Italien: Wo sind die „Flüchtlinge“?

Foto: JouWatch
Von wegen EIN Schiff wird kommen. Wenn Italien nicht bald die Häfen schließt, muss man für Europa schwarz sehen (Foto: JouWatch)

Es erfüllt einen mit Verwunderung, wenn man feststellen muß, daß es in deutschen Großstädten inzwischen mehr Migranten zu sehen gibt, als in Catania auf Sizilien, das direkt an der Mittelmeerroute liegt. Reporter der „Jungen Freiheit“ sind der Sache auf den Grund gegangen und haben Erstaunliches herausgefunden. Sie folgten mit dem Auto verschiedenen Bussen, die Neuankömmlinge von den Häfen aus abtransportieren und sie ins sizilianische Hinterland verbringen, wo es an gut versteckten Orten proppevolle Flüchtlingslager gibt. Für Journalisten sind diese Orte Sperrgebiet.

Zudem gibt es Schleuserorganisationen, die sich um den Weitertransport kümmern. Migranten können sich zum Beispiel auf Malta völlig frei bewegen und auch Arbeiten annehmen. Daß sie dafür lediglich einen Hungerlohn von zwei bis vier Euro bekommen, erklärt, warum viele von ihnen vier bis fünf Jahre lang auf der Insel bleiben, ehe sie von dort verschwinden. Bei einem so geringen Lohn dauert es lange, bis sie die nötigen 2.000 Euro beisammen haben, um eine Schleusung auf das italienische Festland zu bezahlen.

Malta ist außerdem Hochburg der „Seenotretter“. Alleine dort sind zwölf NGOs mit ihren Schiffen vertreten. Wie die Reporter der JF vermittels Satellitenverfolgung der „Seenotretter“ feststellten, sind es gerade deutsche „Rettungsschiffe“ wie die „Seawatch“ oder die „Sea Eye“, die sich ständig hart an der Zwölf-Meilen-Grenze vor der libyschen Küste aufhalten, um Flüchtlinge einzusammeln, die noch gar nicht in Seenot geraten sind. Die werden dann nach Malta oder auch nach Sizilien gebracht. Damit Flüchtlingsboote ihre „Retter“ auch zuverlässig finden, sollen die „Retter“ inzwischen mit Lichtsignalen arbeiten, die den Flüchtlingen die Position des „Rettungsschiffes“ anzeigen. Die Grenze zwischen Seenotrettung und Schleusertum dürfte hier überschritten sein, zumal dann, wenn man sich überlegt, daß das Bekanntwerden dieser vergleichsweise „sicheren Rettung“ weitere Flüchtlinge veranlassen wird, sich in „Seenot“ zu begeben, um sich dann „retten“ zu lassen.

Österreichs Außenminister Kurz hat recht: Es gibt keine Alternative zur Schließung der Mittelmeerroute. Momentan rollt eine weitere Massenimmigrationswelle auf Europa zu und einmal mehr entpuppt sich ein Merkel-Versprechen als inhaltslose Sprechblase. Die Bundeskanzlerin hat behauptet, eine Situation wie im September 2015 werde sich nicht wiederholen. Hätte sie das ernstgemeint, dann hätte sie wohl etwas gegen die „Seenotrettung“ in dieser Form unternehmen müssen. Hat sie aber nicht. Die „Geretteten“ werden nicht etwa auf dem kürzesten Weg an die Küste zurückgebracht, sondern in einer Art Shuttleservice nach Europa befördert. Die Massenimmigration läuft unvermindert weiter. Lediglich der mediale Rummel ist etwas abgeflaut. (ME)

 

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