-kritische 5-Sterne- Bewegung (M5S) liegt aktuell in Umfragen leicht vor der Demokratischen Partei (PD) von Ministerpräsident Paolo Gentiloni, so der Focus. M5S strebt – wie die Alternative für Deutschland (AfD) – eine Volksabstimmung über den Verbleib in der Gemeinschaftswährung an. EU-Umfragen zufolge hielten zuletzt weniger als die Hälfte der Italiener den Euro für eine gute Idee. (BS)

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