Deutsche Banken bunkern Tonnen von Bargeld

(Bild: JouWatch)
Immer wieder im Gespräch: Die Abschaffung des Bargeldes

Um der Knute von EZB-Chef Mario Draghi und seinem Strafzins für Geschäftkunden zu entgehen bunkern immer mehr deutsche Banken Bargeld.

Immer irrsinnigere Blüten treibt die katastrophale Geldpolitik des EZB-Chefs Mario Draghi. 2014 kam es erstmals zu Negativzinsen bei der EZB. Der Zinssatz für Einlagefazilitäten – also Einlagen, die Geschäftsbanken bei der EZB unterhalten – fiel auf -0,10 Prozent und so mussten auch deutsche Kreditinstitute für ihr Bargeld, das sie in sogenannten Übernachtgeschäften bei der EZB parkt, Strafzinsen zahlen.

Der Wunsch hinter dem staatsplanerischen Tun der EZB: Die Banken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben und so die Wirtschaft anzukurbeln. Die Kreditnachfrage deutscher Unternehmen ist aber geringer als das Angebot der Banken, viele Institute müssen Kundeneinlagen daher bei der EZB parken. Seit dem Frühjahr 2016 liegt der Satz nun wie festgefroren bei 0,4 Prozent

Am Ende diese gefährlichen Spiels steht das Bargeldverbot

Um diesen Negativzins bei der Europäischen Zentralbank zu vermeiden, bunkern immer mehr deutsche Banken Bargeld. „Innerhalb der letzten zwei Jahre haben die deutschen Kreditinstitute zehn Milliarden Euro in ihren Tresoren zusätzlich gelagert, um Negativzinsen zu entgehen“, so Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele gegenüber dem „Tagesspiegel“. Er erwarte, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird

„Wenn das Geld als Zahlungsmittel auf den Konten der jeweiligen Zentralbank gehalten wird, müssen sie 0,4 Prozent Zinsen zahlen. Wenn das Geld bar im Tresor liegt, nicht“, erläuterte Thiele.

Wie JouWatch berichtete, ist Anfang Juni die Schamgrenze auch gegenüber Privatkunden gefallen und die ersten Volks- und Raiffeisenbanken erheben Negativzinsen auf deren Sparguthaben. Am Ende dieses gefährlichen Spiels steht als logische Konsequenz ein Bargeldverbot. (BS)

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