Linksextremismus: „Bild“ schont die etablierten Parteien

So feiert sich Julian Reichelt auf seiner Facebook-Seite selbst: Als furchtloser Journalist mit dem Mut, den Mächtigen im Nacken zu sitzen. Die Realtität ist eine andere. (Bild: Screenshot facebook / Julian Reichelt)

Hinter den gewalttätigen linksextremen Ausschreitungen von Hamburg steckt unter anderem die „Interventionistische Linke“. Diese ist über ein Bündnis gegen die AfD mit mehreren etablierten Parteien vernetzt. Die Bild-Zeitung weiß davon, schweigt aber zu diesem Skandal.

Von Christian Jung

„Das ist eine der Springer-Grundsätze, dass wir uns gegen jegliche Form des politischen Totalitarismus wenden“, verkündet, ganz von sich selbst angetan, Julian Reichelt. Der Bild Chefredakteur versichert in der Diskussionsrunde zu der Dokumentation „Die nervöse Republik“: „Das ist meine Haltung.“

Welche das bei Springer ist, tut Reichelt auch kund. Der Journalist, dessen Blatt linke Gewalttäter per Steckbrief sucht, meint damit, dass „wir antidemokratische Tendenzen bekämpfen: Ja!“

Linksextreme Bündnisse der etablierten Parteien werden den Bild-Lesern verschwiegen

„Das ist im Übrigen auch etwas, was ich unterschrieben habe“, versichert Reichelt, um sein publizistisches Vorgehen gegen die AfD zu rechtfertigen. Der Eifer gegen Linksextremismus im Hause Springer und auch bei Reichelt selbst erlahmt allerdings abrupt, wenn die „antidemokratischen Tendenzen“ sich bei den etablierten Parteien zeigt.

Schon am 1. Juli schrieb JouWatch den Bild-Chef per Facebook-Nachricht an. Reichelt wurde dabei auf die Verbindungen der Grünen zur „Interventionistischen Linken“ (IL) aufmerksam gemacht. Im Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ hat sich nämlich nicht nur die IL an führender Stelle engagiert, sondern auch die Grünen (JouWatch berichtete).

Allerdings ist die vermeintliche Umweltpartei mit Hang zu Antifa-Ideologie und Methoden nicht die einzige etablierte Partei. Zwar dürfte nicht einmal die Bild in den Verdacht geraten, die ebenfalls mit der IL-Struktur vernetzte Partei Die Linke zu schonen. Doch bei den Sozialdemokraten, die ebenfalls gemeinsame Sache mit den gewaltaffinen Sozialrevolutionären der IL machen, dürfte das Haus Springer schon vorsichtiger sein.

Nicht „antidemokratische“, sondern anti-Merkel-Tendenzen werden bekämpft

Würde auch der letzte Bild-Leser begreifen, wie tief die etablierten Parteien im linksextremen Sumpf stecken, könnte sich dies positiv auf die AfD auswirken. Wenn die Bild aber ein Feindbild hat, dann dieses: Eine aufstrebende junge Partei, die Kanzlerin Merkel dezidiert als politischen Gegner und nicht als Koalitionspartner begreift.

Kein Wunder also, dass es mit der Bekämpfung „antidemokratischer Tendenzen“ bei Bild und Springer nicht so weit her ist. Es geht wohl doch eher um anti-Merkel-Tendenzen, die die Zeitungen der Friede Springer,  der eine Freundschaft mit Merkel nachgesagt wird, mit so großer Leidenschaft und nicht minder ausgeprägter Einseitigkeit bekämpfen.

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