NSU-Ombudsfrau erwartet Höchststrafe für Beate Z.

Foto: Eingang zum Strafjustizzentrum München während des NSU-Prozesses (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Eingang zum Strafjustizzentrum München während des NSU-Prozesses (über dts Nachrichtenagentur)

München  – Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen des NSU-Terrors, Barbara John, erwartet für die Hauptangeklagte im Prozess, Beate Z., die Höchststrafe. „Die Hinterbliebenen können sich nicht vorstellen, dass das Strafmaß für die Mittäterin Beate Z. unterhalb der Höchststrafe von 15 Jahren bleibt“, sagte sie der „Berliner Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). „Dazu erwarten sie, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird. Die Opfer mussten schließlich allein deshalb sterben, weil sie Ausländer waren.“ John fügte hinzu: „Bei den Gesprächen wurde zudem deutlich, dass das übliche und im Vergleich mit anderen Ländern eher geringe Strafmaß für Mord in diesem Fall das Gerechtigkeitsempfinden vieler Hinterbliebenen und Opfer verletzt. Denn die Täter haben zehn Menschenleben ausgelöscht. Sie selbst können wieder freikommen. Dann geht das Leben für sie weiter, und sie sind überzeugt, nun sei alles gut.“ (dts)

Und was ist mit all den Tätern, die Menschen getötet haben, weil sie Deutsche waren? Haben die auch alle die Höchststrafe erhalten?

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...