Romano Prodi: Die EU macht Italien kaputt!

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Alle Mann Richtung Italien: Foto: Brainbitch/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Der ehemalige Premierminister Italiens Romano Prodi sieht die Beziehung seines Landes zur EU im Sinkflug, es gehe „abwärts, abwärts, abwärts“, so Prodi gegenüber der BBC.

Von Marilla Slominski

Die Situation angesichts immer neuankommender illegaler Migranten sei „verzweifelt“ und die Menschen würden die EU für die Zustände verantwortlich machen: „Schiffe von EU Mitgliedsstaaten „retten“ auf dem Mittelmeer immer mehr Migranten… Niemand in Italien kann verstehen, dass z.B. britische, schwedische oder französische Schiffe alle diese Migranten dann ausschließlich nach Italien bringen“ erklärt Romano Prodi, der Italien von 2006 bis 2008 regierte.

Italien fordert von der EU mehr Unterstützung angesichts tausender illegaler Einwanderer, die täglich den Fuß auf italienischen Boden setzten.“Wir werden auf jeden Fall auch von deutscher Seite Italien helfen bei der Bewältigung dieser Probleme“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende Juni. Konkrete Maßnahmen nannte sie zu diesem Zeitpunkt nicht.

Am 4.Juli hieß es dann, die EU-Kommission werde dem Land kurzfristig weitere 35 Millionen Euro überweisen, „um Italiens Migrationsmanagement zu verbessern“.

Böse Bürger könnten auf die Idee kommen, es sei eine Art Schweigegeld bis zu den Wahlen. Denn was nach dem 24. September passiert, kann man sich angesichts der Situation im südlichen Nachbarland denken, steht Merkel doch weiterhin zu ihrer Politik der offenen Grenzen.

Inzwischen richtet sich der Zorn der italienischen Bürger auch gegen die eigene Regierung, die unfähig scheint, die Situation zu bewältigen. So verschob der linke Premier Paolo Gentiloni lieber die Abstimmung über die italienische Staatsbürgerschaft für alle im Land geborenen Migrantenbabys. Und Politiker, wie das Parlamentsmitglied Daniele Toninelli von der 5-Sterne-Bewegung rufen immer lauter nach einem Referendum über den Verbleib des Landes in der EU.

In Italien sind in diesem Jahr bereits mehr als 86 000 Migranten aus Afrika angekommen. Sie warten alle auf die Weiterreise Richtung Norden. Ihr erklärtes Ziel: Deutschland.

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