Bücherverbrennung im Merkel/Maas-Land

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Der "Spiegel" lässt alte Traditionen wieder beleben (Foto: Pixabay)

„Der Spiegel“ lässt „Finis Germania“ verschwinden

Wenn es darum geht, den Deutschen immer wieder mit der Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus einzuimpfen, ein unverbesserliches Tätervolk zu sein, ist „Der Spiegel“ stets an vorderster Front der Volkserziehung. Gerade Texte zu und Bilder von den barbarischen Bücherverbrennungsaktionen der Nazis lassen sich mit gewisser Regelmäßigkeit in dem Blatt finden, von den zahlreichen verkaufsfördernden Hitler-Titelgeschichten mal ganz abgesehen. Wer so kundig über Geschichte und Methoden des NS-Regimes zu berichten weiß wie das linkslastige Magazin mit der sinkenden Auflage, kann schon mal auf die Idee kommen, sich teuflischer totalitärer Praktiken bei passender Gelegenheit selbst zu bedienen.

Von Wolfgang Hübner

Und genau das ist jetzt geschehen, natürlich in modernisierter, dem Merkel/Maas-Zeitalter gemäßer Weise: Noch in der Ausgabe 29/2017 der Vorwoche stand auf dem 6. Platz der für Autoren und Verleger so wichtigen, weil auflagenfördernden Sachbuchliste der Spiegel-Bestseller Rolf Peter Sieferles brisantes Buch „Finis Germania“. Dieser bis zu seinem Tod im Herbst 2016 auch bei Grünen und Linksliberalen hochangesehene Historiker rechnet in diesem und seinem anderen nachgelassenen Werk „Das Migrationsproblem“ mit intellektueller Schärfe und unwiderlegbaren Argumenten ab mit der Situation und Perspektive des von Hypermoral sowie einer selbstmörderischen Einwanderungspolitik deformierten Deutschlands.

Nun war es ausgerechnet ein leibhaftiger „Spiegel“-Redakteur namens Dr. Johannes Saltzwedel, der vor einiger Zeit mit seinem Votum dafür gesorgt hatte, dass „Finis Germania“ auf die viel beachtete Empfehlungsliste für Sachbücher von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ kam. Nachdem die stets aufmerksamen Hüter der unbefleckten „Politischen Korrektheit“ bemerkt hatten, was ihnen da der Dr. Saltzwedel eingebrockt hatte, erfolgte eine hysterische Distanzierungsorgie in den Feuilletons der meinungsbildenden Medien samt einer ebenso demütigenden wie jämmerlichen Entschuldigung der „Spiegel“-Redaktion für ihren auf „rechte“ Abwege geratenen Kollegen.
In der „Süddeutschen Zeitung“ entblödete man sich sogar nicht, den positiven Nachruf auf Sieferle nachträglich zu korrigieren. Und in der FAZ denunzierte ein karrieregeiler, von offensichtlich unheilbaren Charakterdefiziten geprägter Journalist den ihm und anderen Schreiberlingen geistig turmhoch überlegenen Sieferle in einer so schmutzigen, lügenhaften Weise, wie das selbst in diktatorischen Regimen nur noch in Ausnahmefällen ähnlich grob und lügenhaft praktiziert wird.

Das alles hatte und hat allerdings eine erfreuliche Nebenwirkung: „Finis Germania“, herausgebracht von einem kleinen rechtskonservativen Verlag, entwickelte sich zu einem sensationellen Bestseller. Denn es gibt inzwischen in Deutschland genug Menschen, die sich bei einem offiziell so verfemten Buch mit eigener Lektüre ihre Meinung bilden wollen. Der Erfolg von Sieferles geistigem Testament, denn als solches kann „Finis Germania“ durchaus bezeichnet werden, ist derart groß und unbestreitbar, dass auch die Sachbuchliste des „Spiegel“ in besagter Ausgabe 29/2017 das Buch gleich auf den 6. Platz setzen musste – von Null auf Sechs, das geschieht nicht oft! Doch in der aktuellen Magazin-Ausgabe 30/2017 ist „Finis Germania“ auf der Sachbuchliste plötzlich nicht mehr zu finden: Vom 6. Platz unter den jeweils 20 aufgeführten Buchtiteln gleich wieder auf Null – das hinwiederum gab es wohl noch nie!

Der Vorgang ist so einzigartig und spektakulär, vor allem nach der Vorgeschichte, dass „Der Spiegel“ dafür unbedingt eine Erklärung geben müsste. Tut er aber nicht. Denn was die Redaktion erklären müsste, wäre nichts anderes als ihre journalistische, geistige und moralische Bankrotterklärung. Wie schon all die abhängig korrumpierten Zeitgeistknechte, Opportunisten, Möchtegernintellektuellen und Schönschwätzer in den Medienfeuilletons hat sich „Der Spiegel“ in besonders plumper Weise an einer modernen Form der Bücherverbrennung beteiligt. Dazu bedarf es im Jahr 2017 keiner Scheiterhaufen mehr, die wären auch zu auffällig. Vielmehr schweigt, diffamiert und manipuliert man im Merkel/Maas-Land ein kritisches Buch und einen kürzlich noch hochangesehenen Autor einfach weg.

Doch die gute Nachricht: Diese Bücherverbrennung ist bereits krachend gescheitert. In den Flammen steht nun vielmehr die Reputation jener Kaste, die sich in unverschämter Überschätzung selbst für die geistige Elite hält. Sie sind in aller Öffentlichkeit an einem Mann gescheitert, der vor seinem selbstbestimmten Ende der verwahrlosten Republik die Totenmesse gelesen hat. Deutschlands Patrioten werden den Namen und das Werk von Rolf Peter Sieferle in höchsten Ehren halten, so lange es Deutschland noch gibt. Doch wir verachten zutiefst jene, die seine Würde, Leistung und Vermächtnis mit ihrer Schande zu beschmutzen suchen.

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