Die Odyssee der C-Star: Suez, Zypern, Sizilien

Foto: 4chan
Die Defend Europe Besatzung wartet in Catania auf die C-Star (Foto 4chan)

Die C-Star der Identitären Bewegung sitzt nach jüngsten Meldungen in Famagusta im türkischen Zypern fest. Der Kapitän und sein Assistent seien verhaftet worden.

Von Richard Thursie

Sieben Jahre brauchte Odysseus, um von Troja nach Ithaka zurückzukehren – langsam beginnt Defend Europe auch zu verstehen warum. Die englische NGO Hope Not Hate, die im Jahr 2014 mit $93.734 von George Soros finanziert wurde, hatte das Schiff beschuldigt, mit waffenstarrenden Söldnertrupps beladen zu sein, woraufhin die ägyptischen Behörden das Schiff im Suezkanal festhielten und gründlich durchsuchten – ohne Ergebnis, wie die Identitären-Chefs Lorenzo Fiato, Martin Sellner und Robert Timm auf einer Presskonferenz am 22.7. in Catania sagten.

Hope Not Hate enthüllte außerdem, dass der Besitzer der C-Star Sven Tomas Egerstrom, Geschäftsführer von Marine Global Services LTD aus Cardiff, UK, vor 15 Jahren wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von 2,5 Jahren verurteilt wurde. Egerstrom versicherte „keine Beteiligung seiner Schiffe an illegalen Tätigkeiten zu dulden“, sehe aber „kein Problem, wenn das Schiff im Rahmen legaler Nachforschungen benutzt werde.“

Der sozialdemokratische Bürgermeister Enzo Bianco (PD) von Catania, Sizilien, wo die Identitäre Crew an Bord gehen wollte, warnte vor einer nicht näher benannten „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“ und wollte verhindern, dass die C-Star einlaufe. „Man muss sich vorstellen, dass ein Schiff mit Hunderten Flüchtlingen im Hafen liegt, die medizinisch versorgt und ordnungsgemäß registriert werden müssen, und dann kommen diese Leute und provozieren. Das werden wir nicht gestatten,“ so Bianco in der Welt.

Dagegen, dass gestern tatsächlich hunderte illegale Einwanderer in Catania anlegten, scheint der linke Bürgermeister keine Einwände zu haben. „Von den 100.000 Flüchtlingen, die in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Europa gelangt sind, seien allein mehr als 14.000 Flüchtlinge in Catania gelandet, so Bianco“, schreibt die Welt weiter. Stattdessen werden unabhängige Journalisten daran gehindert, über die Ankunft der Aquarius von SOS Mediteranée in Pozallo mit etwa 400 Migranten an Bord und der Phoenix mit etwa 300 Migranten in Catania zu berichten. Währenddessen kämpft Italien verzweifelt darum, die Rekordzahl der illegalen Einwanderer von 93.000 dieses Jahr zu begrenzen und Verhaltensregeln für die vornehmlich deutschen NGOs festzuschreiben.

Besitzer Sven Tomas Egerstrom in Famagusta (Foto: 4chan)
Besitzer Sven Tomas Egerstrom in Famagusta (Foto: 4chan)

Nun wird die C-Star scheinbar in Famagusta, Nordzypern festgehalten, wo ein Crewwechsel stattfinden sollte. Nach Darstellung von Defend Europe wurde die tamilische Besatzung am Flughafen von NGOs bedrängt, dort Asyl zu beantragen. Der Besitzer Sven Tomas Egerstrom sei vor Ort um zu verhandeln, berichtet 4chan.

„Nach ausführlicher Aufklärung der Behörden durch Hope Not Hate und anderen Gruppen“ wurde der Kapitän und sein Assistent aufgrund falscher Papiere verhaftet und das Schiff geräumt, laut der NGO und dem türkischen Blog Ankara Degil Lefkosa.

„Auf linken Internetseiten ist die Rede davon, dass der Kapitän sogar wegen Verdachts der Schlepperei festgenommen worden sein soll. Die Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar um Asyl in Zypern angesucht. Sie sollen angegeben haben, dass sie für die Fahrt bezahlt haben. Ein offizielle Bestätigung für diese Berichte gibt es vorerst allerdings nicht. Laut lokalen Medien wird dem Schiffseigner außerdem vorgeworfen, im Jahr 2015 Waffen im Wert von zwei Millionen Dollar geschmuggelt zu haben“, berichtet der Kurier aus Österreich.

„Die Identitären sagten gegenüber dem Kurier zu dem Vorwurf der Schlepperei: „Das ist absurd.“ Die Tamilen seien zu Trainingszwecken an Bord gewesen, um eine Kapitänsausbildung zu absolvieren. Das sei ein ganz normaler Vorgang, sie hätten natürlich auch dafür bezahlt. Als sie an Land kamen, um einen Crewwechsel durchzuführen, seien sie von NGOs „massiv gedrängt“ worden, einen Asylantrag zu stellen.“

Und hier das Statement von Defend Europe:

Wandere aus, solange es noch geht!
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