Fiskalsklaverei: Steuerzahlergedenktag dieses Jahr am 19. Juli

Steuerzahler aus Sicht der Regierung (Foto Durch diez artwork/Shutterstock)

Der Steuerzahlergedenktag hat sich dieses Jahr so weit nach hinten verschoben wie nie zuvor. Erst seit heute um 03:27 Uhr arbeitet der Bundesbürger in die eigene Tasche. Vom 1. Januar bis 18. Juli hat er Steuern für den Staat erwirtschaftet. In Geld ausgedrückt: Von einem verdienten Euro greift sich der Staat dieses Jahr 54,6 Cent.

Grund für die inzwischen exorbitante Steuerquote sind versteckte Steuererhöhungen und immer höhere Steuersätze. Der Bund der Steuerzahler mahnt Reformen an und nennt dabei drei Punkte.

Zuerst wäre eine Reform des Einkommensteuertarifes notwendig. BdSt-Präsident Reiner Holznagel: „Es darf nicht sein, dass Facharbeiter mit Berufserfahrung oder gut verdienende Angestellte in den Spitzensteuersatz rutschen, ohne tatsächlich Topverdiener zu sein. Denn der Spitzensteuersatz greift heute bereits beim 1,3-fachen des Durchschnittseinkommens eines Vollzeiterwerbstätigen“.

Dritter Punkt:  Die Wohnkosten sind zu hoch. Das Wohnen wird durch Steuern und Abgaben ständig teurer. Der Staat ist dabei Kostentreiber Nr. 1: Grundsteuer, Grunderwerbssteuer, Stromnebenkosten, Müllgebühren. Der Bund der Steuerzahler plädiert für Steuersenkungen bei allem, was mit Wohnen zu tun hat. (ME)

Im Grunde ist es egal, wo der Staat Steuern senkt oder erhöht. Er tendiert sowieso dazu, Steuerentlastungen in bestimmten Bereichen durch Erhöhungen an anderer Stelle „gegenzufinanzieren“. Der eigentliche Skandal sind die exorbitanten Gesamtsteuereinahmen des Staates. Eine Zahl, die außer Konkurrenz läuft, aber dennoch sehr eindrucksvoll ist, bezieht sich auf die Bonner Republik des Jahres 1970. Die Gesamtsteuereinahmen des Bundes beliefen sich damals auf umgerechnet 55 Mrd. Euro. Im Jahr 2003 lagen sie (nicht inflationsbereinigt) bei sagenhaften 442 Mrd. Euro – und bereits 2017 werden unfassbare 700 Mrd. Euro überschritten werden. Meiner Meinung nach die einzig wirklich hilfreiche Kur: Halbierung bei sämtlichen Steuerarten. Den Staat im Übermaß mit Steuern zu mästen, ist nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten ein Ärgernis, sondern die Mast hat noch andere, äußerst negative Auswirkungen: Die politische Klasse hebt völlig ab und der Bürger wird de facto Arbeitssklave des Staates. Mit Freiheit und Selbstbestimmung hat das nichts mehr zu tun. Es gilt, das Hauptaugenmerk von der Einnahmenseite endlich auf die Ausgabenseite zu legen.  (ME)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.