Schon wieder ein „Clinton“-Toter

Hat die feine Dame etwa Dreck am Stecken? (Foto: Brett Weinstein/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/
Hat die feine Dame etwa Dreck am Stecken? (Foto: Brett Weinstein/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Klaus Eberwein, ein ehemaliger haitianischer Regierungsvertreter wurde am Dienstag vergangener Woche in einem Motelzimmer in South Dale in Florida tot aufgefunden, wie der Miami Herald berichtet.

Von Ingmar Blessing

Laut der Gerichtsmedizinerin Veronica Lamar schoss sich der 50 jährige Eberwein in den Kopf. Offiziell ist es also ein Selbstmord, auch wenn wie Haiti Libre berichtet Personen, die ihm nahe standen keinen Verdacht hinsichtlich einer Depression schöpften.

Unter Haitis ehemaligen Präsidenten Michel Martelly leitete Eberwein die staatliche Entwicklungsbehörde Fonds d’assistance économique et social, kurz FAES. In dieser Funktion war er auch im Jahr 2010 tätig, als ein schweres Erbeben die Insel erschütterte. In diesem Zusammenhang wurden ihm später Korruption und die Fehlverwendung von Mitteln beim Bau mehrer Schulen nach dem Erdbeben vorgeworfen.

Laut Miami Herald sollte er deswegen am Dienstag vor der haitianischen Ehtik- und Antikorruptionskommission aussagen, wozu es aufgrund des Suizids nicht mehr kam, was auch Dirk Müller in einem kurzen Video bedauert.

In wieweit sich Eberwein schuldig gemacht hat bleibt dahingestellt. Wie Your News Wire berichtet soll Eberwein im vergangenen Jahr bei einem Protest vor dem Hauptquartier der Clinton Stiftung aber gesagt haben, dass „die Clinton Stiftung aus Kriminellen besteht, sie sind Diebe, sie sind Lügner, sie sind eine Schande.“

Dazu lieferte Eberwein auch Zahlen, wonach von den Spendengeldern, die über die Clinton Stiftung nach dem Erdbeben nach Haiti flossen, gerade einmal 0,6% an Haitianer und haitianische Organisationen flossen, während 9,6% an Haitis Regierung gingen und der große Rest von 89,8% – absolut waren dies 5,4 Milliarden Dollar – an Organisationen floss, die nichts mit Haiti zu tun hatten.

Eberwein ist nicht der einzige haitianische Offizielle, der sich bitter über die Machenschaften der Clinton Stiftung in Haiti beschwerte. In Haiti, einer relativ armen und immer wieder von Krisen geschüttelten Insel, war man zunächst froh über die viele Hilfe aus dem Ausland. Insbesondere der große Nachbar USA tat sich hervor. Allerdings wandelte sich die Einstellung schon bald, wobei die Haitianer so schlechte Erfahrungen mit den Hilfsorganisationen machten, dass sie inzwischen sogar dazu aufrufen, wegen der überbordenden Korruption von Spenden an das Rote Kreuz abzusehen. Auch die UN, das ein Kontingent zur Stabilisierung der Lage auf der Insel schickte, entwickelte sich in kurzer Zeit zum Unsicherheitsfaktor mit Abgründen.

Eberwein, so ist zu vermuten, hätte um sich selbst zu schützen, die Wahrheit auf den Tisch gelegt und damit die Machenschaften der Clinton Stiftung aufgedeckt. Er ist auch nicht der einzige, der den Clintons und ihrer Stiftung kriminelles Fehlverhalten vorgeworfen hat. Während des US Präsidentschaftswahlkampfes behauptete laut Daily Caller auch der ehemalige Senatspräsident von Haiti, Bernard Sansaricq, dass Präsident Clinton im Jahr 1994 versuchte ihn zu erpressen, beziehungsweise ihn „zufriedenzustellen“, wie er es ausdrückte.

Es ist mehr als nur ein Gerücht, dass es die Clinton Stiftung lediglich eine Tarnorganisation ist zum Zweck der Bereicherung der Clinton Familie. Während des Präsidentschaftswahlkampfes im letzten Jahr wurden die Unterlagen der Stiftung von dem renomierten Rechnungsprüfer Charles Ortel unter die Lupe genommen, der zum eindeutigen Schluss kam, dass es sich um einen Wohltätigkeitsbetrug mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung handelt.

Die Masche dabei funktioniert so, dass internationale Geldgeber der Clinton Stiftung hohe Summen zukommen lassen, die diese dann für wohltätige Zwecke ausgeben soll. In Wahrheit hatten diese Geldgeber aber ein Interesse an politischem Einfluss in den USA, den sie über den damaligen Hebel von Hillary Clinton als US Außenministerin meist auch erhielten. Beispielsweise spendete die norwegische Regierung unter Jens Stoltenberg eine hohe Summe an die Stiftung und kurze Zeit später durfte Stoltenberg nach seiner Abwahl in Norwegen die Führung der NATO übernehmen.

Wie das von Eberwein angeführte Beispiel der Mittelverwendung zeigt, fließt am Ende nur ein geringer Teil tatsächlich in Hilfsprojekte. Der größte Teil wird für weitere Korrumpierungen verwendet, sowie für „Verwaltungsausgaben“, die wie Ortel herausfinden konnte, den Löwenanteil der Clinton Stiftung ausmachen. Übersetzt sind Verwaltungsausgaben Personal- und Bürokosten. Die allergrößten Nutznießer sind also die Clintons selbst.

Dieses Geschäftsmodell mit dem gekauften Zugang zur Macht, in den USA wird es „Pay for Play“ genannt, ist genauso illegal wie es sich anhört.

Bislang sind die Clintons noch nicht verurteilt worden. Im Gegenteil, bei vielen Menschen vor allem außerhalb der USA genießt die Familie nach wie vor einen guten Ruf. In den USA selbst ist inzwischen insbesondere das Bild von Hillary Clinton aber jenes einer Lügnerin die im Zweifel über Leichen geht. Etwas, das von den Mainstream Medien hüben wie drüben geflissentlich übergangen wird.

Das macht den „Suizid“ von Herrn Eberwein so interessant. Er ist nämlich nur der letzte in einer Reihe von mehreren Dutzend unnatürlichen Toten, die den Weg der Clintons in den vergangenen 25 Jahren gesäumt haben. Angefangen hat es mit der Whitewater Affäre, bei dem es um einen Immobilienbetrug der Clintons in Arkansas ging und bei dem der Hauptbelastungszeuge, ein ehemaliger Familienfreund ebenfalls an Selbstmord starb. Die Verdachtsmomente gegen die Clintons wurden in dem Fall nie ausgeräumt.

Gerade erst vor einigen Monaten starb Seth Rich unter mysteriösen Umständen, als er frühmorgens vor seinem Haus von einem Unbekannten erschossen wurde, der ihn nach offizieller Version ausrauben wollte, was laut unabhängigen Ermittlungen aber eher unwahrscheinlich ist. Rich arbeitete während des Präsidentschaftswahlkampfes für Hillary Clintons Kampange und soll laut Kim Dotcom derjenige gewesen sein, der die E-Mails von John Podesta, Clintons Kampagnenleiter sowie die internen E-Mails der Demokratischen Partei an WikiLeaks weitergab.

Rich tat dies angeblich, da er von den kriminellen Machenschaften der Elite in der demokratischen Partei angewidert war. Infolge der Enthüllungen musste die ehmalige Parteichefin Debby Wassermann-Schulz zurücktreten. John Podesta dagegen, dessen E-Mails die „PizzaGate“ Kontroverse auslöste, ist noch immer frei. Auch Hillary Clinton ist noch immer frei und politisch aktiv. In einer der enthüllten E-Mails schrieb John Podesta sogar, dass man ein Exempel statuieren muss, falls jemand Informationen an die Öffentlichkeit durchsticht und sei es auch nur auf Verdacht. Eine Warnung, die man gut auf das Schicksal von Seth Rich münzen kann.

Der Einfluss der Clintons und ihres Umfeldes in Politik, Staatsapparat und Mainstream Medien ist so groß, dass nicht einmal die Regierung unter Donald Trump es bislang wagte, Hillary Clinton auf die Anklagebank zu bringen. Zu mächtig ist sie und zu viel Schaden kann sie anrichten als eines der vermutlich größten unter den „Sumpfmonstern“, die in Washington D.C. herrschen.

So wird auch der Selbstmord an Klaus Eberwein vermutlich so enden, wie es bislang immer war. Die Ermittlungsbehörden geben eine einfache Erklärung für den Mord, Widersprüche werden ignoriert, für die Mainstream Medien ist der Fall zu klein und die Verbindung zu den Clintons nur spekulativ – vulgo eine Verschwörungstheorie – und so geht es dann weiter bis zum nächsten Suizid in letzter Minute.

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