Deutsche Zeitungen betrieben in „Flüchtlings“-Krise Regierungspolitik

Foto: Collage
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STUDIE BELEGT MANIPULATIVE BERICHTERSTATTUNG DER QUALITÄTSMEDIEN

In der jetzt veröffentlichten seriösen wissenschaftlichen Studie der Universität Leipzig und der Hamburg Media School wurden rund 35.000 Zeitungsartikel der vier großen Leitmedien Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Welt und Bild sowie von 85 Regionalzeitungen untersucht. Auf knapp 200 Seiten wird der sogenannten „Qualitäts“-Presse eine manipulative und unkritische Berichterstattung während der Flüchtlingsflutung nachgewiesen: Nur sechs Prozent aller Artikel seien authentisch recherchiert, 83 Prozent beleuchteten das Flüchtlingsthema sehr bis eher positiv und prägten damit das Leitbild der Willkommenskultur mit. In dem Bericht der Deutschen Welle über die Studie könnten einige Formulierungen aus einem PI-Artikel stammen:

Von Michael Stürzenberger

Die Medien sind Schuld, sie haben das Thema Flüchtlinge 2015/16 volkspädagogisch im Sinne Angela Merkels begleitet. Und sie haben ihr Kerngeschäft, distanziert komplexe Entwicklungen zu erklären, nicht wahrgenommen. Stattdessen haben sie Regierungspolitik betrieben und dem Volk die Willkommenskultur geradezu verordnet.

Dogmatische Volkserziehung statt objektive Berichterstattung

Zwei Jahre nach der verhängnisvollen Öffnung der Schleusen werden somit alle Warnungen von AfD, Pegida sowie der alternativen unabhängigen Internet-Informationsmedien bestätigt. Der Begriff „Lügenmedien“ bekommt dadurch eine nachträgliche wissenschaftliche Bestätigung. Während Deutschland von hunderttausenden mohammedanischen tickenden Zeitbomben geflutet wurde, lieferten die Mainstream-Medien linksideologisch geprägte Propaganda und dogmatische Volkserziehung statt objektiver Berichterstattung, die sich kritisch mit den brandgefährlichen Vorgängen auseinandersetzt. Zudem wurden die von der verordneten Meinung abweichenden Politiker der AfD aus den Artikeln fast komplett ausgeschlossen:

43 Prozent aller in dem Untersuchungszeitraum zu Wort gekommenen Akteure waren der Studie zufolge Vertreter der Bundesregierung, der Ministerien, der Parteien. Grüne Politiker durften sich doppelt so häufig zum Thema via Zeitungsbericht äußern wie Politiker der Linken. Die AfD, inzwischen in zahlreichen Parlamenten vertreten, kam praktisch nicht vor (0,1 Prozent).

Politik und Presse im „geschlossenen Kommunikationsraum“

Die Studien-Autoren sprechen von einer „ausgeprägten Dominanz der politischen Elite“, die mit Hilfe der Medien (in diesem Fall der Printmedien) das Thema beherrschen. Und zwar ganz eindeutig im Sinne der beiden Koalitionsparteien. Kritische Distanz wird in der Hälfte der untersuchten Beiträge nicht durchgehalten. Schlimmer noch: Politik und Medien hätten sich beim Thema Flüchtlinge in genau dem „geschlossenen Kommunikationsraum“ bewegt, „den viele Ausgegrenzte in ihren Kommentaren mit ‚Mainstream‘ und ‚Systempresse‘ etikettieren“.

Aufs Ganze gesehen haben die untersuchten Zeitungen zu 83 Prozent sehr bis eher positiv über das Flüchtlingsthema berichtet und damit das Leitbild der Willkommenskultur mitgeprägt. Über Bedenkenträger und deren Argumente wurde nur am Rande berichtet.

Neben der Deutschen Welle beschäftigt sich auch Die Welt als Betroffene mit der Studie, die keine TV-Medien und Wochenzeitungen berücksichtigte:

Nicht nur hätten sich die „sogenannten Mainstreammedien“ geschlossen hinter Angela Merkels Flüchtlingspolitik versammelt, sie hätten auch „Losungen der politischen Elite“ unkritisch übernommen und eine „euphemistisch-persuasive Diktion“ des Begriffs der Willkommenskultur verbreitet, so die Studie.

Auf diese Weise sei „Willkommenskultur zu einer Art Zauberwort verklärt“ worden, „mit dem freiwillig von den Bürgern zu erbringende Samariterdienste moralisch eingefordert werden konnten“.

Der Leiter der Studie, Professor Michael Haller, glaubt, dass eine „Sinn- und Strukturkrise“ die Medienbranche erfasst habe. „Große Teile der Journalisten haben ihre Berufsrolle verkannt und die aufklärerische Funktion ihrer Medien vernachlässigt.“

In dem Welt-Artikel, der bisher auf stattliche 760 Kommentaren kommt, tauchen auch die bezeichnenden Begriffe „versagt“ und „Gutmensch-Sentimentalität“ auf. In dem darin eingebetteten Video sind unter anderem Pegida-Proteste zu sehen. Ob diese Studie nun dazu beiträgt, dass die Mainstream-Medien eine längst überfällige selbstkritische Kurskorrektur vornehmen, wird weiter höchst aufmerksam zu beobachten sein.

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