Die Flora und andere „Linke Schutzräume“

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Das Nest linker Gewalttäter (Foto: Autor)

Linke Freiräume erhalten tönt es immer gerne, besonders von den Grünen und den Linken. Doch was ist ein linker Schutzraum?

Von Django La Forge

Als ich vor drei Jahren an einem Sommerabend an einem der verkommensten Stücke Hamburgs, der „Rote Flora“-Ruine, vorbeiging, dachte ich mir, Mensch warste eigentlich noch nie drin.

Gedacht, getan. Also erst einmal: Eingang suchen. Der ist nämlich etwas versteckt an der Seite. Über der Tür ein fettes Schild „Drogen verkaufen verboten“, vor der Tür muss man sich durch die Dealer allerdings richtig durchkämpfen. In erster Linie Schwarzafrikaner auch damals schon, aber die müssen ja ihre „linken Projekte“ in der Heimat unterstützen.

Innen drin dann auch immer wieder der Hinweis: „Keine Drogen“. Ich schlendere durch die mit Graffitikunst beschmierten Räume, die wirklich auffallend sauber sind. Neben linken Parolen und #Hatespeech gegen die Polizei und Andersdenkende fällt vor allem auf, wie man es innen gesichert hat. Stahltüren, Nagelbretter, drahtige Zwischentüren, die wohl unter Strom gesetzt werden können. An diesem heißen Abend war allerdings einfach niemand da, weswegen es auch möglich war, das omnipräsente „Fotografieren verboten“ zu übergehen. Wenn auch mit mulmigem Gefühl. Mit den „Berufsrevolutionären“ möchte man ja keinen Stress.

Ich schlendere also von Raum zu Raum bis am Ende einen Kneipe genannt „Café Niemandsland“ auftaucht. Lassen wir die Flora selbst zu Wort kommen: „Das Café Niemandsland richtet sich an alle, die diese Verhältnisse nicht akzeptieren wollen und Lust haben mit Anderen was dagegen zu tun… Alle zwei Wochen ist eine inhaltliche Veranstaltung geplant. Außerdem gibt es einen Infotisch mit Büchern und aktuellen Flugblättern.“

Natürlich auch in dem Café fett über der Theke: Dealen verboten. Das korrespondiert originell damit, dass es der Dope-Smell mit jedem Reggae-Konzert aufnehmen kann, keiner in dem Raum nicht schwerst angebreitet ist. Ja, einige „Dealen Verboten“-Protagonisten, haben das offensichtlich von „Kapitalisten“ beschlagnahmte Dope auf dem Tisch vor sich und vernichten es „zum Wohle des Sozialismus“.

Als einer der noch nie da war, wird man misstrauisch beäugt, Fotos hier unmöglich. Schade. Jeder Schuss ein Treffer. Übrigens: Kein Schwarzer im Café. Hier dealt man so „fucking white male“, wie man es ja sonst eigentlich nicht so mag. Aber mit bunten Haaren und Revoluzzer-Outfit.

Ich hole mir eine Bionade, setze mich hin und schaue dem Treiben zu. Allerdings sehe ich keines. Vielleicht einfach zu heiß zum Diskutieren oder nur zu dicht. Eigentlich sieht man 30 fragwürdigen Typen beim älter werden zu.

Dumpf und dicht. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Schon das erste „selbst verwaltete Jugendheim“ in meiner Heimatstadt hat diese Entwicklung genommen. Als ich dort das erstmals zu Gast war, frühe 70er so mit 15, durfte ich eigentlich noch nicht, aber hat keinen gekümmert. Ich schlief bei meiner Oma und die war sehr aufgeschlossen. Meine Eltern wären ausgeflippt.

In der Teestube gab es Musik, die eine oder andere Tüte kreiste, Grundstimmung extrem Hippie- und Peacemässig. Eher harmlos.

Mit 16 schaute ich beim Oma-Besuch mal wieder vorbei. Dealer, Kleinkriminelle und RAF-Sympathisanten (Vorgänger der sogenannten Antifa) hatten den Laden übernommen. Heroin war damals die ganz große Nummer und solche Leute hingen da auch rum. Stimmung aggressiv, Teestube verdreckt, viele Leute einfach nicht mehr da.

Einfach zu erkennen, wer das größte Gewaltpotential hat, der bestimmt auch was läuft, nicht der mit den besseren Argumenten.

Auch in anderen „selbstverwaltete Jugendheimen“ in meiner damaligen Umgebung ähnliche Probleme. Ja und in Berlin und Hamburg oder in Leipzig ist es eben auch so. Brauchste Drogen: besetzte Häuser, Hafenstraße… Das weiß jeder, auch jeder Politiker und Polizist.

In einem besetzten Haus in Berlin war ich mal in den späten 80ern mit einem der Wichtigen verabredet. Klasse Bude, tolle Anlage, wirklich gut eingerichtet. Von außen sehen die Häuser – auch die Hafenstraße bis heute – ja immer extrem abgerockt aus, aber auch linke Aktivisten haben es gerne spießig schön.

Als wir mit dem Wichtigen noch weiter mussten, fuhren wir in seinem Wagen. Der parkte allerdings nicht vor dem Haus. Es war ein Mercedes, ein alter zwar, aber weiß halt nicht jeder Anwohner, dass der Schlitten dem Wichtigen gehört. Mein Begleiter, der mir Einlass verschafft hat, später: „Die Eltern haben Kohle.“ Nicht nur die Eltern, er auch wie man sah, die „bolschewistische“ Lederjacke war auch nicht aus dem Altkleidermarkt.

Das ist die Zusammensetzung der Bewohner „linker Projekte“. Durchgeknallte doch weiter wohlversorgte Bürgerkinder Modell Jakob Augstein und Loser und Kleinkriminelle aller Art

odell Andreas Baader, die unter dem Banner des Sozialismus die rechtsfreien Räume für sich nutzen. Bei Krawall und einer gewissen Gewaltsucht gibt es genügend Schnittmengen.

Was ich immer befremdend fand. Allen scheint vollkommen egal zu sein, ob sie eine Mehrheit oder überhaupt Zustimmung für ihre „Vorstellungen“ haben. Eine Art überpersönliches Besser(ge)wissen rechtfertigt jede auch noch so kranke „Maßnahme“. Das ist zwar Sozialismus pur, aber eben auch einfach menschenverachtend und totalitär. Dennoch hab ich in einigen Gesprächen feststellen können, dass dieser Legitimationsmangel schon schmerzt, auch wenn es Vorbilder wie Lenin, Stalin oder Mao am Arsch vorbeiging, ob die Mehrheit hinter ihnen stand, solange man sie doch nur im Griff hatte.

Niemand möchte doch in einer Gesellschaft leben, in der die Antifa-Spinner das sagen haben und das wissen die Antifa-Spinner ganz genau.

Das sind also die sogenannten linken Freiräume, von denen Grünen und Linken-Politiker gerne faseln. Schutzräume für Kriminelle mit Weltrettungsanspruch, die sich nicht an die Gesetze halten dürfen.

Warum diese, nennen wir es mal, Toleranz?

  1. Knallharte wirtschaftliche Aspekte. Drogenhandel ist wie Geld drucken und wo kann man schon mal was lagern, muss aber eher nicht mit Polizeibesuch rechnen. Wenn Probleme drohen wird man ja auch gerne mal vorher „vom politischen Arm der Bewegung“ informiert.

Man kann also „frei“ wirtschaften. Dass der globalisierte Drogenhandel purster Kapitalismus und keinesfalls „links“ ist, da sehen die Kapitalismuskritiker an der Stelle mal locker drüber weg.

  1. Weil ein jeder, der gegen „das System“ steht, ja willkommen ist. Außerdem braucht die Bewegung immer eine „Putztruppe“ für die Drecksarbeit des Klassenkampfs.

So entsteht eine vermeintliche Outlaw-Mentalität. Das hat ja schon in den 60ern dazu geführt, dass man auf Rock-Konzerten die „Hells-Angels“ als Ordner (Schutztruppe) nutzte.

In Altamont liefen diese Lebenslügen aufs Riff. Die Angels sehen zwar lässig aus, auf ihren Harleys mit ihren Kutten. Aber es ist organisiertes Verbrechen.

Entlarvend das Doppeldenk der Szene:

„Refugees Welcome“ ganz wichtig. Daneben wohnen wollen die Aktivisten der Rigaer Straße aber lieber nicht.

Wenn man mit seinen „Asylanten“ nicht fertig wird, ruft man auch in Leipzig gerne mal nach der Polizei.

Wie die Gehirnmöblierung in den linken Schutzräumen aussieht, kann man auf Indymedia bestaunen. Ist übrigens niemals #hatespeech, nein:

„Indymedia Deutschland wurde für den Förderpreis Medienkompetenz des Grimme-Instituts nominiert und erhielt einen Preis der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Weiter wurde Indymedia.de 2002 von der Jury des poldi-Awards (Politik-digital.de) zur „besten Online-Initiative im Bereich ‚Wissenschaft, Bildung und Kultur’“ gekürt, was damit begründet wurde, dass es sich bei der Seite um eine „vorbildliche Online-Initiative“ handle, die den „emanzipatorischen Umgang mit Informationen und Medien“ fördere.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein Antifant hat mittlerweile sogar seine Memoiren veröffentlicht: Antifa heißt Angriff. Natürlich unter Pseudonym. Vera Lengsfeld hat es für Achse des Guten gelesen.

Aber lassen wir Pseudo Schöppner einfach mal zu Wort kommen:

„Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis.“

Da bin ich ganz seiner Meinung. Gewalt wirkt. Deswegen bin ich dafür das Märchen mit den „linken Schutzräumen“ mal zur Seite legen, deren kriminelle Rückzugsgebiete zu räumen und diese Gruppen vor allen Dingen finanziell auszutrocknen. Ohne Gelder von Parteien, Stiftungen, Geheimdiensten… läuft bei allen Extremisten nämlich nicht so viel, egal ob nun links, rechts, islamisch….

Pseudo Schöppner: „Anschläge auf die Infrastruktur der Neonazis, führen zu deren  Handlungsunfähigkeit.“

 Da hat er Recht, gilt aber in alle Richtungen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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