Sehr drollig: Martina Fietz im FOCUS

Max Erdinger Foto: JouWatch

FOCUS-Online Korrespondentin Martina Fietz mit einem sehr drolligen Artikel zu Erdogan, Trump und Putin – Titel: „Ende der Geduld: Die freie Welt braucht eine Strategie im Umgang mit Despoten.“ Eine Medienkritik.

Von Max Erdinger

Zunächst mal, Frau Fietz: Wenn die freie Welt eine Strategie im Umgang mit Despoten braucht, dann betrifft diese Notwendigkeit Länder wie Ungarn, Polen, die Slowakei und Tschechien in ihrem Umgang mit der EU respektive mit Frau Merkel. Von den drei Despoten, die Sie hier nennen, ist lediglich der Türke einer. Wie Sie darauf kommen, daß uns zu interessieren hätte, welche Strategie für die freie Welt im Umgang mit Erdogan sinnvoll wäre, ist ein völliges Mysterium. Wir Deutsche sind nicht die freie Welt, genauso wenig wie die Franzosen oder die Italiener.

Aber gut, die ganze Welt braucht eine Strategie im Umgang mit Erdogan. Was Putin und Trump betrifft, hat zumindest die freie Welt schon eine erfolversprechende Strategie: Aufmerksam zuhören und kooperieren. Aber wie gesagt, wir sind nicht die freie Welt. Wir sind eine Merkel-Maas´sche Gesinnungsdiktatur, von oben bis unten verwanzt mit den Mikrofonen der typisch teutschen Gesinnungswächterei, wie man sie seit bald hundert Jahren im Reich und in der Ostzone kennt. Die obrigkeitsseitig verfügte Political Correctness samt ihren verpflichtenden Sprachregelungen hat mit Freiheit so viel zu tun, wie ranzige Butter mit einem Düsenjäger.

Aber bitte, gehen wir doch einfach noch einmal gemeinsam und konstruktiv Ihren Text durch und korrigieren wir zusammen das Nötigste. Wollen wir es so machen? – Fein.

Sie schrieben – Zitat:“Aggression gab es in der Staatengemeinschaft schon immer. Doch nach dem Ende des Kalten Krieges ging man davon aus, dass Konfliktvermeidung zum Primat der Politik wurde. Das war eine trügerische Hoffnung.“ – Zitatende.

Bevor es losgeht, Frau Fietz: Darf ich Martina zu Ihnen sagen? -Danke, das ist nett. Ich bin der Max. Also, Martina: Wenn etwas nicht so ist, wie man annahm, daß es sei, darf man nicht „wurde“ schreiben, sondern muß „geworden sei“ nehmen. Außerdem wäre man dann einer Illusion aufgesessen und nicht einer Hoffnung. Hoffnung und Illusion sind nämlich zwei Begriffe mit unterschiedlichen Bedeutungen. Die „Gemeinschaft“ wiederum ist ein Begriff, der eine gewisse Einigkeit beinhaltet. Aggression und Gemeinschaft vertragen sich schlecht. Eine aggressive Feindseligkeit zwischen einzelnen Staaten verträgt sich mit „Staatengemeinschaft“ nicht sonderlich. Aber wir wollen mal nicht so pingelig sein. Wahrscheinlich hat dir die Frau Merkel mit ihrem „konstruktiv, – gemeinsam, – und Auf-Augenhöhe-Gesülz“ einfach ein bißchen den Sinn für sprachliche Präzision getrübt, was selbstredend einen schlechten Einfluß auf das Denken ausübt. Das wird sich gebessert haben, wenn wir hier durch sind. Freust du dich schon auf einen klaren Verstand? Das ist schön. Erste Regel also, Martina: Wenn wir nicht für dumm gehalten werden wollen, dürfen wir keinesfalls reden wie Frau Merkel. Wie bitte? – Ja, das ist ein schön scharfer Brieföffner hier auf meinem Schreibtisch. Finger weg!

Zitat: „Recep Tayyip Erdogan wählt den bewussten Regelverstoß. Der türkische Präsident hat längst den Boden demokratisch legitimierter Machthaber verlassen. Er agiert mit den Mitteln der Despotie. Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, freie Meinungsäußerung – all das hat der Mann in Ankara über Bord geworden.“ – Zitatende.

Genau. Deswegen lassen wir jetzt den Erdogan einfach weg und konzentrieren uns auf das, was du über Trump und Putin geschrieben hast. Warum, willst du wissen? Na ja, schau: Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und freie Meinungsäußerung hat die Frau in Berlin ebenfalls über Bord geworfen. Wenn wir außer Erdogan auch noch die Despotin dafür kritisieren wollten, würden wir mit dieser Medienkritik nie fertig werden. Also lassen wir es. Außerdem: Wir säßen beide in der Bredouille, wenn wir der Despotin das vorwerfen würden, was du hier Erdogan vorwirfst. Weil: Die Despotin hat zum Thema Erdogan schon eine ganz andere freie Meinungsäußerung verfügt. Ihren Worten zufolge hat Erdogan in der Türkei mit der Niederschlagung des Putsches letztes Jahr die Demokratie samt ihrer Gewaltenteilung, der Rechtsstaatlichkeit und der freien Meinungsäußerung gerettet! Mit der Rettung und dem Über-Bord-werfen verhält es sich aber wie bei der ranzigen Butter und dem Düsenjäger: Sie haben nichts miteinander zu tun. Und bevor wir dem Leser weismachen wollen, daß du etwas von der Demokratie verstehst, machen wir ihm lieber weis, daß die Berliner Despotin etwas davon versteht, weil wir das leichter begründen könnten und weil es uns einen Haufen Ärger erspart: Die Kanzlerin wurde in einer deutschen demokratischen Republik sozialisiert, wir zwei Hübschen hingegen nur in einer deutschen Bundesrepublik. Da können wir gar nicht mitreden, sozusagen. Und deswegen … hallo? Du sollst deine Finger bei dir lassen! Messer, Gabel, Scher und Licht … laß´ den schön scharfen Brieföffner genau da liegen, wo er gerade liegt, Martina! Wir schauen jetzt lieber mal nach, was du über Trump und Putin geschrieben hast. Da stimmt nämlich auch einiges nicht.

Du schriebst – Zitat: „Erdogan (ist) nicht der einzige, der bewusste Grenzüberschreitungen zum Mittel der Politik macht. Wladimir Putin steht ihm in nichts nach, vereinnahmt völkerrechtswidrig Land und droht unverhohlen in Richtung seiner Nachbarschaft.“ – Zitatende.

Du hast hier auf die Krim abgehoben, stimmt´s, Martina? Siehste, da bist du wieder dem hinterlistigen Geschwätz der Despotin auf den Leim gegangen. Sie hat Annexion gesagt, dann hast du nach „Annexion“ gegoogelt und als du wusstest, was das Wort bedeutet, hast du es einfach in dein eingetrübes Denken übernommen und deswegen den Fehler mit dem Wörtchen „völkerrechtswidrig“ gemacht. Hättest du nach „Sezession“ gegoogelt, wäre dir dieser saudumme Fehler mit der „Vereinnahmung von Land“ nicht passiert. Schau, Martina, auf der Krim hat man zuerst demokratisch darüber abgestimmt, ob man lieber ukrainisch bleiben will oder ob man lieber russisch werden will. Ausgegangen ist das so, daß man lieber zu Rußland wollte. Folglich hat man sich dort von der Ukraine getrennt. Das ist auch kein Wunder, weil auf der Krim mehrheitlich Russen leben. Das Ganze nennt man eine „Sezession infolge einer demokratischen Abstimmung“. Politisch annektiert worden ist hingegen die Ukraine damals, als man dem prorussischen Präsidenten Janukowytsch amerikanische NGOs und Söldnertruppen auf den Hals hetzte, die in seinem Land einen Bürgerkrieg anzettelten, ihn verjagten und durch den ehemaligen CIA-Zuträger Poroschenko ersetzten.

Mit dem Völkerrecht ist es nun wiederum so, daß dasjenige Land, zu dessen Gunsten eine Sezessionsentscheidung ausgefallen ist, verpflichtet ist, die Sezessionäre zu unterstützen. Deswegen ist der Herr Putin ein wahrer Freund des Völkerrechts und jeder, der für das Wort „Sezession“ das Wort „Annexion“ verwendet, ist wahrscheinlich ein Lügenbeutel und lediglich im günstigsten Fall ein Dummbeutel. In Deutschland kann man übrigens ruhig auch „Dummbeutelin“ sagen. Eine russische Übersetzung gibt es da wahrscheinlich nicht. Insofern sind die Russen, was die Verweiblichung von allem angeht, tatsächlich ein bißchen hinten dran. Das macht aber nichts, weil sie dafür das riesige Glück haben, daß ihre Weiber nicht vermännlicht sind. Schon mal im Sommer in St. Petersburg auf dem Newski Prospekt unterwegs gewesen, Martina? – Nicht? Macht nichts, da wärst du sowieso nur unangenehm aufgefallen. Die Finger, Martina! Du sollst den Brieföffner da lassen, wo er ist, verdammt! Bist du schwer von Begriff, oder was?

Nun zum verehrten Herrn Präsidenten Trump. Über den schriebst du – Zitat: „Und selbst der amerikanische Präsident regiert im Weißen Haus mit dem Mittel des Regelverstoßes. Denn dass Donald Trump nicht weiß, was er tut, ist mittlerweile nicht mehr anzunehmen. Auch er setzt sich bewusst über alle bisherigen Gepflogenheiten der Diplomatie hinweg sowie über alles, was man gemeinhin als good governance bezeichnet.“ – Zitatende.

Nimmst du etwa Drogen, Martina? Sag´s dem lieben Max. Dem lieben Max kannst du alles sagen. Er findet eine Lösung, das siehst du ja. Wie? Du nimmst keine Drogen? Das ist tragisch. Das heißt, daß du schon nüchtern nicht die hellste Kerze auf der Torte bist. Du sollst den Brieföffner liegen lassen! Zu scharf für dich!

Schau, Martina: Mit den Mitteln des Regelverstoßes zu regieren, ist keine Spezialität des verehrten Herrn Präsidenten Trump, sondern eine der Despotin in Berlin und derjenigen Katzbuckler, die ihr aus Furcht vor ihrem Machtinstinkt hinterherschleimen und jeden Regelverstoß mitmachen. Kennst du die alte Volksweisheit, nach der ein jeder vor seiner eigenen Tür kehren soll? – Aha, kennst du. Was lernen wir? Genausowenig, wie wir Erdogan für etwas kritisieren sollen, das wir auch an unserer Kanzlerin kritisieren müssten, können wir Trump für ein Regieren vermittels des Regelverstoßes rügen.

Ehrlich gesagt, Martina: Gegen je mehr von den Regeln, die er selbst nicht eingeführt hat, der verehrte Herr Trump verstößt, desto sympathischer muß er uns sein. Seit Ronald Reagan aus dem Amt geschieden ist, sind die Regeln in Amerika nämlich immer dämlicher geworden. Der verehrte Herr Präsident Trump hat das zutreffend erkannt und unternimmt etwas dagegen, Vorbild, welches er für uns alle ist. So wie der Herr Präsident Trump müssten wir es in Deutschland auch machen. Wir müssten saudumme Regeln brechen, Sprachregeln zum Beispiel. Aber leider: Wenn man erst einmal eine Despotin im Kanzleramt sitzen hat wie der Fuchs die Laus in seinem Pelz, wird man sie schlechter wieder los, als einen amerikanischen Präsidenten Obomb .. Obimb … wie hieß er noch gleich … wurschtetz, zu dem es eine Alternative gibt, die beispielsweise Trump heißt. Wenn du deine Finger nicht augeblicklich von meinem schön scharfen Brieföffner läßt, sperre ich ihn weg, Martina!

So, jetzt schauen wir mal, was dir überflüssigerweise als Lösung für dein eingebildetes Problem eingefallen ist – Zitat: „Ordnungsrufe in alle Richtungen werden notwendig. Da ist auch Deutschland gefordert. Lange war die Politik hierzulande zurückhaltend, sowohl mit Kritik als auch mit der Formulierung eigener Interessen – zwangsläufig. Schließlich galt es in den Gründungsjahren der Republik zunächst, international Vertrauen zurückzugewinnen. Außerdem war die Handlungsfähigkeit eingeschränkt, so lange die vier Alliierten ein gehöriges Wort mitzureden hatten.“ – Zitatende.

Du hast Glück, daß du ein Mädchen bist, Martina, weil man Mädchen nämlich nicht hauen darf. Besonders dann nicht, wenn sie eh schon einen Hau haben. Ordnungsrufe, Martina? Das ist ja noch drolliger als das Zeichensetzen! Ordnungsrufe setzt derjenige ab, der bei Nichtbeachtung seiner Ordnungsrufe dazu in der Lage ist, Ordnung durchzusetzen! Und? Ist das entklötete Luschendeutschland der Despotin etwa in der Lage dazu, seinen Ordnungsrufen auch gebührenden Nachdruck zu verleihen den verehrten Herren Trump und Putin gegenüber? Das klappt mit einer geringen Wahrscheinlichkeit vielleicht noch beim Despotürken, aber doch nicht bei den Herren Putin und Trump! Die beiden Herren zur Ordnung zu rufen, das wäre ungefähr so, als würde ein Armamputierter dem Terminator Maulschellen androhen. Das kann er zwar machen, aber er braucht sich nicht zu wundern, wenn er dafür vom Terminator ausgelacht wird. Soll Deutschland den schwarzen Ritter der Monty Pythons geben? Zur Ordnung, Martina, ruft, wer die Ordnung auch durchsetzen kann. Wenn er es nicht kann, dann läßt er es am besten schon deswegen bleiben, um sich nicht noch lächerlicher zu machen, als er ohnehin schon ist. Hast du das verstanden? Und noch etwas: Unsere Handlungsfähigkeit war unter der Fuchtel der Alliierten mit einem Herrn Kanzler Schmidt größer, als ohne die Fuchtel der Alliierten und mit dieser despotischen Sabbelraute aus der Zone. Und Vertrauen, Martina, verdient man sich dadurch, daß man Verläßlichkeit und Berechenbarkeit an den Tag legt. Bei der  Despotentrulla gibt es einen einzigen Punkt, auf den man sich verlassen kann: Daß man sich nicht auf sie verlassen kann. Die sabbelt jeden Tag irgendwelches schwachsinnige Zeug daher und kann sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern, was es gewesen ist. Ob „Ehe für alle“, ob „PKW-Maut“, ob „Überfremdung“ oder … egal was: Die Despotin in Berlin hat jedes Vertrauen, das ihre Amtsvorgänger mühsam gewonnen haben, wieder verspielt! Das einzige, worauf die ganze Welt vertraut, ist, daß sie jeden Blödsinn macht, wenn sie nur der Ansicht ist, daß es ihrem Image der Gutmenschin nützt und ihr die Macht erhält.

Was haben wir noch? – Zitat: „Doch die Zeiten sind vorbei, auch die Phase der Selbstfindung kann nun zu einem Ende kommen. In einem konstruktiven Sinn ist Deutschland bereits dabei, mehr Verantwortung zu übernehmen. So müht die Bundesregierung sich redlich, der Minsker Vereinbarung zur Lösung des Ukraine-Konflikts zum Erfolg zu verhelfen und sie versucht auch, Europa ein neues Selbstbewusstsein zu verschaffen. Doch reicht das nicht. Die freie Welt braucht eine Strategie im Umgang mit Despoten. Hier muss Deutschland voran gehen.“ – Zitatende.

Erzähl´mir nichts, Martina. Du nimmst doch Drogen. Ausgerechnet dasjenige Land, das am allerwenigsten Selbstbewußtsein von allen hat, soll ganz Europa ein neues Selbstbewußtsein geben? Hast du schon mal daran gedacht, in der Sahara eine Mineralwasserfabrik zu bauen?  Du hast sie doch nicht mehr alle! Aber in einem hast du aus Versehen recht: Die freie Welt braucht tatsächlich eine Strategie im Umgang mit der Despotin – und außerdem eine für den Umgang mit so realitätsverweigernden Schreiblieseln wie du eine bist. Glückwunsch! So, und als nächstes löschst du deinen ganzen Text und entschuldigst dich beim lieben Herrn Focus für die Belästigung seiner Leser. Wo ist eigentlich mein Brieföffn … aaarrrgghhh … du solltest doch … röchel …

 

 

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