London: Welthauptstadt der Säureattacken

Foto: Durch Jaromir Chalabala/Shutterstock
Notärzte (Foto: Durch Jaromir Chalabala/Shutterstock)

In London sind die Rettungskräfte in höchster Alarmbereitschaft und fürchten um ihre Gesundheit, nachdem eine Rettungssanitäterin auf einem Einsatz von drei Männern mit einer säureähnlichen Substanz angegriffen worden ist.

Von Marilla Slominski

Die 32jährige war in der Sonntagnacht auf dem Weg zu einem Patienten mit Brustschmerzen, als drei Männern im Bezirk Tottenham Hale im Norden der Stadt ihr am Straßenrand zuwinkten. Sie hielt an, um zu fragen, ob sie Hilfe bräuchten, daraufhin maskierten sich die Männer mit ihren Halstüchern und schütteten ihr aus einer Plastikflasche Flüssigkeit ins Gesicht.

„Das war schrecklich und erbärmlich. Es ist mein Job, Menschen in Not zu helfen. Ich habe angehalten, weil ich dachte, sie bräuchten meine Hilfe. Sie haben mein ganzes Vertrauen zerstört. Das war geplant und ich konnte nicht zu dem Patienten, der mich brauchte,“ sagt die junge Frau, die anonym bleiben möchte.

Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht und die Säure abgewaschen. Zurück blieben „nur“ Hautirritationen und Rötungen.

Die Rettungskräfte in London sollen nun besonders vorsichtig sein, wenn sie auf der Straße herangewunken werden, so MailOnline.

Am Dienstag hatten hunderte Lieferanten den Verkehr am Parliament Square mit ihren Motorrädern und Rollern zum Erliegen gebracht, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich wegen der steigenden Anzahl von Säureattacken, nicht mehr trauen nach 20 Uhr zu arbeiten.

Seit 2010 gab es in London 1800 Attacken mit ätzender Flüssigkeit. Damit ist die britische Hauptstadt nun weltweit Spitzenreiter mit der „höchsten pro Kopf Rate“ verkündete im Mai ein Sprecher der Hilfsorganisation ASTI, die sich um Säureopfer kümmert.

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