Ermittlungen: Rechte Bank aufgeflogen

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Aktentasche XY auf Verbrecherjagd (Foto: Pixabay)

Skandal  – Stadtverwaltung und Heimatverein des malerischen Windeck in der Rhein-Sieg-Region stecken bei verwerflichen Banksanierungsgeschäften mit Rechten unter einer Decke. Die Verschwörung ist aufgeflogen, die Ertappten in den Ämtern wollen ihre Verwicklung in die Nazisauerei kleinreden. Dabei schlottern ihnen die Knie, daß sie klingen wie klappernde Kastagnetten. Aber der Reihe nach …

Von Max Erdinger

Was ist vorgefallen und worum geht´s?

Aus einem Bericht des Rheinsieg-Anzeigers, dem traditionsreichen Fachblatt für Siege am Rhein – Zitat: „Ein neuer Zaun, eine sanierte Bank und eine folgenschwere Inschrift. In Altwindeck schlagen die Wellen derzeit hoch.“ – Zitatende.

Bankensanierung wäre jetzt nicht so ungewöhnlich. Aber was ums Himmels Willen haben sie denn auf die sanierte Bank außen draufgeschrieben? Und wieso Zaun? Was für Wellen?

Zitat – „Kern heißer Diskussionen ist ein Aussichtspunkt unterhalb der Burgruine an der Burg-Windeck-Straße, die nach Schladern führt. – Zitatende.

Warum? Sieht man von dort aus etwas Unschönes? Etwas nazimäßiges, womöglich? Sehen die Wälder aus, als seien sie gescheitelt und hätten ein Bärtchen? Und was hätte das mit der Bankensanierung zu tun, in der alle ellbogentief drinstecken?

Zitat: „Den (Aussichtspunkt) hat eine Gruppe saniert, die sich im Internet als politisch rechts präsentiert und die offenbar der Identitären Bewegung und den rechten Kreisen an der Oberen Sieg entstammt. Weil dieser „Freundeskreis Rhein-Sieg“ seinen Namenszug auf der Bank hinterlassen hat, fürchten politisch sensibilisierte Bürger nun einen neuen Treffpunkt der Szene.“ – Zitatende.

Jetzt Moment mal. Es geht gar nicht um eine Bankensanierung, sondern um eine Sitzbanksanierung? Ein Freundeskreis heimatfreundlicher Bürger hat eine marode Sitzbank an einem Aussichtspunkt repariert und seinen Namen auf der Bank hinterlassen? Meine Güte! Die politisch sensibilisierten Bürger befürchten doch völlig zu recht, daß sich nun heimatfreundliche Freundeskreise an einem Aussichtspunkt unterhalb einer alten Burgruine treffen könnten! Das war knapp! Menschen mit Heimatliebe sind eine echte Gefahr für politisch Sensibilisierte! Das glaubt man gar nicht, wenn man es nicht weiß. Da war höchste Gefahr im Verzug.

Zitat: „Als eine Gruppe junger Leute vor Wochen in der Nachbarschaft nach Wasser und Strom für die Sanierung des Areals fragte, gingen Anwohner noch von einem Projekt im Rahmen von Sozialstunden aus. Auch er habe zunächst nicht gewusst, um wen es sich bei denen handelte, die sich anboten, die Bank des Heimatvereins und den Platz in Ordnung zu bringen, berichtet Johannes Salz vom Heimatverein. Nach dem zweiten Treffen habe er dann „Bauchschmerzen bekommen“. Da sei aber schon fast alles fertig gewesen.“ – Zitatende

Bauchschmerzen, ha! Der Herr Salz ist ein Simulant! Herausreden will er sich, der Nazikollaborateur, den Kranken mimen. Um Mitleid winseln. „Bauchschmerzen bekommen …“ – Nix gibt´s! Keine Gnade! Mitgefangen, mitgehangen! Wer von rechten Heimatfreunden reparierte Sitzbänke aufstellt, rechtsmäßig oder heimatfreundlich reparierte Sitzbänke in Umlauf bringt oder sich verschafft, wird mit sozialer Ächtung nicht unter zwei Jahrzehnten bestraft!

Zitat: „Als auf der Bank des Vereins die neue Aufschrift prangte, waren nicht nur Anwohner geschockt. Auch beim Heimatverein gingen die roten Lichter an. Vorn auf der Rückenlehne das Schild des Dorfvereins, hinten der Schriftzug der neuen Rechten.“ – Zitatende.

Schockschwerenot so kurz vorm Tod! Die Rückenlehne der rechtsreparierten Sitzbank hatte außer der Vorderseite auch noch eine Hinterseite. Man kann diesen Rechten einfach nicht trauen. Immer tricksen sie einen aus.

ZItat: >„Das geht nicht“, meint auch Gisela Lechinger, Vorstandskollegin von Johannes Salz. Im Vorstand habe es aber keine Einigkeit gegeben.< – Zitatende.

Ha! – Jetzt, wo das schändliche Verbrechen offenbar geworden ist –  und die Verwicklungen der Kommunalbediensteten in die schäbigen Machenschaften der rechten Sitzbanksanierer nicht mehr zu leugnen, versucht das Weib, den Vorstandskollegen ans Messer zu liefern, um sich eine weiße Weste zu verschaffen. So einfach geht das nicht. Es wird eine Untersuchungskomission geben müssen, in welcher die Rolle der verdächtigen Lechinger genauer beleuchtet wird.

Zitat: „Das ist inzwischen offenbar anders. Der Verein hat Kontakt mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln aufgenommen, berichten Salz und Lechinger.“ – Zitatende.

Bei Heinrich dem IV. abgekupfert, dem alten Salier, wie? Gang nach Canossa. Dort scheint sich heutzutage das päpstliche NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zu befinden. Hat´s schon Absolution gegeben? Oder hat der Papst zutreffend erkannt, daß es sich um ein hinterhältiges Täuschungsmanöver rechtsnationaler Kommunalbediensteter zum Zwecke einer Verschleierung ihrer tatsächlichen Gesinnung handelt?

Was sagt der stellvertretende Leiter des Forstamtes, der ideologisch beispielhaft gefestigte  Volksgenosse Deckert, Thomas-Hans? – Vorbildlich das hier – Zitat: > „Nazisprüche wird es dort nicht geben“. – Zitatende.

Hervorragend! „Freundeskreis Rhein-Sieg“ – was für ein Nazispruch! Und das auf einer, von diesem widerwärtigen Freundeskreis rechtsmäßig reparierten Sitzbank, an einem Aussichtspunkt unterhalb der alten Burgruine an der Straße nach Schladern. Wo ihn jeder sehen kann.

Zitat: „Das Forstamt werde die Situation in Altwindeck zusammen mit anderen Behörden „genau beobachten“ und notfalls auch einschreiten. Auch die Inschrift müsse schnell verschwinden. Ähnlich äußert sich Windecks Ordnungsamtschef Ottmar Hassel, an den Bürgermeister Hans-Christian eine Anfrage der Redaktion verwies.“ – Zitatende.

Seither schieben Beamte aller Behörden im Schichtdienst Wache an der rechten Bank unterhalb der alten Burgruine an der Straße nach Schladern, ohne sich von der Aussicht ablenken zu lassen. Keine Sekunde lassen sie die Bank aus den Augen. Wer sich ihr mit einem Schnitzmesser oder einem Lötkolben nähert, der ist des Todes nicht unter tausend Jahren.

Zitat: „Neben dem Aussichtspunkt wird in Altwindeck ein weiteres Objekt mit Sorge betrachtet. Nachdem die Pächter aufgeben mussten, steht unmittelbar unterhalb der Burg das Café „Goldenes Spinnrad“ leer. Der Inhaber wolle verkaufen, heißt es im Dorf. Auch dort hätten sich rechte Sympathisanten interessiert gezeigt, das Haus in exponierter Lage zu kaufen. Nach Informationen der Redaktion gibt es bereits erste Bemühungen im politischen Raum, das zu verhindern.“ – Zitatende.

Vorbildlich, ganz vorbildlich! Die wackeren Parteigenossen werden nach der schändlichen Sitzbankrechtssanierung samt der abscheulichen Kollaboration städtischer Angestellter mit den Rechten den Blick nach vorne richten, die Kollaborateure unehrenhaft aus dem Heimatverein ent … – und Spießruten laufen … lassen, die Ehrlosen teeren & federn, des Landes verweisen, den Rechtsbanksitz am Aussichtspunkt unter der alten Burgruine an der Straße nach Schladern bombardieren und Kaufinteressenten von Immobilien im Gebiet ihres Beritts für die nächsten tausend Jahre einer Gesinnungsprüfung unterziehen. Damit es nicht so nach Nazi aussieht in Windeck.

Da hält ein alter Antifaschist wie meinereiner seinen inneren Reichsparteitag. Wundervoll.

 

 

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