Deutsche Graffiti in gebrandschatzter irakischer Kirche gefunden

Foto: Rebel TV
Islamischer Terror mit deutschem Namen (Foto: Rebel TV)

Mitten im Nordirak in der ehemals von Christen bewohnten und 2014 von Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) überrannten Ortschaft Batnaya schmierte ein offenbar aus Deutschland stammender Dschihadist Morddrohungen an die Wand einer Kirche.

Von Ingmar Blessing

Entdeckt wurden die Schmierereien von Ezra Levent von der kanadischen Rebel Media, der sich gerade auf einer Reise durch die vom Islamischen Staat (IS) zerstörte Region im Irak und in Syrien befindet, um die Zerstörungen der Dschihadisten zu dokumentieren und auch, um eine Spendenaktion durchzuführen, die gezielt für die Christen der Region gedacht ist.

Die Graffiti ließt sich: „Oh Ihr scheiss Kreuzsklaven wir töten euch alle. Dieses Land ist islamisches Land. Ihr Schmutzigen das ihr [unleserlich].“ Am Rande ist sogar die Signatur des Autors zu erkennen. Es handelt sich dabei um das wohl eindeutigste Zeichen „deutscher“ Präsenz unter den Mordbrennern des IS. Diese unternahmen in den von ihnen überrannten Orten alles, um die einheimische Bevölkerung auszurotten und die Zeichen ihrer jahrtausendelangen Präsenz, vor allem die Kirchen und Kreuze, zu zerstören. Reporterin Faith Goldy zeigt in einem Video, wie die Dschihadisten im Sakralraum einer Kirche die Kreuze und Heiligenfiguren als Zielscheiben verwendeten.

Levent vergleicht den Zustand des Ortes mit Stalingrad und stellt die Frage, wer sich einmal an diesen Genozid erinnern wird. Für den Holocaust an den Juden, so Levent, gibt es das Yad Vashem, das Holocaust Museum in Washington D.C. und andere Einrichtungen, deren Aufgabe es ist, die Erinnerung an die Schreckenszeit wachzuhalten. Die levantinischen Christen jedoch haben keine solche Lobby, die ihre Interessen wahrt und welche die Erinnerung an die neue „Kristallnacht an den arabischen Christen wachhalten wird,“ wie es Levent, selbst ein Jude, bezeichnet.

Wie wenig Interesse am Schicksal der Christen, Drusen und Jesiden der Region besteht sieht man daran, wie sehr moslemische Flüchtlinge in den offiziellen Flüchtlingslagern der UN bevorzugt werden. Christen können dort nicht leben, da sie von den Moslems schikaniert werden, Jesiden, die in die Türkei flohen wird der offizielle Status als Flüchtlinge vorenthalten und in den Westen gelangen vor allem Moslems.

Der Anteil an Moslems unter den von den Vereinigten Staaten aufgenommenen syrischen Flüchtlingen etwa lag im Jahr 2016 bei über 99 Prozent – obwohl deren Bevölkerungsanteil in Syrien lediglich bei etwa 76 Prozent liegt und der IS auch kein Genozid an ihnen verübt hat, sondern gezielt an Andersgläubigen.

Die Nichtbevorzugung von Christen im Westen wird mit schwachen Begründungen abgewiegelt und kleingeredet, wie auch die Frage, inwieweit sich Terroristen unter den nach wie vor fließenden Migrationsströmen nach Europa befinden. Bisher gab es bereits mehrere Anschläge durch Dschihadisten, die der IS mit explizitem Auftrag nach Europa schickte. Der Anschlag von Ansbach mit dem vor einer Weinbar explodierten Rucksack ist nur ein Beispiel dafür.

Das in der irakischen Kirche gefundene Graffiti unterstreicht noch einmal, dass die Gefahr nicht nur von arabischen Extremisten herrührt, die sich in den Strom der Migranten und Flüchtlinge mischen, sondern auch von Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die nach Syrien und in den Irak reisten, um sich dem IS als Dschihadisten anzuschließen. Laut Verfassungsschutz waren dies etwa 900. Es ist anzunehmen, dass nicht alle bei den Kämpfen ihr Leben verloren haben und von den Überlebenden nicht alle die Meinung änderten und der Gewalt abschwörten.

So positiv die Befreiung von Syrien und dem Irak aus der der Gewalt der Dschihadisten ist, die zurückkehrenden kriegserfahrenen Kämpfer könnten sich noch zu einer großen Gefahr für den Westen entwickeln und wie wir jetzt wissen, beherrscht mindestens einer von ihnen die deutsche Sprache fließend.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.